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Archiv für die Kategorie ‘Gekrähe: Blog’

Das Letzte: Rabenpicks 2009

Samstag 26.12.09 rabenaas 1 Kommentar

Der letzte Blogpost im Jahr: Die beste Gelegenheit, auf 2009 zurückzublicken und nochmal auf die besten Artikel des Jahres („Director’s Choice Awards“) hinzuweisen:

Best of January: Das Vi3 Vampire Live Regelwerk

Auch wenn es sich dabei „nur“ um die Betaversion handelte (die finale Vi3 Version wurde zum Mai 2009 fertiggestellt und befindet sich seitdem bei MIDNIGHT DANCE – Vampire: Requiem LARP in Berlin im Einsatz) war der Sprung vom bisherigen ViE (Verdammt in Ewigkeit) Regelwerk Version zur „Third Edition“ der größte Quantensprung der von mir geschrieben Live-Regelwerke (und believe me: seit Start von MIDNIGHT DANCE im November 1993 habe ich EINIGE Regelwerke geschrieben).

Randnotiz: Innerhalb von 2009 hat selbst White Wolf Interesse an den Regeln bekundet. Sobald ich die Zeit und Muße habe, sie zu übersetzen (ha-ha) könnte es auch endlich mal bei MET einen Quantensprung geben. Gebrauchen könnte es WWs LARP-Regelwerk in jedem Fall…

Best of February: Hardwired

Und wieder setzt sich ein Exot unter den Artikeln durch, diesmal sogar gegen zwei meiner Lieblingsdesigns für neue SHADOWRUN Waffen (die stylische und dabei horrend unpraktische ARES Maschinenpistole im Armbrustdesign und die ebenso stylische und nicht minder unpraktische SAEDER-KRUPP Klingenpistole).

Im Hardwired Artikel nehme ich sowohl den exzellenten Roman von Walter Jon Williams als auch das zugehörige Setting Book für CYBERPUNK 2020 unter die Lupe – und finde z.T. Erstaunliches. Obwohl, bei genauerem Hinsehen ist die eigentliche „Sensation“ im Februar der Artikel über reale Weltuntergangspanik – und welche Hilfe Armaggeddon-Survivor bei Amazon und anderen Online Shops für „the Time After“ finden.

Best of March: 20 Jahre SHADOWRUN

Gut. Angesichts des Umstandes dass ich es im März nur geschafft habe einen einzigen Artikel zu schreiben ist die Nominierung nicht sehr überraschend. Aber  wenigstens war er schon damals ein Vorwand, eine meiner Lieblingsanimationen wieder mal zu posten.

Best of April: CYBERPUNK AFTERSHOCKS

Das größte Event im April war mit Sicherheit, dass ich meine Cyb3rpunk Kampagne einstampfte, um stattdessen auf ein „klassisches“ CP2020 Spiel im Night City des Jahres 2025 auf Onenighter-Basis umzusteigen. Zwar würde ich lügen wenn ich behauptete 2009 auch nur HALB so viel Cyberpunk gezockt zu haben wie ich gewollt hätte, aber die AFTERSHOCKS Reihe gibt mir zumindest die CHANCE, auf Spontannbasis mal CP zu zocken.

Schöner geschrieben als der oben verlinkte Artikel ist natürlich die Ministory DEFRAGMENTIERUNG und der Introtext zum ersten Abenteuer, ERSTKONTAKT.

Das Raben-AAS heiratet!

Am 23. Mai (ja, ihr Verschwörungstheoretiker, ihr habt das Datum richtig gelesen, und nein, wir haben es NICHT bewusst ausgesucht) heirate Andreas seine Jutta, und das zog eine Blogpause von Mitte Mai bis Mitte Juli nach sich – weswegen es aus der Zeit auch keine „Best of“ Artikel gibt.

Best of July: D&D 4E Ghoul Fleshhunter

Obwohl mir schon im Sommer erste Zweifel an D&D 4E kamen – die übrigens anhalten und 2010 eventuell zu einem Umstieg auf Pathfinder führen könnten – habe ich just im Juli mein erstes 4E Monster geschaffen. Nur so, als Test, um zu sehen wie es geht und wie die Regeln zum Bauen von Monstern funktionieren. Getroffen hat meine Gruppe diese Monstrosität zwar noch nicht, aber wer weiß…

Der zweifellos WICHTIGSTE Artikel im Juli war übrigens das Posten des deutschen Charakterbogens für D&D 4E – das sagen jedenfalls meine Hitstatistiken.

Best of August: Schluchtenstadt D6 & VOLLGAS Minikampagne

Jaa, tut mir leid. Aber der August war ein toller Monat. Und ich konnte mich nicht zwischen Schluchtenstadt und Vollgas entscheiden: Das eine ist – immerhin – ein komplettes Dieselpunk Rollenspiel. Das andere eine einfach … abgefahrene Idee die ich hatte, und das vor allem deshalb weil sie so irre naheliegend ist (und ich diese Kampagne echt gern spielen würde – als SPIELER). Von daher: Zwei beste Artikel. Deal with it.

Best of September: 09.09.09 SCHWA TIME

Ja, ich liebe das Design der Nike Fashion Gun und ja, ich bin mir bewusst dass es auf rsp-blogs.de Negativbewertungen hagelt sobald ich etwas über Schwa schreibe, aber das ist mir fuckegal – it’s MY blog. Im August/September ging für mich eine jahrelange Jagd zu Ende, wurde eines der größten Rätsel gelöst: Was zur Hölle wurde aus Bill Barker, dem genialen Designer kryptischer Alien-T-Shirts in den Neunzigern.

Zugegeben: Das hat nicht das geringste mit Rollenspiel zu tun. Höchstens mit Geek sein. Aber ich stehe nunmal auf „T-Shirts with a message“ – O Hell yes, und wie ich auf witzige Shirts stehe! –, und dass ich darauf stehe verdanke ich The Schwa Corporation. Thanks, Bill!

(Wo immer er jetzt schon wieder hin ist – die im September gestartete Website Total Media Blackout ist schon wieder off, auch die andere Schwa Seite ist weg – dafür habe ich diese gefunden, bin mir aber nicht sicher ob die von Bill bzw. von ihm abgesegnet ist oder überhaupt mit ihm zu tun hat).

Best of October: Weltbeschreibung JENGHE (Traveller)

Und wir bleiben im Weltall! Trotzdem es die Einführung der CYBERPUNK 2020 Fight Cards inklusive Veröffentlichung des ersten Kartensatzes: ARASAKA Police ebenso verdient hätte, zum Top-Post des Monats bestimmt zu werden, macht ultimativ die Rückkehr von TRAVELLER und die Weltbeschreibung von Jenghe (wo die Charaktere gerade starteten) das Rennen.

Best of November: SL Tipp für spontane NSC-Beschreibungen

Kurz vor Jahresschluss nochmal ein saftiger SL-Tipp, der einmal mehr auf einer fürchterlich einfachen Idee beruht. Und genau deshalb auch am Spieltisch funktioniert.

Best of December: Energieverlust durch Untote bei D&D

Man könnte zwar sagen: Wenn es etwas gibt, wovon es 2009 zu wenig gab, dann 36 Dinge Listen für Shadowrun. Trotzdem macht nicht die Songliste den besten Platz im Dezember, sondern die alternativen Regeln für bzw. anstelle von Stufenverlust durch Angriffe von Untoten bei D&D „Prä 4E“.

Und wer sich – ganz am Ende – fragt, was die 10 meistgelesenen Artikel der Rabenwelten 2009 waren, dem verrate ich das gerne:

Title Views
Moonlight | Alles über die 2. Staffel 8,801 More stats
Shadowrun 6,796 More stats
Shadowrun | KNARREN! 3,281 More stats
D&D 4E Charakterbogen deutsch 3,122 More stats
Art of AAS 1,809 More stats
Shadowrun | KNARREN! 2 1,554 More stats
Shadowrun | Abenteuer: Chipped! 1,273 More stats
Shadowrun | Der Lohn der Angst 1,051 More stats
Shadowrun | KNARREN! 4 994 More stats
Shadowrun | Karren (6) SPEZIAL 876 More stats

Und die 20 häufigsten Suchbegriffe 2009, die Leute hierher führten?

Search Views
moonlight staffel 2 2,049
moonlight serie 752
shadowrun 732
d&d charakterbogen 602
rabenwelten 531
dieselpunk 366
moonlight fortsetzung 365
moonlight 2. staffel 315
shadowrun waffen 307
moonlight 2 staffel 275
pistole 264
shadowrun abenteuer 245
d&d 4 charakterbogen 240
moonlight staffel 2 in deutschland 213
moonlight die serie 154
raben 151
sturmgewehr 146
raben aas 146
shadowrun berlin 139
serious games berlin 130

SL-Trick: Bruce Willis für Mooks!

Samstag 21.11.09 rabenaas 4 Kommentare

Die Spielercharaktere (SC) treffen einen Nichtspielercharakter (NSC). In welchem System ist ganz egal. Der NSC wurde – speziell dann, wenn es eine eher nebensächliche Rolle ist – vom Spielleiter meist nur im Sinne einer Rollenschablone oder seiner Funktion notiert, ist also in den Aufzeichnungen des Spielleiters ein „Bettler“, „Gangmitglied“, „Schurke“, „Passant“, „Angestellter“, „Reisender“ oder was auch immer. Vielleicht war sein Auftauchen nicht einmal direkt geplant, sondern hat sich in Folge einer Zufallsbegegnung oder einem unerwarteten Spielzug der Charaktere so ergeben.

Was tun, wenn man blitzartige Beschreibungen braucht?

Das Grundproblem in allen oben genannten Situationen ist, dass der Spielleiter den Spielern nicht platt vor die Nase setzen möchte, dass sie gerade einen „Mörder“ getroffen haben. Oder dass der Typ an der Theke ein „Privatermittler“ ist. Nun gibt es Tage, da fallen einem die Berschreibungen förmlich zu – und eben andere, an denen fällt einem ums Verrecken keine originelle Beschreibung ein.

Die Lösung? Man notiert sich die Namen von Charakteren aus Film und Fernsehen. Oder gleich Namen von Schauspielern, die man dann in die Ausrüstung des NSCs „steckt“.

Nehmen wir ein Beispiel: Bruce Willis. Mit zwei kurzen Worten ist ein ganzer Typ beschrieben. Je nach der Assoziation, die der SL ganz persönlich hat, kann er intuitiv und spontan aus seinen Erinnerungen an alle – oder einige, oder nur einen ausgewählten Bruce Willis Film – äußerliche Beschreibungen, sogar Sprech- und Handlungsmuster des spontan erdachten NSC generieren.

Das könnte sich so anhören:

Zufallsbegegnung in einem Fantasy-Setting: Stadtwache (Kettenpanzer, Hellebarde, Typ Bruce Willis in Die Hard 4.0): „Aus dem Dunkel des Toreingangs schält sich ein Mann in einem ungepflegt wirkenden Kettenpanzer, der definitiv schon einiges an Aktion gesehen hat. Eine schartige Hellebarde in der Hand haltend, das Wappen der Stadt kaum noch erkennbar auf dem zerschlissenen Fetzen, den er sich um die Brust geschlungen hat, nähert sich euch ein Mann, den ihr auf über 50 schätzt, mit strubbeligem Bart und einem Topfhelm, dessen Schatten seine Augen bedeckt. ‘Na, ihr?’ sagt er: ‘zurück vom großen Abenteuer, um euer Gold zu verhuren und zu versaufen und euch mit Dieben und Schurken zu schlagen? Oder abgebrannt und auf der Suche nach einem zwielichtigen Auftraggeber?’“.

Oder so:

Begegnung mit Kopfgeldjäger in einem Star Wars Spiel (Halbpanzer, Blaster, Rhodianer (Greedo-Rasse), Typ Bruce Willis bei Armageddon): „‘Jozooka! Do!’ Die Stimme ist rhodianisch – ihr wisst schon, wie Greedo – und sie kommt von hinter euch. ‘Denkt nicht mal dran’ hat sie gesagt. Ihrdreht euch um und seht einen bulligen Rhodianer in orangefarbener, zerschlissener Arbeiterkleidung der örtlichen Raumdocks, eine dicke Gjasool-Zigarre in der einen Hand und einen modifizierten schweren Blaster in der anderen Hand, wenngleich nicht auf euch gerichtet, sondern locker baumelnd. ‘Wenn ihr auf meine Tochter scharf seid, solltet ihr früher aufstehen. Ihr schäbigen Weichlinge seid nicht gut genug für sie’. Ihr blickt euch um, und tatsächlich seht ihr unweit an der Bar eine schlanke, junge Rhodianerin stehen, die ein Datendisplay studiert und euch und der Szene keines Blickes würdigt.“

Wichtig ist nicht, was einem in der Situation dann letztlich einfällt, sondern dass man einen Startpunkt für die freie Assoziation hat. Ebenso ist unwichtig, ob man für alle vorbereiteten Begegnungen im voraus Namen festlegt oder eine kleine Liste mit einem selbst gut vertrauten Film-/Fernsehhelden oder Schauspielern parat hält, anhand derer man im Bedarfsfall auswählt oder würfelt.

Wichtig ist nur, den „Piratenkapitän Typ Christopher Lee“ nicht als solchen – also mit Namen des Schauspielers – zu benennen, sondern ihn nur nach dem Typ zu umschreiben.

Die kurze Art des Notierens ist besonders auch dann geeignet, wenn man eine große Zahl von Charakteren vorzubereiten hat, von denen man sich nicht sicher ist, wer davon noch wichtig werden kann. So kann im Setting von Cyberpunk 2020 zum Beispiel die Liste einer Gruppe Nomaden, welche die Charaktere ein Stück mitnehmen, sich wie folgt notieren lassen:

  • Iris, Anführerin, Typ Sigourny Weaver, Army-Frisur, Han-Solo Outfit
  • Bearman, ihr Ehemann, Trucker, Typ Morgan Freeman, Dreadlocks
  • Leezah, Bikerin, Typ Pink!, Fifth Element Motorradkombi (blau)
  • Carlyle, Priester und Outrider, Typ Ash (Armee der Finsternis) inkl. Kettensägenarm
  • Joanna, Medic, Typ Erin Brockovich, im Konzernleben verkannte Officeschlampe, High IQ!
  • Bop, Fixer und Mechanik, Typ Danny Devito in Twins (ölverschmierte pinkfarbene Suits, „Aufreißer“)

Am Besten lässt sich diese Art der Kurznotation natürlich auf menschliche Charaktere anwenden. Aber ebenso wie Disney seine Charaktere nach den Schauspielern modelliert, welche die entsprechenden Parts sprechen, lassen sich auch andere Rassen durch Schauspieler „besetzen“.

Jeder der D&D kennt und den König der Löwen wüsste sofort, wie er sich einen „Gnoll, Typ Ed“ oder „Gnoll, Typ Whoopie Goldberg“ vorzustellen hätte. Ebenso wie fast jeder sich einen „Goldener Drache, Typ Sean Connery“ vorstellen kann oder einen „Lich, Typ Christopher Lee“.

Die Typisierung durch bestimmte Menschen – übrigens ebenso gut auch persönliche Bekannte, Schulkamerad und Kollegen – erlaubt es, JEDER Rolle – auch der nichtigsten, ERST RECHT aber der wichtigsten – eine zusätzliche Dimension zu geben. Durch Sprache, Ausdruck, Gebaren, Mindset, Haltung.

Ein „Schwarzer Drache, Typ Palpatine“ ist intuitiv anders als ein „Schwarzer Drache, Typ Schwarzenegger“. Ein „Schwarzer Drache, Typ Prochnow“ hat vielleicht sogar charakteristische Narben im Gesicht und auffallend helle Augen. Ein „Schwarzer Drache, Typ Riddick“ mag vielleicht zunächst normal wirken – bis er durch einen peitschenden Schwanzhieb das Licht löscht und mit einem sirrend pfeifenden Flügelschlag blitzartig seine Position verändert.

Und mehr: Durch das Linken eines Charakters mit einer bestehenden Rolle oder einem „Gesicht“ hat auch eine Nebenrolle auf Anhieb genug „Fleisch“, um eine Unterhaltung mit diesem lebendiger gestalten zu können. Beispiel:

Die Shadowrunner treffen auf den Schieber Frank und dessen Bodyguard, den Troll Pjotr. Frank ist schlank, trägt eine Lederweste mit Ketten und hat ziemlich cowboy-mäßig einen Colt Deputy in einem Oberschenkelhalfter hängen. Pjotr ist ein Bär von einem Mann, hat einen verfilzten Rauschebart und trägt ein Kopftuch und ist mit einem gewehrartigen Granatwerfer Marke Eigenbau bewaffnet. Im Gespräch mit den beiden – bzw. mit Frank, denn Pjotr redet nur russisch, was keiner der Charaktere versteht – erfahren sie, dass Frank Pjotr aus einer Söldnergruppe kennt und die beiden schon jede Menge Scheiße mitgemacht haben. Die frühere Einheit wurde bei einem total schiefgegangenen Einsatz aufgerieben, Frank konnte entkommen, Pjotr aber wurde gefasst und in ein Lager verschleppt. Seit Frank ihn da rausholte, sind beide endgültig unzertrennlich. Ihre Schiebereien erledigen sie von einem schrottigen Hovercraft aus, dass die beiden aber gemeinsam aufgemotzt haben und das gewaltigen Bums unter der Haube hat.

Ich glaube, man muss kein Genie sein, um zu erkennen dass die ursprüngliche Aufzeichnung im Block des SL „Schieber Frank, Typ Han Solo, Bodyguard Pjotr, Typ Chewbacca, spricht nur russisch, Hovercraft Typ Rasender Falke“ lautete.

Probier die Möglichkeiten aus – Du wirst überrascht sein, wie leicht es geht!

 

 

White Wolf supportet Masquerade!

Freitag 06.11.09 rabenaas 1 Kommentar

Gerade fand die International Camarilla Concention (ICC) statt, die wichtigste Convention des offiziellen White Wolf Fanclubs. Und bei dieser Gelegenheit ließen die Weißen Wölfe bzw. CCP, die mit WW fusionierten Macher von EVE ONLINE, sich ein wenig in die Karten sehen.

WW_ICCgraphic

Unter anderem wurde enthüllt, dass CCP/White Wolf’’s neue Politik in Zukunft PLAY THE WAY YOU WANT TO sein wird. Was bedeutet, dass jede Art von World of Darkness Fan – auch Fans der alten Welt der Dunkelheit, also Vampire: The Masquerade und Co. – bedingungslos unterstützt werden wird.

Außerdem enthüllt CCP White Wolf, in Zukunft auf Systeme wie Amazon Kindle – das ja nur am Anfang einer trechnischen Entwicklung stehe, ähnlich wie die ersten Handys ja auch nur s/w Displays hatten – setzen zu wollen und kräftig in Tools zu investieren, mit denen das Geschichtenerzählen und Verwalten von Kampagnen deutlich einfacher wird. Ohne dafür auf „Battlegrids“ oder nur per Pay-Abonnement verfügbare Dienste wie den DDI zurückzugreifen.

Hier im MIDNIGHT DANCE Blog gibt es Videos der White Wolf Macher und eine detaillierte Zusammenfassung der News.

Leider ist in Bezug auf viele Dinge nur sehr Vages gesagt – aber der Vorgeschmack ist deutlich. Und er schmeckt nach BLUT!

Und a propos MIDNIGHT DANCE: Im November steigt in Berlin das zweite überregionale Vampire LARP Event des OPUS Domänen-Netzwerks 2009. Wer mitmachen will – und sei es als kurzfristig geschaffene Rolle – ist herzlich willkommen!

Traveller RPG | Weltinfo: Jenghe

Samstag 31.10.09 rabenaas 6 Kommentare

Vorwort: Nachdem ich laaaange Jahre das Traveller Rollenspiel völlig aus den Augen verloren hatte, wurde ich durch die positiven Besprechungen der neuen Aufgabe von Mongoose, die nun auf deutsch im 13Mann Verlag vorgelegt wurde, wieder auf das Spiel aufmerksam. Speziell der Gedanke der Rückbesinnung – wozu auch das Erscheinen von Traveller im ursprünglichen, minimalistischen Design zählt – gefiel mir auf Anhieb sehr gut, und so dauerte es gar nicht lange, bis ich eine Runde Freunde für ein spontanes Probezocken zusammen hatte – sowohl alte Traveller-Hasen als auch Leute, die von dem Spiel noch nie etwas gehört hatten (zur Schande des Astrophysikers unter den Rollenspielern, der eine Art Erweckungserlebnis hatte *g*). Dem Spaß am System und den uber-awesomen Webangeboten wie etwa der gigantischen Universumskarte, dem Erstellen der Charaktere, dem Durchspielen der Karrieren, der innovativen Charaktererstellung als Gruppe und der Faszination des Spieles tat nicht einmal der TPK in der allerersten Sitzung Abbruch. Aber dazu später. Heute stelle ich erstmal jene Welt vor, auf der das erste, fatal endende Abenteuer spielte. In weiteren Artikeln werde ich dann das Abenteuer selbst und den weiteren Weg der (neuen) Charaktere durch die Spinwärtsmarken verfolgen. Den Eintrag zu Jenghe findet ihr auch im Traveller Wiki auf der offiziellen deutschen Traveller Website. Have Fun! Licht dimmen – und Sprung!

traveller_header

Jenghe

Jenghe
Sektor: Spinwärts-Marken
Subsektor: Regina
Hexfeld: SM1810
Zugehörigkeit: Imperial
Raumhafen: C (Mittelmäßig)
Größe: 7 Mittel (11,200 km)
Atmosphäre: 9 Dicht (verschmutzt)
Hydrographie: 9 (90%)
Population: 6 Millionen (1 Mio.+)
Regierung: 6 Gefangene Regierung
Justizgrad: 3 Gering
TL: 9 Prä-Stellar (Fusion)
Reisezone: Grün
Basen: Scout
Handelscode: Ni
Gasriesen: 3
Planetoidengürtel: 2

Jenghe ist eine nichtindustrialisierte Feuchtwelt im Regina-Subsektor der Spinwärts-Marken (SM 1801) und Mitglied des Imperiums. Direkte Nachbarwelten (Sprung-1 entfernt) sind „im Uhrzeigersinn“ der Hexkarte, startend kernwärts:

  1. SM1809: Ruie (C776977-7) ist eine autonome, dicht besiedelte Industriewelt mit C-Raumhafen und Gasriesen im Regina-Subsektor. Gelbe Zone!
  2. SM1910: Regina (A788999-C) ist das imperiale Zentrum des Regina-Subsektors und eine reiche, hochtechnisierte Welt. Im System existiert eine Marine- und eine Scoutbasis.
  3. SM1911: leer
  4. SM1811: Dinom (D100535-A) ist eine imperiale, nichtindustrialisierte Welt mit Gasriesen im Lanth-Subsektor.
  5. SM1711: Extolay (B45589A-A) ist eine imperiale Welt mit Marinebasis.
  6. SM1710: leer

Informationen zum System

Das Jenghe System besteht aus drei Gasriesen (von innen nach außen: Iol, Marekk, Ujattar), zwei Planetoidengürteln und einer unbewohnten Vakuumwelt (Divoyd), die um den in tiefem Rot-Orange glimmender Zwergstern Kol kreisen (Spektralklasse M0, Leuchtkraftklasse V).

Temperatur und Leuchtkraft des Zentralgestirns sind so schwach, dass die Lebenszone nur den Gasriesen Iol und dessen Monde umfasst, zu denen neben Ghan, Sakkar und Vjol auch Jenghe zählt (Jenghe ist der bei Weitem größte der Monde, Ghan und Sakkar sind lediglich eingefangene Planetoide aus einem der beiden Gürtel des Systems).

Der Rest des Systems besteht aus der lebensfeindlichen Außenzone. Von Bedeutung ist dort draußen nur Ujattar als fernster der drei Gasriesen, der von entsprechend gebauten Raumschiffen zum Abschöpfen von Treibstoff genutzt wird und in dessen Orbit in den vergangenen Jahren mehrere feindliche Begegnungen mit Zhodani Schiffen stattfanden. Seit Ende des Vierten Grenzkrieges beherrschen solche provokativen Begegnungen die Beziehungen zwischen dem Imperium und den Zhodani, so dass manche – vor allem Herzog Norris auf Regina – einen kommenden Fünften Grenzkrieg für unvermeidbar halten und befürchten, Jenghe könne dann als Aufmarschgebiet für eine Invasion auf Regina verwendet werden.

Jenge_Vic

Bedeutung als Transit- und Reiseziel

Obwohl Jenghe an einer Haupthandelsroute und nur 1 Sprung entfernt von Regina liegt, wird die Hauptwelt insgesamt selten besucht. Die meisten Schiffe stoppen nur kurz beim ersten erreichbaren Gasriesen, füllen ihren Treibstoffvorrat auf und springen weiter.

Informationen zur Hauptwelt

Jenghe ist einer Monde über Iol, dem innersten Gasriesen des Systems.

Details zu Größe, Atmosphäre und Hydrographie

Die Verschmutzung in Jenghes Atmosphäre besteht aus Algenstaub: Dies sind freitreibenden Pollen einer in allen Meeren Jenghes vorkommenden Algenart, die für Außenweltler ein mildes Allergen darstellen. Einheimische haben sich an die durch Algenpollen ausgelösten Schleimhautreizungen besonders der Atemwege weitgehend gewöhnt und verzichten daher zuweilen auf Filtermasken. Nur zur jährlichen Hauptblüte und bei Aufenthalt in den Küstenregionen der Äquatorialzone sind selbst auf Jenghe Geborene zwingend auf Atemfilter angewiesen.

Ein weiterer Nebeneffekt der Algenpollen ist, dass Fluggerät auf Jenghe eher selten zum Einsatz kommt: Einerseits sind die Sichtweiten sehr begrenzt (bei niedrigem Pollenaufkommen bis max. 1.000m Sicht, mittleres Aufkommen etwa bei 200m Sicht, schweres Aufkommen unter 30m Sicht), andererseits kommt es immer wieder zu technischen Ausfällen durch verstopfte Ansaugstutzen und durch Pollen blockierte Kühlsysteme, demzufolge zu überhitzten Triebwerken oder sogar Entzündung der sich rasch in Triebwerken festsetzenden Algen, die unter Druck zu Flocken oder soliden Brocken verklumpen.

Eine weitere Besonderheit besteht in einem Wetterereignis, dass von Einheimischen als „Schlitt“ bezeichnet wird. Dazu kommt es, wenn mittleres bis hohes Algenaufkommen in Bodennähe oder mittleren Höhenlagen auf Regenfälle aus darüber liegenden Wolken trifft. Aus der Verbindung von Regentropfen und in diesen aufgelösten Algenpollen entsteht auf dem Boden ein schmieriger Film, der etwa die gleiche Bedrohlichkeit wie Blitzeis besitzt. Zum Glück bleibt der Schlitt nach Ende von Regenfällen nicht allzu lange bestehen, da die Algen das Wasser aufsaugen und beschleunigt an die Luft abgeben. Zurück bleiben schneeartig verkittete Pollenklümpchen, die unter Druck zu Staub zerfallen.

Besiedelungsgeschichte und Entwicklung

Die erste historisch belegte Besiedlung Jenghes erfolgte um das Jahr 80. Das Schicksal jener ersten Kolonie ist aber ungeklärt. Eine zweite Besiedelung fand von Regina aus im Jahr 133 statt und hatte Bestand, blieb aber mit an die 1.000 Kolonisten eher unterentwickelt.

Dies änderte sich erst um 491, als ein später von Sternmetal Horizons übernommenen Werkstoffhersteller einen industriellen Nutzen für die Algenpollen auf Jenghe fand: General Spacefaring Industries (GSI) errichtete mehrere Fabriken an äquatorialen Küstenabschnitten, deren riesige Ansaugrohre Pollen aus der Luft ziehen und zu einem hocheffizienten Dämmstoff verdichten. In Platten gepresst, wird dieser nachwachsende Rohstoff seitdem vor allem in Thermoisolierungen und so auch in Raumschiffen verbaut.

Mit der Übernahme der Operationen durch den Sternmetal Horizon Megakonzern wurde seit 887 der Export von Dämmplatten derart forciert, dass Jenghes Atmosphäre zwischenzeitlich sogar als frei von Verschmutzung betrachtet werden konnte. Obgleich dies als Teil eines Terrraforming Vorhabens durchaus Ziel und Zweck von GSI war, lief diese Entwicklung den Produktionsinteressen Sternmetals entgegen, so dass mittels einer Flotte von Nährschiffen gegengesteuert wurde. Diese Schiffe bauen nun regelrecht Algen an, indem einerseits neue, noch reproduktionsfreudigere Algenmodelle sowie massive Nährstoffe in die Meere gebracht werden.

Seit Ende des Vierten Grenzkrieges, der 1082 bis 1084 im benachbarten Jewell Subsektor gekämpft wurde, hat es eine ganze Reihe von feindlichen Begegnungen zwischen den Zhodani und dem Imperium gegeben, darunter eine ganze Reihe im Jenghe System, dessen Hauptwelt aber nicht in die Kampfhandlungen involviert wurde (sämtliche Kämpfe zwischen Zhodanischiffen – offiziell „Piraten“ – und den Streitkräften unter Kommando von Herzog Norris fanden weit außerhalb im Orbit um den größten und äußersten der drei Gasriesen des Systems, Ujattar, statt – eine in einem der beiden Planetoidengürtel des Systems vermutete Zhodani-Spähbasis konnte nie bestätigt, geschweige denn gefunden werden).

Herzog Norris ist sehr besorgt, dass die Zhodani in einem kommenden Grenzkrieg Jenghe als Sammelpunkt für einen Angriff auf Regina verwenden könnten, und möchte daher die Kontrolle auf Jenghe verstärken und eine dauerhafte Militärstation errichten – ein Ansinnen, dem einerseits die Wünsche von Sternmetal Horizons nach autonomem Wirtschaften im Jenghe-System und andererseits die Skepsis und Uneinigkeit des imperialen Militärapparates in den Spinwärtsmarken entgegen stehen, innerhalb dessen Norris’ Warnungen eher als Pabikmache oder Geltungssucht belächelt werden.

Details zu Population, Regierung und Justizgrad

Jenghes Regierung wird als gefangene Regierung klassifiziert: Über 90% aller planetaren Installationen auf Jenghe sind nach Übernahme der Installationen einer früheren Betreiberfirma im Besitz von Sternmetal Horizons, die somit als de facto Eigentümer der Welt gewertet werden müssen.

Die Position seitens der formell für imperiale Interessen im Jenghe-System zuständigen Regina-Verwaltung ist hierbei, dass die Zhodani-Bedrohung eine umfassende, direkte Kontrolle Jenghes von Regina aus rechtfertige, die letztlich der Eigensicherung der Hauptwelt des Subsektors dient. Dem hält der Megakonzern entgegen, dass die Zhodani selbst im (unwahrscheinlichen) Fall einer Invasion auf Regina via Jenghe bestenfalls Halt am äußersten Gasriesen machen würden – eine Einmischung des Imperiums bzw. des Herzogs von Regina direkt auf der Hauptwelt sei somit unnötig, und die Freiheit im Orbit des Gasriesen eine ganze Flotte zu platzieren  stehe dem Herzog ja frei, auch ohne ungesetzliche Einmischung des Imperiums in die Geschäfte des Megakonzerns auf Jenghe.

Als Interim wird Jenghe seit Ausbruch dieses Grundsatzstreits durch die „Gewerkschaftsrepublik Dorzan“ (benannt nach dem Gründervater und Gewerkschaftsführer desselben Namens) unter dem durch die Jengher Sternmetal Gewerkschaftsmitglieder gewählten „Gewerkschaftspräsidenten“ regiert. Diesem stellt Sternmetal einen „Direktor“ als Repräsentanten und Vorgesetzten entgegen. Im allgemeinen ziehen Direktor und Gewerkschaftspräsident jedoch an einem Strick und verhandeln lediglich betreffs Nebenpunkten mitunter aggressiv.

Die übergroße Einigkeit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite hat um 1008 zur Gründen einer radikalen Gewerkschaftsgruppe um die Aktivistin Bordana Walsh geführt. Bisher indes beschränkten sich die Aktivitäten von deren „Unitidad“ Gruppe auf gelegentliche Protestmärsche, zahlreiche Graffitti, etwas Vandalismus und kleinere Rempeleien mit Milizen (bewaffnete Gewerkschaftskräfte, die vornehmlich die abgelegeneren Siedlungszentren beschützen) und der Stadtpolizei (Sternmetal Haustruppen, die ausschließlich die Welthauptstadt, nicht aber den Raumhafen verteidigen. Letzterer wird durch von Regina entsandte Sicherheitstruppen gesichert). Die Dreiteilung der planetaren Sicherheit in Raumhafenpolizei, Stadtpolizei und Rangebietmilizen führt mitunter zu unnötigen Verschleppungen von Verfahren und bietet illegalen Elementen einige Ansatzpunkte für Bestechung, Schmuggel oder „Abtauchen“ auf Jenghe.

traveller_jenghe_sternmetal_police_by_raben-aas

Haustruppe von Sternmetal Horizons im Polizeieinsatz auf Jenghe. Im Hintergrund eine Algenraffinerien mit den typischen riesigen Ansaugrohren.

Die meisten Bewohner Jenghes arbeiten für Sternmetal Horizons, und somit hängen auch alle anderen Wirtschaftsfaktoren an Wohl und Wehe des Megakonzerns. Dies schlägt sich auch im planetaren Finanzwesen nieder, das fast ausschließlich in der Einheit „Sterns“ bzw. „Sterne“ abgewickelt wird (offizielle Bezeichnung: SMH-Kredite, die Hauswährung von Sternmetal Horizons). Die imperiale Währung wird zwar auch akzeptiert, aber als minderwertig betrachtet. „1 Stern für 3 Imperial“ ist so etwas wie eine ungefähre Faustformel zur Umrechnung, wobei außerhalb Jenghes eher ein Umrechnungskurs von 1.2 SMH-Credit = 1 imperialer Credit üblich ist. Dem Ungleichgewicht bei finanziellen Umrechnungen versucht die Dorzanische Regierung durch erhebliche Umrechnungsabgaben und Ausfuhrgrenzen auf Finanzmittel Herr zu werden. Das Ergebnis ist ein sehr komplexes behördliches System, dem man faktisch nur dann halbwegs entkommen kann, indem man Geschäfte entweder über planetare Kreditvermittler oder aber Bargeldtransfer auf der Weltoberfläche abwickelt.

Die wichtigste Stadt auf der Oberfläche und faktische „Welthauptstadt“ ist Jethero – „Jenghe Downport“ für Auswärtige – und diese ist zugleich die Bodenstation des örtlichen Klasse C Raumhafens. Der wichtigere Teil dieses Raumhafens ist aber die geostationär im Orbit über Jethero treibende Hithero Station – „Jenghe Uplift“ für Auswärtige. Hithero ist um einen zentralen Zylinder herum errichtet, umfasst aber insgesamt eine offene Struktur, die vor allem der Aufnahme großer, nicht stromlinienförmiger Transportschiffe dient. Das gesamte Design der Station ist stark von deren industriellem Zweck bestimmt, was der ganzen Station eher den Eindruck einer fliegenden Fabrik gibt.

Nur wenige Reisende machen sich die Mühe, Jenghe Downport zu besuchen, dessen Landekapazitäten ohnehin sehr begrenzt sind. Der Verkehr entlang des Verbindungskurses zwischen Uplift und Downport beschränkt sich somit meistenteils auf Zubringer, die Frachtcontainer voll leichter, aber sperriger Algenplatten zur weiteren Verschiffung bringen. Dazu tragen auch die strengen Ein- und Ausfuhrbestimmungen von Jenghe bei, die zu einer de facto Dreifachbesteuerung von Waren führen (imperiale Steuer, Sternmetal Sonderabgabe und Ausfuhrzinsen an die Gewerkschaftsrepublik). Umgangen werden kann diese Besteuerung nur, indem Waren über von Sternmetal Horizons lizensierte Frachtkapitäne ausgeführt werden (oder indem sie herausgeschmuggelt wird).

Noch zu erwähnen sind die auffälligen Triebwerke an Hithero Station, die mehrfach in der Woche gezündet werden müssen, um die Station im Orbit zu halten. Dies ist notwendig, da die im eher kompakten System präsenten Gasriesen einen bestätigen Gravitationszug ausüben, gegen den angesteuert werden muss (indes nicht so sehr, dass es Navigationsschwierigkeiten gäbe).

Informationen zu Handel und Warenverkehr

Trotz der massenweisen Ausfuhr von Dämmplatten und einiger aus Algenfasern gefertigten Billigtextilien gilt Jenghe als nichtindustrialisiert. Dies liegt einerseits an der weitgehenden Abwesenheit anderer Fertigungsanlagen, andererseits aber auch daran dass Algen durch den IS weder eindeutig als Industrie- noch eindeutig als Agrarprodukt gewertet wurden.

Reisewarnungen

Aktuell liegen für Jenghe keine Reisewarnungen vor.

Die Flora und Fauna von Jenghe ist insgesamt wenig entwickelt. Lediglich die riesigen Ozeane der Welt schwärmen von Leben – manches davon giftig, insgesamt aber ungefährlich. Die größten Lebewesen außerhalb des Wassers sind die von Algenpollen lebenden Äser, die von den Einheimischen als Wathus oder einfach als Luftsäcke bezeichnet werden.

Sie entstehen als auf dem Wasser treibende Zellfladen, die sich mit aufsteigenden Gasen wie Methan und Helium (Abbauprodukte von Wasserorganismen) füllen. Erreichen sie eine gewisse Größe, steigen sie träge auf und formen treibende Blasen oder Ballons, die – falls sie Land erreichen – sich mit Proteinfäden an irgendeinen Fels klammern. So entstehen im Laufe von Jahren ganze Wolken schwach im Wind tanzender Blasen oder „Wälder“. Wathus filtern Pollen aus der Luft und stellen keinerlei Gefahr für irgendjemanden dar.

Nur sehr selten löst sich eine größere Zahl von Wathus, die als driftendes Objekt Störechos auf dem Radar darstellen oder eine Gefahr für den ohnehin spärlichen Flugverkehr bilden können.

Blog | Geburtstags-Video

Dienstag 20.10.09 rabenaas 14 Kommentare

Heut hab ich Geburtstag und beschenk mich selbst mit einem meiner Lieblings-Videos:

Falls dat Video nicht pläid: CLICK

CP2020 | Fight Cards: ARASAKA POLICE

Samstag 10.10.09 rabenaas 1 Kommentar

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Letzte Woche habe ich das Prinzip der FIGHT CARDS vorgestellt als einfachen und effizienten Weg, seine NSCs im Überblick zu behalten. Egal, ob man nun einen 9er Bogen FIGHT CARDS „en bloc“ behält (als Gang oder Team) oder ihn auseinanderschnippelt.

Hier folgt nun das erste „Set“ von Gegnern – eine 9er Gruppe ARASAKA METRO POLICE OFFICIERS, was nix anderes sind als die NCPD Cops in meinem 2025er Setting von Night City.

Kleiner Tipp: Treffen die SCs zufällig auf Cops, würfele ich mit W10, welchen dieser Cops sie vor sich haben. Ist das Ergebnis eine 10, würfele ich 1x extra für einen Zusatz-Cop, den die SCs (noch) nicht sehen, der aber seinen Partner deckt oder ein Funklink zu ihm hat.

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CP2020 | Introducing: FIGHT CARDS

Samstag 03.10.09 rabenaas 3 Kommentare

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NSCs zu managen kann etwas Arbeit machen. Von der Erstellung derselben ganz zu schweigen. Ich habe in mehreren Jahren CYBERPUNK Spiel schon verschiedene Ansätze gehabt, von Excel-artigen Gegner-Kolonnen bis hin zu einer an Steno reichenden Kurznotizweise für die wichtigsten NSC-Werte.

Jetzt ist mir eine andere Idee gekommen, und nach einem erfolgreichem Testlauf darf ich vermelden, dass die CP2020 FIGHT CARDS das gänzlich inoffizielle Nonplusultra des NSC-Managements sind. Jedenfalls für mich.

Und so schaut eine meiner FIGHT CARDS aus:

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Gemacht wurde sie mit POWERPOINT. Und die Herangehensweise ist eigentlich ziemlich straight. Einmal erstellt, kann ich die Schablone beliebig oft kopieren (auf eine A4 Seite passen 3 x 3 = 9 Stück), dann werden die Werte hier und da etwas erhöht oder gesenkt, mal zur Abwechslung bekommt einer im „Set“ eine andere Waffe (deren Werte-Set ich dann wiederum markieren und woanders einfügen kann) und die kurzen Beschreibungen helfen mir, Charaktere – und hier gerade die Nebenrollen der sonst oft Gesichtslosen – mit Leben zu füllen.

„Professionalität“ ist mein Kurzbegriff für alles, was nicht explizit genannt ist. Die Werte, die dort angegeben sind, sind natürlich immer schon die Summe aus Attribut und Skill – bei den Waffen steht entsprechend bereits der Gesamt-AT-Bonus. Das Komma hinter der SP-Zahl der Rüstung bedeutet „Soft Armor“ (ist sonst ein Häkchen, aber das hätte zuviel Platz gekostet). Die drei erfassten Kampfarten sind (primäre) Schusswaffe, (primärer) waffenloser Kampfstil und (primärer) bewaffneter Nahkampfangriff. Möglich, dass der NSC noch vierzehn andere Waffen hat, aber mal ehrlich: welcher CP2020 Kampf dauert lange genug, dass ein Char verschiedenste Styles zum Einsatz bringt. Gerade wenn’s ein Mook ist.

Nächste Woche: Das erste 9-Fightcards-Set ARASAKA METRO POLICE (z.B. Night City Cops)

D&D Update | Deutscher 4E SL-Schirm entfernt

Mittwoch 23.09.09 rabenaas 1 Kommentar

Kurznotiz: Aufgrund einer bestehenden Urheberrechtsverletzung habe ich meinen deutschsprachigen D&D 4E SL-Schirm von dieser Seite entfernt. Und ehe darob Gerüchte oder der nächste Flamewar gegen WotC ausbricht: Ich bin weder verklagt noch abgemahnt worden, sondern habe via die neue offizielle D&D 4E Community gefragt, ob das Posten und kostenlose Anbieten dieses Schirms rechtlich okay ist.

Meine Argumentation und mein Gedankengang dabei war, dass ja aktuell und auch in naher Zukunft kein offizieller deutscher SL-SChirm existieren wird, ich mit einem Fan-gemachten folglich niemandem das Geschäft verhageln kann und darüber hinaus durch das Angebot des Schirms die mit der deutschsprachigen 4E spielende Szene supporten könnte, bis dann WotC entweder eine eigene Lösung oder einen deutschen Lizenzpartner gefunden hat.

Auf meine Anfrage wurde mir aber mitgeteilt, dass die Wiedergabe von Regeldetails – wie es kompakter ja kaum geht als in einem SL-Schirm – nicht okay sei, und zwar aus generellen Urheberrechtsgründen. Das ist auch an sich ganz logisch – denn: völlig unabhängig davon ob die Rechte an der D&D Übersetzung Feder & Schwert gehören oder WotC (das hab ich nicht gefragt, wär aber auch spannend zu wissen) sind die Regeln so oder so WotC-Besitz, egal ob diese nun aktuell als deutscher SL-Schirm im Handel sind oder nicht.

Man kann als Fan darüber maulen (und das tun ja viele auch gerne) warum da „der böse Verlag“ nicht einfach kulant ist oder „wie Pathfinder“ sowas selbst als kostenloses PDF anbietet – nur vergesst dabei bitte dreierlei nicht: Nämlich dass erstens Verlage auf eine Wirtschaftlichkeit angewiesen sind, wozu zweifellos der Schutz des eigenen Materials gehört, dass es zweitens das unbedingte Recht jeden Verlags ist selbst zu entscheiden wie offen oder restriktiv er mit seinem Besitz umgeht (nicht alles, was für Verlag A richtig ist, muss für Verlag B und C genauso richtig sein) und dass WotC kulant ist, denn die sind durchaus nicht doof und wissen, dass Fanmaterial und Fansheets und Fanschirme da draußen existieren (ich gehe arrogant davon aus dass auch mein Schirm denen nicht entgangen ist), und bisher zumindest ist niemand abgemahnt worden dafür.

Und again: Auch ich nicht!

Von mir aus nennt es also vorauseilenden Gehorsam oder Feigheit oder Einschleimen, dass ich den Schirm entfernt habe: Auf meine Frage konnte man mir eben unmöglich sagen, dass es KEINE Urheberrechtsverletzung wäre (denn das ist es nunmal), und da bin ich konsequent: Wenn mir mitgeteilt wird, dass irgendwas auf meinem Blog nicht koscher ist oder dem Willen des Rechteinhabers zuwider läuft, dann entferne ich es.

Jedenfalls, bis der Bundeskanzler der Piratenpartei neue gesetzliche Bestimmungen zum Urheberrecht erlassen hat.

09.09.09, 09:09 in Berlin – it’s SCHWA time!

Mittwoch 09.09.09 rabenaas 2 Kommentare

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Please read the Forever SCHWA and the Moron SCHWA announcements first.
Be sure to check the articles Schwagain and Breaking Schwa, too.


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Breaking News

This may be the ultimate SCHWA post on this blog, because BILL BARKER HAS BEEN FOUND. And more: He even commented on a Schwa entry, here on this blog. As it happens, he is working on his 4th book and is about to launch his new website TOTAL MEDIA BLACKOUT on September 11th, 2009. And he even gives his e-mail adress, should you like to contact him!

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In the future, evrything will work

Also on TOTAL MEDIA BLACKLOUT, there is (or rather was, some days ago) part of the old Schwa archive, including an overview of good old SCHWA PRODUCTS (it was the old Schwa shop – and apparently there will be a new one as well). How awesome is that *gg* (ok I’m white and nerdy. Sue me).


Fake Schwa?

Every now and then, someone will comment on any of the SCHWA articles. People who loved SCHWA and the art of Bill Barker – and still do in most cases. Seeing and sharing this kind of enthusiasm, I still am somewhat furious about the sad attempt to wring money out of SCHWA by this bad excuse of a fake SCHWA store on schwacorporation.com. Being somewhat of a perfectionist in all things SCHWA, I even get mad when I see an imitation of Barker’s SCHWA alien head logo. Whether it’s the eyes that are too big or too small or at the wrong angle or the outline of the head that’s too thick or thin or… WRONG – I … yaaaargh!

So, I’m giving you what little new (original or very-well faked) SCHWA items I was able to find. Njoy! And be sure to send me pics or scans of whatever original SCHWA stuff you still own (at reasonable sizes, please).

Let’s begin with some SCHWAvatars:

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Then, I found some of the wonderful slogans of SCHWA on wikiquote, of which I will present my all-time favorites here:

KEEP REALITY SECRET

LIFE IS MORE FUN IF YOU DON’T TALK

INDIFFERENCE MAKES NO DIFFERENCE

STOP DOMESTICATING YOURSELF

DO MORE NOW

SUPPORT ALIENOLOGY

THERE IS A RATIONAL EXPLANATION FOR EVERYTHING.
THERE IS ALSO AN IRRATIONAL ONE.

WHY DO YOU THINK THEY CALL IT SPACE?

DEFECTIVE! THIS PART OF REALITY IS KNOWN TO BE DEFECTIVE AND SHOULD NOT BE CONSIDERED REAL IN ANY WAY. CONTACT THE SCHWA CORPORATION BEFORE YOU BELIEVE

THE CENTER OF THE UNIVERSE IS BETWEEN YOUR EYES.

THIS COMPUTER HAS BEEN CLEANSED. CONTENTS NOT INCLUDED.

INFINITY IS LIFE’S WAY OF SAYING SLOW DOWN.

NOW IS THE FUTURE YOUR PARENTS WARNED YOU ABOUT.

THERE IS NO FUTURE LIKE THE PRESENT.

THE FUTURES MARKET WILL EVENTUALLY TRADE TIME.

YOU WILL FORGET THIS PREDICTION.

POPULAR MUSIC WILL CHANGE TO THE POINT
WHERE YOU NO LONGER THINK IT IS ANY GOOD.

BY 2020, THE ENTIRE SURFACE OF THE EARTH WILL BE A MOVIE THEATER.

Which, given the rise of mobile cams and youtube, google maps and augmented reality, it already is.

hallucination

If you know anything or have a suggestion or if you have discovered a place with shirts/pics not already shown in this blog, please leave a comment. Feel free to post original or fan-made „SCHWA quotes“ as a comment. And remember:

Don’t follow instructions! NOW!

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THE SCHWA CORPORATION SPONSORS EVERYONE. AND EVERYONE SPONSORS SCHWA.


raben-aas is a licensed schwa operative. but what does that mean?

Minikampagne | VOLLGAS! (2)

Samstag 05.09.09 rabenaas Kommentieren

Was ich ja gar nicht mitgekriegt hatte: Es war zwei Mal ein zweiter Teil von FULL THROTTLE angeplant. Der erste Anlauf hieß FULL THROTTLE: PAYBACK, der zweite Anlauf FULL THROTTLE: HELL ON WHEELS. Beide Anläufe wurden von Lucas Arts leider eingestellt, und da Lucas Arts sich inzwischen gänzlich vom Gebiet der Abenteuerspiele verabschiedet hat sieht es nicht so aus als ob noch jemals ein neuer FULL THROTTLE Teil käme.

Infos zu Aufstieg und Fall von VOLLGAS – FULL THROTTLE findet man übrigens hier.

Und genau dort findet man von einem der Entwickler des FT Nachfolgers PAYBACK die Storyline jenes nie realisierten Teils. Und die ist ebenso wieder in ein Set von Folgeabenteuern umzubauen:

Nach den Ereignissen des ersten Kampagnenteils sind die SCs im Ödland untergetaucht, um den allgegenwärtigen Medienrummel um ihre Person und ihre Rolle bei den Ereignissen – nebst einer vom Gouverneur mit Vehemenz verfolgten Anklage wegen Mordes an Ripburger – zu entgehen.

Nun werden sie von Maureen – inzwischen Chefkonzernerin von Corley Motors – kontaktiert und um Hilfe gebeten.

Corley Motors ist alles andere als ein allmächtiger Konzern, und der Druck auf den einzigen verbliebenen unabhängigen Motorradhersteller des Landes wächst immer weiter. Maureens Pressesprecherin Miranda (eine von ihrem neuen Job etwas gelangweilte Reporterin) hat Informationen aufgetan, wonach der erzkonservative/reaktionäre Gouverneur des die Fabrik umgebenden Megastaates alle alten Highways wegreißen und durch ein neues Streckennetz von Hoverpads ersetzen will, durch welches Fahrten mit den moderneren Hoverfahrzeugen bequemer, schneller, sparsamer, umweltfreundlicher und sicherer werden sollen. Als „Nebeneffekt“ werden alle Truckfahrer arbeitslos, da der Frachtverkehr auf Hoverzüge umgeschichtet werden soll.

Im ersten Abenteuer verwenden die Charaktere ihre Connections zu Bikern und Truckern sowie ihr detektivisches Gespür, um herauszufinden dass der Plan des Gouverneurs Mega-Gewinne für einen bestimmten Konzern bedeutet – nämlich den, der schon im ersten Kampagnenteil Corley Motors aufkaufen und auf Produktion der „bald viel mehr nachgefragten Hover Vans“ umstellen wollte.

Ein Cavefish-Bike

Ein Cavefish-Bike

Im zweiten Abenteuer müssen die Charaktere verschiedene zentrale NSCs von Truckervereinigungen und untereinander verfeindeten Motorradgangs ansprechen, um eine Allianz gegen die Pläne des Gouverneurs zu schmieden. Dabei geraten sie mit der Gang der Cavefish aneinander, die nicht nur jede Zusammenarbeit ablehnen, sondern die Pläne der Allianz an den Gouverneur verkaufen, der dann seinerseits die Cavefish anheuert, um die SCs und Maureen Corley als Symbolfigur der Biker-Bewegung aus dem Weg zu schaffen. Das Abenteuer endet mit einem ersten Attentatsversuch von unbekannt auf Maureen bei einer Kundgebung in einem Biker-Hangout nahe der Fabrik. Bei dem Anschlag sterben einige wichtige Biker-Chefs von Banden, die mit der Gang der SCs eigentlich verfeindet waren, ehe sie sich gerade jetzt durch Maureens Zureden der Allianz anschließen wollten.

Im dritten Teil droht die Allianz zu zerfallen: Die Cavefish verbreiten überall, die Allianz sei nur ein Trick der Gang der SCs gewesen, einige Anführer ihrer Feinde aus dem Weg zu räumen. Die SCs werden während des gesamten Abenteuers gejagt und müssen sehen dass sie ein sicheres Versteck im Ödland erreichen – sollten sie die Nerzfarm von Maureens Onkel probieren (wie von Maureen angeregt), müssen sie feststellen dass dieser tot und in der Farm ein Hinterhalt der Cavefish gelegt wurde (diese haben durch Datenabfrage des Gouverneurs vom Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Nerzfarmer und Maureen erfahren). Schließlich müssen die SCs die Fabrik aufsuchen, da sie draußen nicht mehr sicher sind.

Im vierten Teil versucht Maureen das Steuer herumzureißen. Sie hat mehrere Treffen, einige davon öffentlich, und da sie niemandem mehr trauen kann sind die SCs ihre Bodyguards. Früher oder später können sie einen Anschlag nicht 100% verhindern und Maureen wird schwer verletzt in ein Privathospital abtransportiert.

Im fünften Teil müssen die SCs einsehen, dass sie in die Offensive gehen müssen: Maureens Freundin Miranda regt an, Beweise für die Machenschaften des Gouverneurs zu finden und diesen somit zu stürzen. Nachdem sie im fünften Teil einige Spuren auftun, müssen sie im sechsten Teil in ein Gebäude des Megakonzerns und im siebten Teil in das Kongressgebäude eindringen, um einerseits die Beweise zu bergen und diese zweitens (wieder) in eine laufende Presseansprache des Gouverneurs einzuschleusen.

Mit wenigen Handgriffen sollte sich auch der zweite Kampagnenteil per Scavenger Missionen und anderen Komplikationen entlang des Weges auf zehn Abenteuer ausblasen lassen.

VIEL SPASS MIT EURER CYBERPUNK/SHADOWRUN VOLLGAS KAMPAGNE!