Cyb3rpunk | Ronaldo Lucelli

cp-mage.jpgDer hauseigene AV-Pilot des St. Michael’s Klinikzentrums ist ein echter Freak mit reichlich Kampferfahrung, die er sich – wie man hört – im Steinbrockenkrieg geholt haben soll.

Lucelli – Straßenname „Mage“ – ist der Mann, der sein AV sicher inmitten einer „heißen Zone“ zu Boden bringt und auch am Boden stehend noch sauberes Sperrfeuer mitten durch die Lücken von herumeilenden Medics legt. Er ist der Typ, den du ein Rückgratransplantat oder eine frische Niere abholen lässt, wenn der Patient auf deinem Tisch wirklich, wirklich keine Zeit mehr hat.

Oh, und er ist definitiv NICHT der Typ zu dem du dich ins Auto setzen solltest, wenn er dir anbietet, dich zu Hause abzusetzen. Lauf lieber – das ist selbst in Newark sicherer.

Cyb3rpunk | Chief Sinatra

cp-sinatra.jpgDer Chief ist eine lebende Legende: Mehrfach ausgezeichneter SouthAm Veteran. Militech Karrieresoldat. General Manager der Militech Kräfte für OTEC im Ozeankrieg. Wechsel in den IS-Polizeidienst rechtzeitig, bevor der Schattenkrieg in die heiße Phase ging. Und Militech zerschlagen wurde.

Sinatra hat alles gesehen. Den Schmutz des Krieges, die Machtspiele der Megakonzerne, die Carbon-Hysterie, den Aufstieg der Orbitalen. Wenn er etwas skrupelloser wäre, könnte er längst ein gemachter Mann sein. Und in einem Südsee-Habitat seine Konzernmillionen verprassen. Aber Sinatra ist Idealist. Und Patriot. Ein Soldat alter Schule. Und ein Felsen von Kerl, der in seinem Revier keine Schluderei duldet.

Wer wie er Sinatra heißt und im erweiterten New York Dienst tut, muss sich wohl Anspielungen auf „Old Blue Eyes“ Frank Sinatra gefallen lassen. Leider muss der Chief gar nichts – und jedem Cop unter seinem Kommando wird schärfstens eingebläut, auf das eigene Gepfeife und Vor-sich-hin-Gesumme acht zu geben, ehe einmal versehentlich „New York, New York“ durchs Office trällert.

Der Chief hat seine Ohren überall. Seine harte Gangart schmeckt durchaus nicht jedem – „Gute Cops“ schätzen ihn aber wegen seiner verbissene Liebe zur alten, außer Kraft gesetzten Verfassung der USA und seiner unbedingten Loyalität zu seinen Leuten. Oder zumindest denen, die „ihr Nest nicht beschmutzen“.

Cyb3rpunk | Suzan Trelaine

cp-suzan.jpgSuzan „Red“ Trelaine ist ein Neuzugang im Revier 404 Newark. Und nicht nur eine verdammt heiße Frau, sondern auch eine verdammt gute Scharfschützin.

Aufgerüstet mit modernster Cyber- und Bioware kann Red aus mehreren Kilometern Entfernung Ziele ausschalten, wofür das überwiegend flach gebaute Newark ihr beste Voraussetzungen bietet.

Ihr spezieller Job bringt sie nahezu zwangsläufig in engeren Kontakt zur AV-Pilotin Orbit, deren Aufgabe darin besteht, Red an ihrem Schusspunkt abzusetzen. Und der liegt in der absoluten Mehrzahl der Fälle auf dem Dach eines der Wolkenkratzer in Downtown Newark – mit perfekt freiem Schussfeld in alle Problembezirke der näheren Region.

Privat ist Red ebenso hart und hardcore-einzelgängerisch, wie man es bei einem Sniper erwarten dürfte. Markenzeichen ist ihre feuerrote Suzuki Boomer Buster Rennmaschine, mit der sie – wie es heißt – außerhalb der Dienstzeiten oft auch im Draußen jenseits der Stadtgrenzen unterwegs ist. Wovor sie aber in die Ödnis der geisterhaften Vorstädte und die leere Weite verstaubter Highways flüchtet, ist niemandem so recht bekannt.

Ebenso wenig, wie der Name des Sponsors, der ihre diversen Körperaufrüstungen bezahlt hat.

Cyb3rpunk | Myria

cp-myria.jpgMyria ist Ermittlerin beim hiesigen Polizeidepartment. Das bedeutet: Sie ist formell betrachtet kein Cop, sondern Angestellte der Polizeibehörde. Und eine verdammt clevere noch dazu.

Myria kommt mehr oder weniger frisch von der Microtech Academy of Applied Technologies (MA’AT), hat sich aber aus irgendwelchen privaten Gründen dagegen entschlossen, nach erfolgreichem Abschluss in den Microtech-Dienst zu treten.

Das führt natürlich zu dem Problem, dass Myria nun ratenweise ihre Ausbildung bei Micritechs Universität bezahlen muss, die ihr ja nur „in Aussicht auf spätere Anstellung“ vorfinanziert wurde.

Gelegentlich lässt die eher zurückgezogen am Westrand Newarks lebende Computerexpertin und Datenbankermittlerin durchblicken, dass die erforderlichen Zahlungen am absoluten Limit des für sie stemmbaren sind. Und vielleicht sogar darüber liegen.

Cyb3rpunk | Agent Moon

cp-moon.jpgWenn es so etwas wie die böse Seele des örtlichen Polizeireviers gibt, so ist dies LEDiv Special Agent Nathan Moon. Wie viele „Men in Black“ hat Moon die Angewohnheit, zum exakt falschen Zeitpunkt am hundertprozentig falschen Ort aufzutauchen. Und dem jeweils gerade ermittelnden Polizeibeamten den Fall wegzunehmen, da „Regierungsinteressen“ im Raum stehen.

Innerhalb seiner Behörde hat Moon – laut Akte 64 Jahre alt, obgleich er keinen Tag älter als 30 aussieht – einiges an Gewicht, wenngleich längst nicht so viel, wie er gerne hätte.

Warum er von Washington (ehemals D.C., jetzt N.S.C.) nach NNewark versetzt wurde, ist unbekannt. Und Moon ist nicht der Typ, der über seinen Privatkram spricht. Oder mit dem man sich über Privates unterhalten möchte.

Cyb3rpunk | George Meller

cp-meller.jpgWer wie George schon ein paar Jahre als Bulle in Newark zugebracht hat, muss gelernt haben, sich mit der Straße zu arrangieren. Das Diensthandbuch hat bestimmt seine Berechtigung – in Newark bringt es einen auf direktem Weg ins Grab. Jedenfalls dann, wenn man – wie George – eine ganz passable Zielscheibengröße gepaart mit nachlassender körperlicher Fitness hat.

Nicht, dass wir uns missverstehen: George ist ein Cop, und das durchaus mit Überzeugung. Aber nach Abschaffung der Amerikanischen Verfassung und dem Umschreiben vieler Gesetze ist er – wie manche seiner Kollegen – sich zunehmend unklar, ob er noch richtig ist auf der Seite des Gesetzes. Bzw. ob die Seite des Gesetzes möglicher Weise die Falsche ist.

Wäre er jünger, würde er vermutlich irgendwann die Dienstmarke auf den Tisch knallen und gehen. Aber er ist kein Heißsporn mehr (wenn er es je war) und so sucht er eher nach, nun, „Nebeneinkünften“ und anderen Wegen, sich in einer schnell verändernden Welt neu zu orientieren.

Cyb3rpunk | Nick Bannon

cp-bannon.jpgMonroes neuer Partner ist Ire, oder bildet es sich zumindest ein. In jedem Fall hält er das europäische Erbe seiner aus Manhattan stammenden Familie hoch, ist in der Newarker Nouveau Culture aktiv, besucht gerne Galerie-Eröffnungen und verbringt einen nicht unerheblichen Teil seiner Zeit damit, neue Bezugsquellen für „echten“ Whiskey und feine Stoffe aufzutun.

Dass sich Detective „Irish“ Bannon für harten Stoff interessiert, würde man ihm im Polizeirevier kaum übel ansehen. Welchen Aufriss er allerdings um die hehre Trinkkultur – ach, überhaupt alles „Kulturelle“ und Traditionelle – macht, geht einigen im Revier deutlich auf den Zeiger. Vermutlich geht es selbst Monroe nicht anders, aber der muss aus Prinzip ja von seinem neuen Partner wenigstens mehr begeistert sein als sein Ex-Partner Meller von dessen neuem Kollegen.

Gemein ist Bannon und Monroe, dass beide keine überkommunikativen Typen sind. Sie versehen ihre Arbeit – das im übrigen zur völligen Zufriedenheit von Chief Sinatra – und gehen dann getrennter Wege. Bannon in seine Quartier Bohemian, Monroe in sein Fabrikloft nördlich außerhalb von Newark, wo er – wie man hört – alte Karren aus der Zeit vor dem Zusammenbruch sammelt und stückweise restauriert.