Cyb3rpunk | Altcults & Styles

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Attitude stays everything – dies gilt in der von Marken und Ersatzkulturen beherrschten Welt von 2035+ noch mehr als je zuvor. Jeder cyb3rpunk Charakter wählt einen Cult als seine persönliche Identifikationsbasis. (Er kann sich natürlich auch dazu entschließen, keiner Szene anzugehören).

Jeder Spieler kann selbst bestimmen, wie stark seine Hingabe zu „seiner“ Szene ausgeprägt ist. Diese Hingabe wird in Form eines Rang (= REP innerhalb jener Szene) ausgedrückt und kann am Start 1 bis 3 Punkte betragen. Im Falle, dass der Spieler einen bevorzugten Cult seiner Role wählt, kann der Rang auch bis zur Höhe seiner Spezialfertigkeit betragen. Auf Würfe betreffs Wardrobe & Style des eigenen Cults hat jeder Charakter einen Bonus in Höhe seines Ranges (im Falle dass er auch durch seine Role schon einen Bonus erhält, zählt der jeweils höhere Bonus). Ohne betreffend hohe Skill-Würfe in Wardrobe&Style wird man von jedem Cult nur zu schnell als Outsider identifiziert, dem man nichts zu sagen, aber vielleicht ein paar Kugeln nachzujagen hat.

Adamianer. Verbindung mehrerer traditioneller, orthodoxer Glaubens-Splittergruppen zu einer pro-religiösen, ultrakonservativen Bewegung, hervorgegangen aus einer Mitte der 2020er populär gewordenen, technikfeindlichen Bewegung, die versuchte, alle auf der Bibel bzw. dem abrahamischen Momotheismus fundierenden Religionen in einer neuen „Über-Religion“ zu vereinen. Style: Nach Subcult, oder weitgehender bis völliger Verzicht auf Kunstprodukte und Implantate, Männer meist mit langem Bart und Hut, Frauen mit Haube oder Kopftuch, Kleidung immer alles verhüllend außer Gesicht und Hände. Subcults: Alle heute bekannten monotheistischen religiösen Splittergruppen. Bevorzugte Roles: Keine

Banger. In jüngeren Jahren wieder gewachsene Hardrock- und Heavy-Metal-Szene, die von der Abkehr von Cyberware und Flashstyle Kleidung profitiert. Im Kern unverändert geblieben. Style: American Militech Style Kleidung, Jeans oder Baggie Pants, Patronengürtel, lange Haare. Subcults: Analog heutiger Szene, plus einige Spin-Offs in Richtung Nihilismus und Grinder. Außerdem Nomads (an Stylings der Nomaden der Cyber20ies orientierte Bewegung mit hohem Motorradrocker-Anteil). Bevorzugte Roles: Ganger (Rocker), Rider (Chopper)

Burner. Aus Burning Man Bewegung hervorgegangene, stark von der Nomadenkultur inspirierte, pro-schamanistische Bewegung, die auf der Suche nach neuer Spiritualität ist. Style: Branding-Tribals, Nomad Style. Subcults: Howlers (im fernen Draußen der Ödnis angesiedelte Gruppe, die neue Gemeinden in Geisterstädten bildet), Radiats (Apokalyptische Bewegung, die den „Strahlenden Geist“ (Radioaktivität und andere Energie) anbetet), Malkalyptix (Post-Nihilistische Bewegung mit starkem Nouveau- und Emo-Einschlag, die gerade einige bei Konzernern sehr angesagte Künstler hervorgebracht hat), SINr (Crossover zwischen Burning Man Partybewegung und Hippie-Bewegung, stark auf Sex und Drogen und Musik der Band „Hypoxima Zero“ fokussiert). Bevorzugte Roles: Nomads

Celebs. Ein mehr oder weniger exclusiver Cult für alle, die dem Glamour und schönen Schein huldigen. Es ist jedoch nicht ganz einfach, Teil dieser Szene zu werden. So kann der Rang in dem Cult nicht über dem Wert in Wardrobe & Style und REP liegen. Wer jedoch das nötige Kleingeld besitzt, kann sich natürlich auch entsprechend professionell beraten lassen. Die Szene hat zudem, wie nicht anders zu erwarten, ein sehr breites queeres Spektrum. Style: High Fashion oder zumindest top aktuelle Kleidung, zuweilen aber auch ein besonderer eigener, jedoch nie unmodischer Style. Dazu die angesagtesten Mode Gimmicks, Schmuck, Make Up und Düfte. So gut wie niemals offene Cyberware. Bis auf Ausnahmen gerne Bio- oder Nanoware. Subcults: Bitches/Pimps (Du darfst alles machen und sein solange du vorallem a) Hot b) Sexy und c) Georgeous bist), GlamScouts (auch StyleGods genannt. Sehen sich selbst als Vorreiter des guten Geschmacks, und sind dabei so gefällig und ansehnlich das sie tatsächlich nicht selten einem neuen Trend auf die Sprünge helfen. Wahrscheinlich der Exklusivste Kreis der Szene, der von der Industrie entsprechend heiß umworben wird), Kinkys (Eine Szene die sich an verschiedenen Historischen Idealen orientiert und diese dann neumodisch adaptiert), Andys (Verrückt nach den von Warhole beschriebenen fünf Minuten. Meistens zu sehen im Umfeld von Macht, Bekanntheit und Geld. Sie treten nicht selten in sinnfreien Talk- oder Gameshows auf, oder verdingen sich als Komparsen, GoGos, Pornacts etc.. Ihr Ruf unter den anderen Celebs ist nicht gerade der beste). Bevorzugte Roles: Celebritys, Suits, Medias

CorpCults. Hier vermischen sich asiatische Ansätze der Mitarbeitermotivation mit Huxleys schöner neuer Welt. Als nach dem Steinbrockenkrieg die neue Weltordnung ihren triumphalen Einzug hielt, stellte sich schnell heraus, dass viele Mitarbeiter ernsthafte Identifikationsschwierigkeiten hatten. Was bedeutete es heute noch, Koreaner oder Peruanerin zu sein. Wenig. Mit dem Verlust der nationalen Identität begann sich auch die kulturelle Identität zu verwischen. Glücklicher Weise sahen die neuen IGs diese Situation realistisch und meisterten sie offensiv. Bald hieß es allenthalben: Du bist Avalon!, Du bist Genius! oder Du bist Helios! – eine Kunstkultur wurde geschaffen, die jährlich mit vielen Millionen PR- und Webspots, Events, Fashion Labels und CorpMusic am Leben erhalten wird. Man ging hier um einiges weiter als nur an die Leistungsoberfläche der Mitarbeiter. Das Private ist Corporate! Es wurden nicht nur konzerneigene Kleiderordnungen, Frisuren oder Inneneinrichtungen erdacht. Nein, von jetzt an ging es um mehr. Genaugenommen um alles. Der gesamte Livestyle, das Schönheitsideal, die Moral, die Sexualität, die Freundschaften und Beziehungen, die Kindererziehung und selbstverständlich auch die Gefühle sind nun Corporate. Die Folge sind Mitarbeiter, die Kredite aufnehmen um sich möglichst nah an das konzerneigene Schönheitsideal zu operieren oder sich von ihrem K.I. Psychologen Partnerschaften ab- oder anraten lassen. Der Ausschnitt ist nicht zu tief oder hoch um amoralisch zu sein, die Witze decken sich mit der corporate correctness, das Lachen orientiert sich an dem Status des Gegenübers, Licht und Temperatur entsprechen dem offiziellen Wohlfühl-Index, der Sex ist von allem ungesunden befreit, anhand der Blumen im Fenster ist der berufliche Status ablesbar, eine maß- und massengeschneiderte Spiritualität sorgt für zweifelsfreie Effizienz und jede Individualitat ist durch die In-Labels zur Gänze abgedeckt. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine komplette Kultur, die für Außenstehende (außer Facer) nur schwer nachzuvollziehen ist, und auch hier alle Systemfremden entsprechend schnell entlarvt. Bevorzugte Roles: Konzerner, Suits.

Cyber. Hauptsächlich aus der Club- und E-Musikszene hervorgegangene Bewegung(en) mit mehreren Unterkulten, die z,T. drastisch voneinander abweichende Denkhaltungen besitzen. Allen Cyber gemein ist der Rückgriff auf Modelabels und Stores, die auf ihre jeweilige Szene zugeschnitten sind und oft auch zentrale Distributoren ihrer Musik sind. Jede Cyberbewegung ist zudem stark unterteilt in Hardcore-, Real- und Poser-Anhänger. Style: Nach Subcult. Subcults: Cybergoths (Neogothics, schwarzer Kleidungsstil, nihilistisch-romantische Denkhaltung), Cyberflashs (Tanz- und Spaßszene mit ausgeprägtem Urban Flash Fetisch und Begeisterung für modernste Unterhaltungselektronik aller Art), Cyberpunk (Anhängerschaft der im Prinzip falsch verstandenen „verbotenen“ Rocker-Idole der Cyber20ies, von „echten“ Cyberpunks nur abfällig „Cyberfakes“ genannt), Cyberaves (aus Rivethead, Rave-Szene und EBM hervorgegangene Bewegung ohne das Gothic-Mindset. Kopf teilrasiert, Fokus auf schwere Kampfstiefel (gerne overknee), übergroße Schweißer- oder Pilotenbrillen, Band Shirts und kugelsichere Westen, auch gerne Flak Pants), Ultracybers (in der Basis Cyberivs, aber mit wesentlich stärkerem Fokus auf Cyberware und eine spezielle Musikrichtung namens „Noiz“, deren ultraschnelle Beats und Lautstärke fast nur mit Hilfe von Audio-Implantaten aushaltbar ist). Bevorzugte Roles: Old School Cyberpunk Roles (nur Cyberpunk)

Duster. Durch eine Vielzahl gewalttätiger Actionfilme und Videogames inspirierte, im übrigen nihilistisch geprägte und stark zergliederte Szene mit wenig Berührungspunkten zwischen ihren Anhängern. Style: Langer Duster oder Trenchcoat, oft brachial gepanzert, Faible für Schrotflinten oder überschwere Handfeuerwaffen. Starker eigener Soziolekt mit veralteten Kraftausdrücken. Hoher Anteil an Rauchern und Whiskeytrinkern. Subcults: Noirs (Verbindung aus Dusterbewegung und Film Noir Posern, meist mit deutlich nihilistischem Einschlag), Morgans (ebenfalls eher der Poserbewegung zuzurechnende „Morgan Blackhand“ Fans, vom Rest der Dusterbewegung zutiefst verabscheut). Bevorzugte Roles: Ronin, Rider

Eczo. Ökofaschismus ging aus der Hardline-Bewegung hervor hat sich mit islamiatischen und abrahamistischen Strömungen zu einer extremistisch-veganen Anti-Tabak-, Anti-Alkohol-, Anti-Urbanitäts-Bewegung fortentwickelt. Neu ist hierbei die aktive Aufnahme von Hass auf einzelne Verwender und Sünder gegen die Prinzipien des „Veganen Reiches“ sowie die zunehmende Vereinnahmung eugenischer Gedanken. Style: Kleidung nach strikt veganen Prinzipien, Glatze, Labels mit pro-veganen Sprüchen. Subcults: Verschiedene gemäßigtere oder umgekehrt noch gewalttätigere Gruppen (wie die Eden Bewegung, die zur Erreichung des „Letzten Paradises“ jedes Mittel als geeignet betrachtet inklusive Verwendung moderner Waffen und genetisch geschaffener Krankheitserreger). Bevorzugte Roles: keine

Facer. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Facer außerhalb des Cults gibt. Style: Facer sind verrückt nach sich anpassenden oder verändernden Kleidungs- und Ausrüstungsteilen. Außerdem stehen sie auf jene Massen-Labels, die derart omnipräsent sind, dass man mit ihnen geradezu unsichtbar wird. Auch Automodelle, die als uninspirierte Plagiate zahlloser etablierter Design Features und daher als „gesichtslos“ gelten, üben auf Facer eine große Anziehungskraft aus. Musikalisch stehen Facer hauptsächlich auf Synchropop und Emote sowie auf die Schlüsselband der Bewegung: Phase Dancer. Subcults: White Suits (Subgruppierung, die regelmäßige Meetings in eigenen Räumen abhält und überwiegend Corporate ist. Die White Suits tragen bei diesen Meetings nnur reines Weiß, auch die Räume sind vollständig weiß. Zweck der Treffen sind oft illegale Absprachen des „White Circle“ einer Domain, um Karrierevorteile zu erringen), Patternists (Anhänger der Mandelbaum-Gesellschaft, die sich über numerische Zusammenhänge komplexer Systeme austauscht. Zu erkennen an einem silbernen „Pi“ Zeichen).

Freaks. Sammelbegriff für verschiedene nihilistische Splittergrruppen, die sich in Ekel von Schönheits-Sculpting und den Schönheitsvorgaben der Konzernkultur abwenden und stattdessen Fashion, Implantate und Sculpting zur Selbstverstümmelung verwenden. Style: Vampires, Ripppers, Klauen und andere entstellende oder erschreckende Implantate, Selbstverstümmelung mit Messern oder Brandings, zerrissene oder verschmutzte Kleidung (oft mit Gothic Anleihen). Subcults: Vampires (geschlossene Subkultur, die tatsächlich rein nachtaktiv ist), Rats (im Untergrund und den Kanalsystemen beheimatete Freak Szene), Mansons (Freaks mit übermäßig vielen Klingenimplantaten), Spooks (Stalker, die versuchen Normalos in den Wahnsinn zu treiben, indem sie ihre heile Welt zerstören). Bevorzugte Roles: Keine

Gamer. Mitte der Neunziger entstandene und seitdem wachsende Community von heutzutage vor allem per G3N miteinander verlinkte Spielergemeinschaft. Organisiert in thematischen „Realms“ und kooperativen „Clans“ oder „Tribes“. Oft mit Poser-Anleihen (dressen sich oft in der Uniform ihrer Online Personae). Style: Shirts mit Game-Logos, übergroße V-Goggles, Cargopants und Sneaker, verchromte V-Plugs, Webgear mit verschiedenen Taschen und Ankerungen für Handhelds, Cellphones oder Game Chips. Subcults: Fanzeez (Fantasy Realm Anhänger), V-Champs (Sport Realm Anhänger), VideCom (Virtual Warfare Ream Anhänger). Bevorzugte Roles: Hacks, Teks

Gangsta. Verbindung aus der Gangszene der Nach-2000er und der zu jener Zeit boomenden Rap-Musikszene, die im Laufe der Jahre ihren Wurzeln recht treu geblieben ist. Style: Beste Marken mit Fokus auf Sportlabels, nachträgliches „Pimping“ von Warez und Kleidung durch Edelmetalle und Edelsteine (man zeigt was man hat und beweist damit, dass man hart genug ist es zu behalten). Subcults: Yakuzoku (auf Yakuza-Themen adaptierte Gangsta-Szene mit starken Verbindungen zur Bosozoku-Szene), Mafians (Crossbreed aus Gangsta-Szene und dem klassischen Look italienischer Mafiosi, allerdings „revamped“ auf topaktuelle italienische Modelabels (konzernsupportete Bewegung des Eurotheaters, in den ISA vor allem an der Ostküste etabliert, dort mit Preppy-Einflüssen)), Chav (Fashion Victim oder Gangsta Poser mit Konzernpop-Rap Anhängerschaft). Bevorzugte Roles: Ganger, Meddler, Suits, Ronin, Rider

Genomes. Die Gen-Fanatiker sind eine eugenische Bewegung, die mit Hilfe der modernen Gen- und Bio-Technik den perfekten Menschen in greifbarer Nähe wähnt und selbst Begründer jener neuen „Superrasse“ werden will. Style: Maximal mögliches Sculpting und Dressing für den perfektesten Model- (Menschenideal-) Look, offensive „Detached“ Haltung, mit der auf die Sorgen und Nöte „normaler Menschen“ hinabgesehen wird. Subcults: Spawns (konzentriert auf reine Genetik, sprich: Weitervererbung der besten Gene durch Zucht – damit auch offensiver GEGNER der Bio-/Gen-Tech), Spores (Umrüstung des menschlichen Körpers, um neue Lebennsräume zu erobern (starke Überlappung mit der Tides-Bewegung)), Brainiacs (Hochrüstung des Gehirns, um Supergehirn zu bilden und menschlichen Intellekt auf nächsthöhere Stufe zu heben), Hounds (Suche nach dem perfekten Duft durch Pheromondrüsen-Manipulation), Reaper (Suche nach dem perfekten Krieger und maximaler Aufrüstung des Körpers zur Waffe, OHNE zum Fullborg zu werden), Shepherds (züchten/verändern ANDERE, um perfekte Diener/Gespielinnen etc. zu bekommen) Bevorzugte Roles: Tek (alle), Ronin (nur Reaper), Hacks (nur Brainiacs)

Grinder. Aus der Skatepunk-Bewegung hervorgegangene Szene mit anhaltender Begeisterung für Skatebords, musikalisch/stylisch heute aber von Punk und selbst HipHop entfernt und zu Hassmetal übergegangen. Mit Übergang zu aggressiverer Musik auch Aufnahme von Kampfelementen in Dress und Style. Style: Skate- oder Flyboard, auch In- und Proliner, Teile von Hartschalenrüstung mit Klingen oder Nägeln, nagelbewehrter Bat oder Hockeyschläger. Subcults: Skatepunks (Gemäßigtere und tradierte „Retro“-Szene), Grunger (Grunge-beeinflusste Retro-Skater), Porngrind (medienfabrizierte Skaterbewegung mit extrem pornografischen Texten, dafür politisch inhaltlos), Parkour (geschlossene Runner-Szene innerhalb der Grinder-bewegung). Bevorzugte Roles: Sneaks, Runner

Hacks. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Hacks außerhalb des Cults gibt. Der Hack-Cult geht zwar weiterhin auf den „Hack the Planet“ Idealismus der Aufbruchzeit zurück, hat aber lernen müssen, bescheidener und vor allem gerissener zu sein. Folgerichtig sehen Hacks auch den größten Unterschied zwischen sich und anderen Computerusern (inkl. Netrunnern und Hacks außerrhalb der „Szene“) darin, dass die Hack-Szene ausschließlich aus der Elite, der Crème de la Crème besteht. Folgerichtig gilt es diesen Anspruch auch fortwährend zu Verteidigen, und zwar vor allem durch das Erbeuten, Knacken und Sharen von Daten und Warez. Style: Erkennungszeichen echter Hacks ist die Signatur „404“ (für „File not Found“, bezogen auf die eigene Central Registry). Musikalisch ist die Szene an der Vorderfront der E-Musik, die von der Szene auch zur Weitergabe verschlüsselter Botschaften verwendet wird (z.B. in Form von Schnarzern kurzer Tieftöner-Impulse oder kryptische Textpassagen und „Geräusch“-Effekte). Hacks tragen außerdem Haare und Kleidung so, dass man sehen kann, dass sie keine Interface Plugs haben (Hacks arbeiten nur mit modernen V-Trodes). Cyberaugen und andere umfassende Implantate gelten als „perv“ oder als Zeichen, dass man von einer Corporation „owned“ wurde. Subcults: Avatars (Poser-beeinflusste Bewegung, die sich nach dem Look ihres Online Icons stylt), C#ats (Multikommunikative Chatter/Blogger, die per Augen-, Ohren- und Hirnfeed ständig mit Dutzenden Hacks weltweit reden, unzählige Blogs verfolgen und eine Art „Hive Mind“ bzw. „Blur“-Zustand zu erlangen suchen, in dem sie aus dem rauschen tausender Signale tiefere Botschaften empfangen), Skimmer (Hacks die per G3N Goggles, Augenimplantaten oder Trodes nonstop „on“ sind, sich dabei aber ausschließlich im „iGo“ bewegen, dem von Webnachrichten und Linkpunkten überlagerten Realraum (eine Art Weiterentwicklung von Google Earth).

Hentai. Aus verschiedenen Szenen hervorgegangene Bewegung die versucht, mit als sexuell abnorm bewerteten Handlungen und Stylings zu schockieren und aufzufallen. Style: Verwendung freizügiger oder dem SM-, Latex- oder Gummi-Bereich entlehnter Kleidung, Verwendung von Biosculpting für abnorm übersteigerte Körperveränderrung. Subcults: Shibs (Bondage-Bewegung die nur mit Seilen bekleidet ist oder teilgefesselt das Haus verlässt), Furries (Playbeings und Exotics mit deutlich ausgeprägtem Tier- oder Fellfetisch). Bevorzugte Roles: Keine

in2out. Wörtlich: Two Inputs, Two Outputs. Moderne mediale Interpretation der Gay Community, zu der im Laufe der Jahre immer mehr Randszenen gekommen sind. Somit aktuell eine bunte Durchmischung Homosexueller mit Polyamorösen, Cross Dressern, BDSMlern, Kinkys, Drags, NonGenders, etc. darstellt. Insgesamt kann hier von vielen starken Subcults ausgegangen werden, die eher öffentlich als „großes Ganzes“ wahrgenommen bzw. in bestimmte Schubladen gesteckt werden (und viele Anhänger der Szene bemühen sich nach Kräften, ihrer Schublade gerecht zu werden). Style: Nach Subcult. Subcults: Gaide (von Gay Pride. Konservativ denkende Homosexuellen-Szene, die sich insbesondere von den sozialreformerischen Strömungen von in2out abgrenzen möchte. Eine starke Szene, die auch als etablierte Konsumentenzielgruppe gilt), Esquires (von Especial Queers. Der Name entstand vor allem als Abgrenzung zu Gaide und beschreibt die breite queere Szene. inzwischen reichlich nah am Mainstream ist. Diese Szene ist jedoch noch immer so kommunikativ, selbstverliebt, partysüchtig und zugleich extrem progressiv wie frueher. Queer Studies und Theorie sind angesichts der neuen Konzernkulturen so aktuell wie nie und laufen erneut Sturm gegen jede Form von aufoktruierter Norm, Sexualität und Geschlechtlichkeit. XLacer (Überbegriff für die Lack-, Rubber-, Latex-, Skin-, Bondage-, Spanking-, Toys- und Sportsware-Fetischszenen mit nicht Heterosexuellem Background. Eine Szene mit häufigen Überschneidungen zu anderen Subszenen, die zu großen Teilen gerne von Lace-Drogen Gebrauch macht), Awareness (Radikal Feministische Bewegung zumeist mit weiblichen/lesbischen Supporterinnen die sich der Antisexistischen Aktion widmen . Zu einem nicht geringen Anteil sind die Awareness Anhängerinnen selber Opfer von Vergewaltigung, sexueller/sexualisierter Gewalt oder Missbrauchs gewesen und somit entsprechend engagiert bei der Sache. Ihre Aktionsradi gehen von U-Kreisen für Opfer, über Einschreiten bei Alltagssexismen, bis hin zum gewaltsamen Täterumgang. Grundlage allen Handelns ist die Definitionsmacht der Betroffenen), TGP (Trans Gender People. Eine Szene, die sich mit der sozial vorgegebenen Zweigeschlechtlichkeit nicht abfinden will. In der Soft-Variante nur Crossdresser, in der Mehrzahl aber gehen sie tatsächlich in den körperlichen Transit. Dieser Subcult ist auch für diverse Facer interessant und ist sogar in Teilen indischer Konzerne in die CorpCulture eingegangen) Bevorzugte Roles: Keine

Kawaii. Aus Japan kommende und über Animes exportierter Style, der das „Süße“ bewusst überbetont. Style: schreiende Farben, bunte Perücken mit Plastik-Look, Kuscheltiere. Subcults: Kitties (Hello Kitty Fans), Lolita (Poser-Szene mit eigenen Idolen und Fokus auf Schulmädchen-Look, zuweilen auch in dunkler, persiflierender Form (Kinderwhore Bewegung). Vgl. auch Nouveau). Bevorzugte Roles: Keine

K.I.A. Know-It-Alls nennen sich zuweilen auch „Deities“, H.I.s (Human Intelligence) oder auch Nerds. Diese stark zergliederte Szene hat z.T. große Überschneidungen mit der Gamer Scene, ist aber anders als diese völlig auf das Sammeln und Compilen von weltweiten Infos konzentriert. K.I.A.s verstehen sich als eine Mischung aus modernen Medias und cyberpunkigen Online-Revoluzzern, gelten aber in anderen Szenen eher als langweilige Couch Potatoes, die ihr Leben versurfen. Style: Nach Subcult. Subcults: Agents (auf Matrix-Film basierendes Agent-Dress, tatsächlich oft fähige Info-Broker, die das Web nach „Fake“ Stories abgrasen und „Virals“ (Zeitungsenten, Medienlügen, Urban Legends, inkorrekte Wiki-Einträge) auslöschen), AllTubes (Online Video Junkies mit z.T. Ehrfurcht gebietenden Film- und Feed-Archiven), DP (Deviant Poets, stark Emo-beeinflusste Subszene, die sich der Archivierung und erstellung „künstlerischer“ Innhalte verschrieben hat), HAL2035 (Hostile Alien Lifeform 2035, geschlossene und gejagte „Terror“-Bewegung von Verschwörungstheoretikern), Little Sisters (All Girls Bewegung weiblicher Hacks gegen „Big Brother“, militaristisch-feministisch, mit Kawaii-Einschlägen (schwarze Schuluniformen, rotes Halstuch)), Bloogs (Wort ist Mischform aus Spooks und Bloggern, extrem miteinander vernetzte Bewegung von Vielbloggern (teilweise per V-TRode erstellte direkte Gedanken-Feeds), die zugleich andere Blogs verfolgen, kommentieren, bewerten), EBa$her (radikal antikapitalistische Szene, die gezielt die Reputation von Tradern und Usern durch Negativbewertungen und „Viral Mobbing“ betreibt, um User aus dem Netz zu vergraulen oder bestimmte Konzerne anzugreifen, werden von den Medien als sehr schädliche „Online Graffitti Schmierer“ gelabelt) Bevorzugte Roles: Hacks, Meddler, Facer

Nouveau. Europäisch beeinflusste, „post-bohemian“ Szene, die in vielen der schlechteren Stadtgegenden der ISA am Entstehen ist. Die Szene vereint eine barocke Lust an schönen Dingen mit einer pragmatischen Herangehensweise an Mangelsituationen (wie fehlender Strom). Style: Naturfaserstoffe, Kleidung europäischer Modehäuser mit schönen Details und gewisser Antiquiertheit, mechanische Uhren, dezente oder keine Implantate, Musik nonelektronisch, Faible für handgeschaffene traditionelle Kunst (Gemälde, Gesang, Poetry Slams). Subcults: Shabs (von shabby chic: Unterszene die schöne Kleider mit künstlich „gebrauchtem“ Look oder tatsächliche Vintage-Kleidung trägt), Jianghu (chinesische Bohemian-Spielweise mit Inszenierung eines teilfiktiven früheren China. Heute intellektuell geprägte Subszene mit z.T. aggressivem Obrigkeitsfeindlichkeit und Rückbesinnung auf traditionelle Kampfkünste und Zen-Lehren), Neboho (durch das europäische Topmodel der Nach-2030er Marielle Tabubeau begründeter Fashion Trend, der eine Renaissance von verspielten Fell-Applikationen begründete), Lolita (Poser/Kawaii-Bewegung mit einer deutlich ausgeprägten Subszene in Richtung Nouveau, die durch viktorianische Kinderkleidung geprägt ist (hier auch Überlagerung mit Gothic Bewegung). Bevorzugte Roles: Suits

Poser (Wota). Ursprünglich durch asiatische Comics und Filme inspirierte „Cosplay“ Bewegung, deren Mitglieder sich im Stile ihrer (Anime-)Helden kleiden. Cyberimplantate und Biosculpting haben der Bewegung bis zu den Cyber20ies eine anhaltende Blüte verschafft, die ebenso kontinuierlich seit der Carbonseuche und der mit ihr einhergehenden Cyberskepsis wieder im Abklingen begriffen ist. Heute eher eine Nischenbewegung. Style: Umfassendes Biosculpting und Dressing nach einer Persona aus TV, Net, Game oder Comic. Subcults: Trekkies, Cameko (Poser-Fans/Stalker), Reyazu (strikte Manga-Fans, in den Medien fälschlicher Weise als „Hentais“ diffamiert und auf Porno-Aspekte reduziert), Dolls (Betonung des Artifiziellen/Leblosen), Masques (nehmen sich historische Persönlichkeiten und Zeitperioden als Vorbild), Vickys (Virtual Vicky Poser, oft cross-dresser, noch öfter Prostituierte). Bevorzugte Roles: jede, sofern der betr. Subcult eine Persona verehrt/imitiert, die dieser Role zugeordnet werden kann.

Ronin. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Ronin außerhalb des Cults gibt. Die „Solo-Szene“ sah sich im Nachbeben von Konzernkrieg und Carbonseuche samt aller Cyberparanoia einer umfassenden Anfeindung von allen Seiten ausgesetzt. Ein Druck, der durch die Verschärfung der Waffen-, Cybertech- und Panzerungsgesetze noch wesentlich verstärkt wurde. Während der größte Teil der Solo-Szene schlicht unterging oder in Rehabilitationszentren verschwand, etablierte sich eine eigene Subkultur der „smarten Solos“, die sich nach einem in 2028 populären G3N-Game „Ronin“ nannten (das Game Ronin war eine Art Killer-Spiel, das mit virtuellen Objekten und Fallen in der Realwelt spielte). Style: Keine oder ausschließlich legale Cyberware und leichte Rüstung im „Zivil-Look“. Faible für Kultur und Luxus und Hang zu Intellektualisierung (hohe Popularität von Chips mit Zitaten der Weltliteratur und rarre Chipware mit Aufzwichnungen historischer Schlachten oder dem „Weg des Schwertes“). Subcults: Euros (Elite-Ronin, die sich für etwas Besseres halten und nach traditionell europäischen Idealen leben (Leitbild: James Bond)), Samurai (Anhänger der überlieferten Lehre der mittelalterlichen Samurai, starke Yakuza-Anhängerschaft, verpflichten sich üblicher Weise einem Herren), Kreuzritter (bevorzugen martialische Hartschalenrüstungen und schwere Waffen, folgen einem persönlichen Kodex und geben sich den Nimbus mittelalterlicher Ideale. Überproportional viele Schützer, aber auch „schwarze Ritter“ dabei. Hang zur Selbstinszenierung und Dramatisierung).

Tides. Leute, die sich durch Implantate und/oder Bioanpassungen an ein Leben im Wasser angepasst haben. Style: Offensives Brandishing betreffender Cyber-/Bioware, starkes Aufgreifen von Stilelementen und Materialien aus dem Tauchbereich (z.B. Neopren-Longcoats oder Tauchergoggles). Sind Anhänger einer eigenen Musikrichtung, TideWave, verwandt mit Trance, aber sehr dumpf und tieftonlastig (mit exzellenten Hörreichweiten Unterwasser). Subcults: keine Nennenswerten (Szene ist noch sehr neu und weist in Teilen noch Parallelen zur Surf-Bewegung (Grinder) auf)

Val (von: Valley Girl). Aus der Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ geborene Bewegung, deren Anhänger sich aus den in Medien transportierten Klischees zur US-Landbevölkerung des letzten Jahrhunderts stylen. Wird von manchen als Spin-Off der Poser-Bewegung betrachtet. Style: Starker eigener Soziolekt („Gosh“, „Fer sure“, „Barf me out“, „Totally radical“), Jeans, karierte Hemden oder Röcke. Subcults: Billys (auch: Pettycoats Movement, Verbindung aus der Elvis-Poserbewegung und den Rockabilly Movement), Reddie (Gewalttätige Übersteigerung von Redneck-Klischees), Yogis (Öko-Bewegung), sXe (Straight Edgers in ihrer mittlerweile fünften Generation, mit kaum wahrnehmbaren Dress-Eigenheiten (gewisse Grunge-Anleihen) und solider „Good, clean fun“ Haltung (Ablehnung von Cyber- und Bioware sowie Tabak, Alkohol und Dtogen aller Art). Bevorzugte Roles: Keine

WiSC. Von „Wolf in sheep’s clothing“ – jemand der nach außen hin das perfekte Ideal eines stinknormalen Bürgers lebt (inkl. Job und ggf. Familie), aber nur um vom System nicht beachtet zu werden und somit Freiräume für anders gelagerte (oppositionelle) Interessen zu haben. Style: Konzernmode des Vorjahres, gedeckte Farben. Subcults: Urbanerds (Personen die webgestützte Datenbanken dazu verwenden, den exakten numerischen Durchschnittsbürger zu ermitteln, um sich dann exakt diesem „Über-anzupassen“ und somit die Konzernkultur ironisch zu konterkarrieren). Bevorzugte Role: Facer. Hack

Zazoo. Aus der Fixerbewegung hervorgegangener Style, der stark auf Einflüsse der US-1920er (Zoot Suits) und Post-WWII-Frankreich (Zazous) zurückgreift. Style: Übergroße Jacken oder Longcoats mit vielen (versteckten) Taschen, gepolstere Schultern, auffallende Verwendung von Urban Flash (gerne mit Werbemotiven oder Video Feeds), Präferenz von Karomustern und großen Hüten. Subcults: Dandyswings (Poser die sich an alten Filmen und historischen Vorbildern orientieren), Ejazzix (Fans des extrem gewöhnungsbedürftig klingenden Crossstyles aus EBM und FreeJazz), Swashies (Spielweise unter stärkerer Einbeziehung klassischer (klischeehafter) Piraten- und Zigeunerkleidung, inspiriert durch den 2027er Film „Stargazer“. Bevorzugte Role: Meddler

Zoku. Überwiegend durch asiatische Kultur (Bands, Kultur, Kleidung, Technic, Biosculpting) beeinflusste, in Gangs oder Stämme organisierte Bewegung mit starkem Fokus auf schnelle (modifizierte) Autos und Rennmotorräder und illegale Straßenrennen. Style: Urban Flash Tattoos, hochwertige japanische und koreanische Marken, sichtbare Markenlabels, Manga-Einflüsse, hochklassige Fahrzeuge asiatischer Hersteller. Subcults: Bosozoku (Motorradganger), Dorifutozoku (Drift Racer), Vanningzoku (Van-Gang), Hotarozoku (Raucher Gang), Erekizoku (Cyberware Enthusiasten), Karasuzoku (Gothic Gang) Bevorzugte Roles: Rider, Tek

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