Blog | Morgen wird geheiratet

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Cyb3rpunk | Fedora

cp-fedora.jpgDie allgemeine Panikmache zu Zeiten der Carbonseuche hat der Exotic-Bewegung das Genick gebrochen. Ausgerottet ist sie aber nicht. Heute weiter denn je davon entfernt, eine Massen-Mode zu werden, gibt es weiterhin die Sehnsucht einiger Leute, sich biotechnisch verschiedene Tiermerkmale anoperieren oder genetisch hervorzüchten zu lassen – und einiger Leute mehr, die bei Bettgeschichten mit diesen wildenn Fabelwesen einen besonderen „Kick“ empfinden.

Fedora gehört zu den Prostituierten der Gegend, die exakt dieses Bedürfnis erfüllen. Und das anders als einige ihrer exotischen Wettbewerberinnen nicht als zischende Schlangen-Domina oder als knopfäugiges Bunny-Being, sondern als echtes „Mäuschen“. Von dessen Charakteristiken Fedora aber bestenfalls die Gewitztheit übernommen hat.

Anders als man erwarten dürfte ist Fedora weder überdreht, noch hektisch, noch „auf dem Sprung“. Vielmehr ist sie eine Kennerin der Straße (und der Klientel), die schon zu viel zerschundene Mädchen gesehen hat, um auf eine elegante Krawatte oder ein falsches Lächeln hereinzufallen.

Fedora ist auschließlich auf eigene Rechnung tätig und wickelt quasi nebenher diverse kleine Gaunereien ab, zu denen neben Taschendiebstahl auch Kontakte zu einem ihrer Klienten gehört, der in einer Behörde mit Zugang zur Zentralregistratur arbeiten soll und ihr SEHR gewogen ist. Wer weiß – wenn sich das Geschäft mit Face-Jobs zu entwickeln beginnt, wird sie am Ende doch noch die Straße hinter sich lassen können.

Der Käse in der Falle duftet schon.

Cyb3rpunk | Suzan Trelaine

cp-suzan.jpgSuzan „Red“ Trelaine ist ein Neuzugang im Revier 404 Newark. Und nicht nur eine verdammt heiße Frau, sondern auch eine verdammt gute Scharfschützin.

Aufgerüstet mit modernster Cyber- und Bioware kann Red aus mehreren Kilometern Entfernung Ziele ausschalten, wofür das überwiegend flach gebaute Newark ihr beste Voraussetzungen bietet.

Ihr spezieller Job bringt sie nahezu zwangsläufig in engeren Kontakt zur AV-Pilotin Orbit, deren Aufgabe darin besteht, Red an ihrem Schusspunkt abzusetzen. Und der liegt in der absoluten Mehrzahl der Fälle auf dem Dach eines der Wolkenkratzer in Downtown Newark – mit perfekt freiem Schussfeld in alle Problembezirke der näheren Region.

Privat ist Red ebenso hart und hardcore-einzelgängerisch, wie man es bei einem Sniper erwarten dürfte. Markenzeichen ist ihre feuerrote Suzuki Boomer Buster Rennmaschine, mit der sie – wie es heißt – außerhalb der Dienstzeiten oft auch im Draußen jenseits der Stadtgrenzen unterwegs ist. Wovor sie aber in die Ödnis der geisterhaften Vorstädte und die leere Weite verstaubter Highways flüchtet, ist niemandem so recht bekannt.

Ebenso wenig, wie der Name des Sponsors, der ihre diversen Körperaufrüstungen bezahlt hat.