Shadowrun | HANJIN Kyorugi

handgun02

Mit der rasanten Ausbreitung der RFID Technologie samt all ihrer Nachteile für die Schattengesellschaft haben vereinzelt Unternehmen und deren Produkte an Bedeutung gewonnen, die – bisher – auf die moderne Chiptechnologie verzichten.

HANJIN ist ein koreanisches Rüstungsunternehmen, das ursprünglich aus dem Werft- und Schiffahrtsbereich kommt. Irgendwann im Laufe der zunehmend gewalttätigen Begegnungen mit Piraten und Wettbewerbern hat HANJIN zunächst vereinzelte Rüstgüter für den Eigenbedarf hergestellt, die esmit der Zeit auch auf den freien (Schatten-)Markt geschafft haben.

Mittlerweile verkauft HANJIN zwar nicht offiziell, aber nicht minder erfolgreich „Bausatzwaffen“. Hierbei handelt es sich wie der Name andeutet um unmontierte Sets aller Bauteile, die dann zu einer kompletten Handfeuerwaffe zusammengesetzt werden können. Die rechtlich auch in Korea vorgeschriebene Kennzeichnung der Waffe erfolgt über einen ID Chip, den aber annähernd 100% der Anwender „vergessen“ einzubauen. Außerdem liegt jedem Set eine Laufreinigungsbürste bei, deren Stahlborsten hart genug sind, um selbst schlimmste Verkrustungen im Lauf zu entfernen – und diesem dabei „rein zufällig“ ein neues Schussprofil zu geben, so dass abgefeuerte Kugeln der Waffe nur fast unmöglich zuzuordnen sind.

Kritik von Seiten der Regierung und dem Megakonzern-Wettbewerb begegnet HANJIN gelassen mit dem Hinweis, dass die Bausets ohnehin nur für den Eigenbedarf der Haustruppen gedacht seien – geradezu tragisch sei es, wie oft solche Sets verschwänden, was eine kontinuierliche Nachlieferung an die Haussoldaten unumgänglich mache.

Und diese Art von Verarsche lassen die sich einfach gefallen?
Colt Hunter

Offenbar. Das Gebaren von HANJIN ist so etwas wie ein „running gag“ der Rüstkonzernbranche. Tatsächlich laufen viele Geschäfte in Asien auf diese Art und Weise. Man nimmt es allgemein gelassen – zudem HANJIN nun wirklich ein Rüstungszwerg ist, kaum der „Reede“ (ha-ha) wert.
Sneak Attaq

Hm. Mir will nicht in den Kopf warum es für mich als Runner sinnvoll sein soll eine hochseltene Waffe zu verwenden, nur weil die keinen RFID hat. Ich meine: Drei Handgriffe, und der ist bei meiner anonymen Ares Massenknarre genauso draußen. Dem gegenüber fällt die bullige Kyorugi echt auf. Und Scheiße versteckbar ist sie dank des aufgesetzten Laser Sights außerdem. Und dann dieses Plastik-Casing. Huh.
Bullpops

Ich mag meine Kyorugi. Weiß nicht warum, aber die erinnert mich an diese Kniften die zur Zeit des Re-Release von BLADE RUNNER 3 in der Tridversion mal kurzfristig „in“ waren. Das waren meine Teen Days. Außerdem – ich bin Troll, und die meisten Pussy Guns liegen mir zu mickrig in der Hand. Bei der Kyorugi haste das Gefühl was zu PACKEN. Und der Preis ist auch unbeatable.
DerKarl

HANJIN Kyorugi Pistole – 5K | PB –1 | HM | RS – | 6(s) | 8E | 300,–

3 thoughts on “Shadowrun | HANJIN Kyorugi

  1. Marvin sagt:

    Mh, man korrigiere mich, wenn ich mich irre (was durchaus möglich ist), aber ich seh da zwei Probleme mit der „Story“ zu der Knarre.
    Zum einen brauchts viel Ressourcen, einen Rüstungsbetrieb aufzubauen und dann auch noch selbst Knarren zu entwickeln – man könnt genauso gut irgendwo billig n’paar Kalashnikov-Äquivalente kaufen. Wenn man in ein neues Geschäftsfeld einsteigt, sind die Ausgaben und Schwierigkeiten grad bei kleineren Cons meist hoch genug, dass man wenn dann auch zusieht, dass man richtig reinkommt, und nicht nur n’bisschen aufm Schwarzmarkt verhökert.
    Zum anderen: Kann man wirklich das Laufprofil einer Waffe ändern mit der beschriebenen Methode, ohne sich recht flott die Züge zu ruinieren?

    Soll kein Genörgel sein, nur ein paar Machbarkeitsgedanken ;-)

  2. rabenaas sagt:

    Der erste Einwand ist berechtigt, kann aber entkräftigt werden. Zum einen lässt der Artikel ja offen, wie der Konzern dabei vorging, einen eigenen Rüstungsbetrieb aufzubauen. Eine Waffe auf Basis bestehender Komponenten neu zu entwickeln ist an sich lächerlich einfach (halbautomatische Pistolen sind weniger komplex als man denken möchte), zum anderen wird der Konzern einfach eine kleinere Waffenschmiede übernommen haben (entweder eine asiatische No-Name Firma die komplette Waffen herstellte, oder eine Firma die Zulieferer eines größeren Waffenherstellers ist).

    Der zweite Einwand bzw. die Frage ist schnell beantwortet: Ja. Mit einer Stahlbürste durch den Lauf zu gehen verändert die charakteristischen Rillen und Spuren auf den abgefeuerten Geschossen. Problematisch würde es erst, wenn man auch die „Laufseelen“ entfernen würde – das sind tiefere Wellen, die das Geschoss in Rotation versetzen, wodurch es sich quasi aus dem Lauf schraubt und im Flug stabiler ist. Die Laufseelen können einem erfahrenen Ballistiker sagen, dass die Kugel aus einer HANJIN Kyorugi gefeuert wurde – aber nicht, welcher genau. Dafür bräuchte es dann die Feinrillen und zufälligen Kratzer in der Laufinnenseite, und diese können per Bürste verändert werden.

    Klar: Wenn Du Deine Kyorugi nach jedem Schuss ausfräst, wirkt sich das irgendwann negativ auf die Schusswigenschaften aus (ich würde schätzen so nach 50–100 x).

  3. Hangman sagt:

    Hanjin hat sich wahrscheinlich ein-zwei Waffenentwickler besorgt.
    Ein paar Desigern und Technischezeichner aus Haus eigenen metalverarbeitenden Betriebem genommen. Dann noch ein paar alte CNC-Pressen, CNC-Fräsen, CNC-Drehbänke, in eine Halle gestellt, dazu ein paar Arbeiter. Und fertig ist eine kleine aber feine Waffenmanufaktur.

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