Shadowrun | Berlin früher: Rein & raus AD2065

// gepostet von TOLSTOI //
Den folgenden Post hab ich aus dem alten KSBnet gerettet – sogar mit den OLDPOSTS der damaligen Kommentatoren. Er schildert das „Rein und Raus“ nach bzw. aus Berlin etwa um das Jahr 2065 herum. Für aktuelle Infos zur Ein- und Ausreise werft einen Blick in den aktuellen Berlin Upload.

Und 8 Jahre altes Zeug postest Du jetzt nochmal warum?
Spatz

Damit alle über den Dummsülz lachen können, den Du vor X Jahren verzapft hast. Ist doch logisch.
DurgaSIN

Das Link zum aktuellen Upload ist broken! Da lande ich auf so ner Konzernseite die mir irgendwas verkaufen will.
Ghostsoap

Ich weiß und sitze mit anderen Leuten schon dran. In der F-Matrix sind mehrerer Hosts down und alles deutet darauf hin dass die alte Anlage im Sperberkiez gewasted wurde. Und eh ihr wieder „Konzernverschwörung“ brüllt: Diesmal sieht es aus, dass Ausschachtungsarbeiten der M-Bahn schlicht ein gutes Dutzend Kabelbäume durchtrennt haben, für die wir erstmal Ersatz schaffen müssen. Bis das angeleiert ist, wird die Helix down sein und mit ihr auch das File. Ich denke mal bis 21. Oktober ist alles wieder oben, Berlin-File inklusive.
Tolstoi

Warum jetzt ausgerechnet am 21. Oktober?
Ghostsoap

Weil heute der 21. September ist, also „in einem Monat“? Solange wird es dauern, den Schaden zu beheben. Ist ja nicht irgendein alter Deskserver, der da mal eben durchgeschmort wäre. Im Keller des alten Continenta Gebäudes stand einer der zentralen Virtuality Server, noch von Fuchi :) Den zu ersetzen wird nicht ganz einfach und vermutlich läuft es auf einen Re-Root hinaus (richtet euch schonmal auf vermehrte Lags in den kommenden 4 Wochen ein – besser ihr ladet nen ressourcenschonenden Avatar und stellt eure VR auf MedRes ein. War halt Pech, dass keiner die Tunnelarbeiten auf dem Schirm hatte).
Tolstoi

Konzernverschwörung?
Spatz

berlinblick.jpg
Berlin 2065. Präsentation der VR-Simulation Berlin++ durch deren Visual Developer Friedrich Lutter (links). Im Hintergrund Visualisierungsstand des zukünftigen Berlin anhand der damals vorliegenden Pläne des Konzernrates: Geradeaus der Fernsehturm, davor die in der Präsentationssekunde gerade in Zeitraffer entstehende Weltkonzernhalle, direkt rechts davon im fernen Hintergrund die geplante neue Europäische Forschungszentrale von CATCo (2065 ein AAA-Megakonzern und Nummer 9 der größten Konzerne der Welt), rechts davon und weiter vorne der Berliner Dom, daneben die geplante Niederlassung von Orbital Dynamix (SK), dazwischen im fernen Hintergrund die geplante größte Berliner Arkologie, die Europazentrale von Novatech. Keines der hier zu sehenden Gebäude wurde tatsächlich gebaut. Aus der VR Berlin++ ging mittelbar die VR Vision Berlin hervor.

Getting There. And Out.

Hi. Ich bin gebeten worden, etwas zum Thema An- und Abreise zu posten. Damit wir uns recht verstehen: Wenn du ein Konzerner bist, steht dir jede An- und Abreise offen. Es geht also hier nicht darum, welcher Bahnhof die schönsten Zierpflanzen oder welche Commuter-Linie die beste Onboard-Trids hat. Sondern nur ganz praktisch für alle „zwielichtigen“ Elemente da draußen, wie man Berlin erreicht – und verlässt.

Mit „zwielichtig“, da meint er uns, oder?
OLDPOST by Spatz

Du bist SO weise.
OLDPOST by Khan

Per Flugzeug

Es existieren in Berlin 4 Flughäfen, über die man sicher und bequem nach Berlin gelangen kann: Tegel, Schönefeld, Tempelhof und der Heliport Gatow.

Daneben existieren noch ne bunte Palette weiterer Liftoff-Punkte. Im Osten beim Volkspark Friedrichshain ist ein Punkt, der regelmäßig von ner Gruppe frei operierender Heli-Piloten angeflogen wird, um schwarz Passagiere ein- oder auszufliegen.
OLDPOST by Spatz

Und nachdem du diese Info hier ins Netz gestellt hast, kannst deinen Arsch drauf verwetten, dass wir den Punkt nicht mehr anfliegen werden, du Riesenplins!
OLDPOST by Bugatti

War VPF nicht auch schon damals im Abdeckungsradius vom Block?
Spatz

Ach iwo. Die waren da noch kräftig damit beschäftigt, die Zwei-Meilen-Zone um die Humboldthöhe niederzuhalten. Hatten die sich auch gewiss leichter vorgestellt – aber wenn die bösen Anarchos aber auch immer wissen, welche Luftkorridore gerade verstärkt überwacht werden … Gott segne unsere Freunde aus dem Untergrund.
Todstefanz

Gemein ist allen vier Flughäfen, dass diese fest in Konzernhand und entsprechend gesichert sind. Tempelhof gehört Saeder-Krupp, Tegel wird betrieben von der Luft- und Stadtverkehrsgesellschaft Berlin (L&S-VGB), Schönefeld wird betrieben von der United Airport Corporation UAC (was faktisch bedeutet dass Schönefeld der Deutschen Treuhand ÖAG gehört) und die HeliCorp ist ein unabhängiges Berliner Unternehmen, das inzwischen auch die Reste der alten Cargolifter-Anlagen übernommen hat, um die seinerzeit gescheiterte Idee auf Basis heutiger Technik neu zu beleben.

Man beachte den feinen Unterschied: Der Mann sagt „wird betrieben von“, nicht „gehört“. Mit Ausnahme von Gatow gehören die Flughäfen exakt zu den Konzernen, von denen ihr denkt, dass diese die Eigentümer sind. Die meisten haben nur eine eigene Betreibergesellschaft gegründet, in aller Regel aus Gründen des internationalen Flugrechts und der Risikoabschirmung gegen verirrte Boden-Luft-Raketen.
OLDPOST by Aleta

In den letzten Monaten und Jahren sind Gatow und die Cargolifter-Anlage durch mehrere Hände gegangen – oder zumindest gab es immer mal Schlagzeilen, dass sie es tun würden – von daher hier mal besser zeitnah die Knoten checken.
OLDPOST by Khan

Stimmt! Ewigkeiten nix mehr von der Cargolifter-Anlage gehört. Muss ich doch glatt mal wieder nen Fly-by machen.
DasFliegendeAuge

Zwei Worte: Lass es.
Laserpointer

Ich unterbiete! Ein Wort: Scheißidee!!
ZyklonB

Berichte von häufigen Flugzeugabstürzen in Berlin sind schlicht unwahr.

Hängt davon ab, was „häufig“ ist, oder? Hummeln, ick hör Euch brummeln!
DasFliegendeAuge

Ich denke es geht eher um die vielbeschworenen Raketenabschüsse von Zivilmaschinen, die es im bösen F-Berlin angeblich fast täglich gab. Weil ja niemand an nem Donnerstagnachmittag ne bessere Idee zur Freizeitbeschäftigung hat, als 100 kapitalistische Konzernsklaven in einem riesigen Block aus Treibstoff und Metall vom Himmel zu holen und damit 300 anarchistische Kiezbürger in der Flugschneise zu erschlagen.
Omskfreund26

Per Bahn

Ob per Transrapid oder ECE: Alle großen deutschen Bahnverkehrsnetze bieten auch Anschlüsse in Berlin. Strecken wie Bahnhöfe werden durch die betreffenden Gesellschaften und – was wenigen bewusst ist – auch durch den Bundesgrenzschutz überwacht und gesichert. Dieser greift auch hart durch, wenn es um die Sicherheit der Bahnverbindungen und um Versuche illegaler Einwanderung in die ADL via die Freistadt Berlin geht: Das Fernbahnnetz gehört der ADL, auch in Berlin!

Nach einigen üblen Terror-Anschlägen auf Bahnstrecken in den letzten paar Jahren ist die Sicherheit der Züge jetzt echt TIGHT und steht der Flughafensicherheit kaum nach.
OLDPOST by Khan

Süß, was man früher so geschrieben hat.
Khan

Per Auto

Nachdem der „Speckgürtel“ Berlins größtenteils eingemeindet wurde (was durchaus nicht unter Begeisterungsrufen der Bevölkerung geschah, im Gegenteil!) rangiert das verbliebene Umland Berlins unter den bevölkerungsärmsten Landstrichen Deutschlands (auf Platz 2 hinter Mecklenburg-Vorpommern). Nur vereinzelt gibt es Klein(st)städte, denen es gelingt mit Tourismus mehr schlecht als recht zu überleben. Der große Rest des Landes gleicht zunehmend einem Land der einsamen Alleen und der Geisterstädte. Von der Anreise per Auto muss generell abgeraten werden. Zwar sind die alten Transitstrecken nach Berlin trotz ihres erbärmlichen Zustandes im Allgemeinen sicher, aber im Falle eines Notfalles ist man sehr auf sich allein gestellt. Und wenn man mit seinem Auto in Berlin angekommen ist, was macht man dann mit ihm? Die meisten Autos von Berlinfremden sind den Berliner Verhältnissen schlicht nicht gewachsen, sind zu neu, zu wenig verbeult, zu attraktiv für Diebstahl und zu empfindlich für die Widrigkeiten von Schlaglöchern, Scherben und Carjackings.

Erneut: Das trifft natürlich vor allem für Leute zu, die bestenfalls Halblegale oder SINlose sind und sich in den Zonen im Osten bewegen wollen. Wer Konzerner ist oder wessen ID in Ordnung ist, kann mit seiner Karrre natürlich in die Konzernzonen fahren, wo sein Auto so sicher oder unsicher ist wie überall sonst auch. Vorsicht: In vielen Konzernzonen im Westen ist ein aktiver Erkennungschip mit dazu passender SIN Pflicht! Und das Sensor- und Verkehrsüberwachungsnetz im „Neuen Westen“ (ALI) ist pfuschneu und SOTA!
OLDPOST by Khan

Per Hover

Eine dritte, meist vergessene Anreisemöglichkeit besteht über die Wasseradern, die nach Berlin führen. Berlin hat mehr Brücken als Venedig, war einmal eine Hansestadt und hatte mehrere sehr Marine-begeisterte Herrscher. Das Erbe dieser Zeit sind sehr gute Wasseranbindungen zu Elbe, Oder und Ostsee – Wasserstraßen, die zunehmend von Hoverfahrern benutzt werden, um Fracht und Passagiere nach Berlin und wieder hinaus zu bringen. Obwohl die meisten Hover jeden beliebigen Punkt in Berlin ansteuern können, endet die Fahrt der meisten am Westhafen, dem zentralen Frachtanlaufpunkt aller Wasserverbindungen, oder am Urbanhafen, wo aber meist nur Passagiere abgesetzt werden. Die Fahrt mit Hover dauert länger als mit Zug oder Flugzeug, ist aber schneller und sicherer als mit dem Auto, und dabei nur geringfügig teurer als der Transrapid. Der zentrale Vorteil der Hover-Reise aber ist, dass Ankunft und Abfahrt nirgendwo zentral verzeichnet werden, da jeder Hoverkapitän – viele davon sind polnische Veteranen der Eurokriege – auf eigene Rechnung arbeitet.

Dem ist heute eigentlich nur hinzuzufügen, dass der Urbanhafen ein scheißgefährliches Pflaster geworden ist, in dem Jugoslawen, Türken und Russen einen erbarmungslosen Krieg um Ankerplätze und Durchfahrtsrechte führen. An und für sich ist der Konflikt totaler Stuss, da das große Geld im OV bestimmt nicht am Urbanhafen liegt – es geht soweit man das von außen mitkriegt mehr um irgendwelche Ehrenhändel und Beleidigungen
Khan

Das ganze ist eine einzige verfickte Kaninchenzüchterscheiße! Ursprünglich hatten die großen Syndikate sich zum Thema Urbanhafen zusammengeschlossen und eine Art Dauerfrieden vereinbart, gemäß dem Motto: Vereinte Stärke, geteilte Gewinne. Aus der Win-Win-Win-Situation wurde dann irgendwann eine Konstellation, bei der irgendeine der drei Parteien ein kleines bisschen mehr Win hatte als die anderen. Der Rest ist Geschichte: Aus Verhandlungen wurden Auseinandesetzungen, aus diesen wurde Streit, und als eines Nachts drei Hover brannten – und auf einem von ihnen das Favgirl von Murad Alkhazim, dem Urbanhafenchef der Wölfe, war der Krieg da.
DerLetzteAutoduellist

Böse Zungen wollen wissen, dass die Anschläge im Urbanhafen von gar keiner der drei Seiten ausgeführt wurden, sondern von Runnern, die im Dienste einer unbekannten vierten Partei standen.
Tolstoi

Konzernverschwörung!
Spatz

3 thoughts on “Shadowrun | Berlin früher: Rein & raus AD2065

  1. C. F. Kathe sagt:

    Friedrich Lutter (auf dem oberen Bild mit der VR-Präsentation) ist ein Mensch, oder soll er ein Zwerg sein?

  2. rabenaas sagt:

    Lutter ist ein Mensch. Freie Berliner Universität Urgestein, und einer der Ersten der sich von den Konzernen hat kaufen lassen (samt seiner Firma „Virtual Magic“, 2064 durch Novatech übernommen).

  3. C. F. Kathe sagt:

    Besten Dank. – Ich übernehme diese Info natürlich für seinen Artikel im Wiki.

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