Shadowrun | Ganz Unten (Intro 2)

Dies ist eine Fortsetzung des vorangegangenen Posts. Nachdem die Charaktere im ARCANOA nicht ihren eigentlichen Auftraggeber, sondern nur dessen Boten und einen weiteren, ihnen Unbekannten getroffen haben, holt der Bote einen Chip hervor und schiebt ihn in das Kommlink des Hackers, der den Chipinhalt in der AR für alle öffnet.

STATUS :: 2071-06-22 :: 14:52:34 :: ARCANOVA – FREISEKTOR KREUZBERG – BERLIN

CHIP-PLAY :: Ein Ladebalken baut sich auf. Blinzelt weg. Fenster öffnen sich. Ein Gittermodell eines großen Gebäudeareals, über das die Kamera hinwegfliegt. Ein Fenster in dem Menüpunkte zu weiteren Dateien aufblenden. Das Hauptfenster zoomt auf Vollansicht. Die Fensterumrahmung verschwindet. Aus Blauem Licht entsteht ein 3D Gittermodell, das sich zu einem Oberkörper zusammenbiegt. Wird plastisch. Texturen werden geladen. Eine animierte Persona entsteht. Eine menschliche Hülle aus flirrenden Zahlen, ohne Augen, ohne Mund. Wo beides sein müsste, leuchten die Zeichen auf. Verbinden sich zu komplexen Mustern, aus denen dann, während die Persona spricht, unterstützende Bilder und Grafiken morphen.

„Ich begrüße Sie. Mein Name ist NODE. Sie brauchen von dem hier nichts mitzuschneiden. Diese Aufnahme zerstört sich nicht selbst. Und alle einblendenden Daten sind nachdem Sie angenommen haben über das Menü beliebig anwählbar. Wichtig ist: Duplizieren Sie diesen Chip nicht. Und laden Sie die Daten auf kein anderes Medium. Dieses würde die Daten korrumpieren. Wenn Sie am Ende dieser Aufzeichnung zum Schluss kommen, nicht für meinen Klienten tätig sein zu wollen, geben Sie den Chip einfach an Putin zurück. Willigen Sie ein, wird Putin einen Code eingeben und die Datensperre entfernen, wodurch sie vollen Zugriff erhalten.
Zum Auftrag. Mein Klient interessiert sich für eine Frachtkiste, die 1939 per Flug aus Fernost im Zivilflughafen Tempelhof eintraf und dann in den folgenden Kriegswirren verloren ging. Mein Klient glaubt, die Kiste befindet sich an einer bestimmten Stelle der sehr umfassenden unterirdischen Anlagen des Flughafens, der wie sie wissen im Konzerngebiet von Saeder-Krupp liegt und von SK auch aktiv genutzt wird. Zur Bergung der Kiste werden Sie eine Reihe von Positionsdaten erhalten, anhand derer Sie den vermuteten Standort der Kiste werden erreichen können. Exakte Pläne können leider nur begrenzt verfügbar gemacht werden, vor allem deshalb, weil es zu den unteren Ebenen des historischen Flughafens keine gibt und das Ausmaß der Umbauten durch SK im oberen Bereich unbekannt sind – jedenfalls außerhalb eines gewissen Korridors. Besagter Korridor wiederum ist aber so umfassend dokumentiert, dass es Ihnen keine Probleme bereiten wird, den Zielort zu erreichen. Zur Dokumentation gehören neben exakten Ortsplänen auch Informationen zur Sicherheit im Korridor. Darüber hinaus wird gewährleistet, dass Sie als Teil der in naher Zukunft eingestellten Zeitarbeitskräfte zur Räumung eines Reservelagers auf dem Flughafengelände Zutritt zu diesem erhalten. Ihre Aufgabe besteht also darin, sich anwerben zu lassen und somit als Teil der regulären Zeitarbeitskräfte die Anlage zu infiltrieren. Da diese Infiltrationsoption nur während eines begrenzten Zeitfensters gegeben ist, hat die Operation innerhalb der nächsten 7 Tage abzulaufen. Die Bezahlung umfasst 5.000 Nuyen pro Person, plus einen Teambonus von 100.000 Nuyen im Falle dass das Objekt geborgen und unbeschädigt übergeben werden kann. Diese Summe ist nicht verhandelbar. Ein Vorschuss von 1.000 Nuyen ist möglich. Ein weiterführendes Spesenkonto existiert nicht. Die Anwerbung zusätzlicher Kräfte ist nicht erwünscht. Eine Erstattung von Medizinkosten findet nicht statt. Es ist zudem unbedingt darauf zu achten, sich ausschließlich um die Bergung des Objektes zu kümmern und einen Eingriff in den SK-Betrieb so umfassend wie möglich zu unterlassen. Diebstahl von SK-Eigentum hat zu unterbleiben. Über Erkenntnisse zu SK-Operationen in Tempelhof ist absolutes Stillschweigen zu bewahren, auch nach Abschluss des Auftrages. Diese Operation ist minimalinvasiv.“

Mit diesen Worten blendet die Helligkeit der Gestalt in ein düsteres Blau ab, unterdessen im Bildvordergrund ein Fenster mit blinkendem Cursor aufzappt.

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