Stimmen zum Berlin-Quellenbuch

(Hervorhebungen im Text durch mich)

Hab bisher nur die anarcho-Seite durch (Bücher von hinten anfangen ist cool!) und was ich gesehen habe gefällt mir. besonders die Gebäudekarten – einige sind echt fies verteidigt^^
Lucifer

Ein Berlinbuch. Jedes Mal, als ich davon gelesen habe, musste ich an diese Szene aus Tim Burtons Batman denken („You see what I have to work with here.“). Gut, nun ist es da, und, um bei der Analogie zu bleiben, jetzt ist es Zeit, herauszufinden, ob es ein Grund ist, irre lachend und unter Zerschlagen einer Glühbirne den Raum zu verlassen. Erste Eindrücke: Die Verarbeitung ist gewohnt durchgängig von guter Qualität, Hardcover das recht robust und zudem gut gebunden ist. Angesichts meiner anderen Erfahrungen mit Neuerwerbungen in letzter Zeit (Bonjour, Shadowrun France!) schon mal erfreulich, aber auch etwas was ich bei Pegasus ja schon annehme. Das Buch riecht angenehm, nicht wie manche anderen Produkte (etwa das alte Rigger 3,das bei mir auch nach Jahren noch penetrant wie Klopapier riecht), die Seiten sind griffig und das Papier nicht so dünn dass es sofort einreisst. Der Silberschnitt ist wirklich hübsch. Noch hübscher wäre ja ein Farbband, aber gut, die wird es bis auf Weiteres ja nicht als Standard geben, sehe ich ja auch ein. Optisch fügt es sich trotz Wendecover gut ins Bücherregal ein, wo Pegasus ja einen Einheitlichen Look durchgesetzt hat. Das Wendecover an sich ist erst mal gewöhnungsbedürftig, aber sehr gut in das Konzept des Settings eingebunden. Ich hätte mir allerdings zwei Lesezeichen – vielleicht eins oben und eins unten – gewünscht, aber gut, ich will ja nicht nitpicken. Gewohnte Qualität von Pegasus, die wieder einmal beweisen dass es durchaus möglich ist, Rollenspielbücher zu vermarkten, die sich ncith beim Anblick einer Hand desintegrieren. Amerikaner, von Pegasus lernen heisst Siegen lernen! Eine volle Bewertung des Inhalts kann ich noch nicht schreiben, da ich es noch nicht ganz durch habe, aber mein Eindruck ist: Mehr kann man aus dem was es zu Berlin gibt nicht herausholen. Vor allem der Anarchoteil gefällt mit überraschenderweise gut. Nicht nur, weil er (erfreulich vorsichtig) Retcons betreibt wo das Ursetting allzu hahnebüchen und dümmlich war, sondern auch, weil die Anarchos hier auch mal ihr Fett wegkriegen, und eben nicht ein Setting das, realistisch betrachtet, ein besseres Mogadischu ist, als tollste und freieste Stadt der Welt dargestellt wird. Konzerne wie auch Anarchos haben erhebliche Probleme, Fehler und Fanatiker in ihren Reihen, und auch die ‚Guten‘ haben einen erheblichen Anteil von Arschlöchern. Und dann gibt es tatsächlich Kritiker der Anarchos die nicht nur böse Konzernpropagandisten sind, und mitleiderregende Altanarchisten wie Tolstoi, die einfach nicht einsehen wollen dass sie obsolet sind. Wie schön, das Setting ist erwachsen geworden, und nicht einmal allzu sehr zu Oskar Mazerath. Auch die Beschreibung der alternativen Viertel und der alternativen Lebensweisen ist deutlich stimmiger als bisher – was sich ja früher wahlweise als „irgendwie geht das!“ (DidS) oder „frei und unabhängig wie wir sind lassen wir uns von den Konzernen durchfüttern und meinen wir wohnen nicht im Hotel Mamakon“ (DidS 2) las. Immerhin sind die Autonomen jetzt wirklich autonom, und die Schreiber haben sich offenbar wirklich mal mit anarchistischen und kommunistischen Gesellschaftsentwürfen auseinandergesetzt, und das recht tiefgehend und kritisch und weit über das dumpfe ÖÖÖÖÖ BAMBULÄÄÄÄÄ hinaus das frühere Berlinsettings verströmt haben, insbesondere das aus DidS. Sehr gelungen und sogar nicht unglaubhafter als viele andere SR-Settings. Dass VolksKOMM und die eklektische Musik- und Modeszene Berlins eine Brücke zwishen den Konzernern und Alternativen schlagen, dass es Grenzgängerexistenzen und Doppelleben gibt, gibt dem Setting lange benötigtes Flair jenseits von Munchkin Paradise. Und die Selbstironie der Anarchos in ihrer Stadtkarte ist ebenfalls sehr, sehr amüsant. Sehr lustig ist auch die Idee, kleine Messages auch in dem nach Hintergrund in Berlin ja sehr verbreiteten Türkisch ins Buch zu packen (dass es jetzt eine jihadistische Kampfschrift ist, fand ich ein wenig platt, aber gut, das geht mit dem Setting konform). Nett dass es überhaupt drin ist. Der Konzernteil ist entsprechend, ebenfalls tendenziell, ebenfalls kritisch, aber das waren Betrachtungen der Konzernwelt in SR schon immer. Immerhin wird auch zugegeben dass es Gründe gibt, sich für dieses Leben zu entscheiden, was ja für die Ausarbeitung von NSC sehr hilfrich sein kann. Diesen Teil habe ich noch nicht durch, ebensowenig wie die Viertelbeschreibungen beider Teile, mehr dazu also später. Was mir aber auf jeden Fall sehr, sehr positiv auffällt ist die Liebe zum Detail und die erkennbar große Mühe die sich die Autoren hier gegeben haben. Vor allem das artwork – durchweg oberste Qualität für SR, mir ist kein wirklicher Ausrutscher aufgefallen wie die Kinderzeichnungen im Ghost Cartels, oder die von Matt Groienings Größtem Fan gestalteten Bilder der Metavarianten im SRComp. AAS‘ Bilder kennt man ja schon zu guten Teilen, die anderen brauchen sich aber ebensowenig zu verstecken. Viele nette kleine Details in den Bildern, die zum näher betrachten einladen, gibt es auch. Die Ingame-Werbungen sindsehr schön, sehr witzig und etwas was ich wirklich sehr gerne in weiteren Produkten sehen würde, den amerikanischen eingeschlossen (man kann immer träumen). Die Locations sidn ebenfalls angemessen, nciht zu generisch, aber auch ohne Knaller wie das Gore. Die Gangs geben sich zumindest Mühe, halbwegs plausibel zu sein, die Anarchisten der Sprawlguerilla sind nicht inkompetent, aber auch keine Götter in Schwarz, und generellist das Buch ausgewogen gestaltet. Es liest sich zudem flüssig, die Schreibfehler sind eine seltene Spezies, und der Satz stimmt bisher, soweit ich das sehe, auch überall. Soweit ich das bisher gesehen habe,s ehr gute Arbeit. Das Setting wird vermutlich nie mein Favourit werden, und auch nicht mein Defaultsetting für die ADL – Rhein-Ruhr – ersetzen. Aber immerhin, es ist das erste Berlinsetting, das ich für benutzbar halte, das eine Bereicherung ist und ncihts, worüber man den Mantel des schweigens breitet wie über einen peinlichen Verwandten.
Richter

@Richter FullAck. Ich habe erst wenige Seiten durch (habe den Almanach bis vorgestern erstmal durchgelesen), aber auch nach einem kruzen überfliegen wird schnell klar das das hier einfach nen super Buch ist. Ich hoffe das das RRP Buch nächstes Jahr die selbe Qualität hat (denn das ist immerhin meine Heimat *g*)
Eshmael

Kann mich Richter ebenfalls nur anschließen. Ich habe mir das Buch ursprünglich nur geholt, weil ich es eben im Regal stehen haben wollte, das Berlin-Setting hat mich nie so recht interessiert. Aber die Überarbeitung des Settings, sowohl textlich wie optisch und auch vom Hintergrund her, gefallen mir so gut, das ich plane, meine Gruppe demnächst mal einen Ausflug in die Richtung machen zu lassen. Und ein ungeliebtes Setting in eines zu verwandeln, in dem man gerne einmal spielen möchte, ist eigentlich das größte Lob, das man einem Quellenbuch machen kann. Von daher: gut gemacht, Pegasus, keep up the good work!
Lobster of Steel

Hab meines grade erworben, Nr. 266/1000. Habs noch nicht wirklich gelesen, sondern immer nur ein bissel. Aber das was ich bisher überflogen habe, fand ich gut.
Nuntius

Besonders viel Spaß macht das LEsen wenn man im Hintergrund „Die Skeptiker“ laufen lässt, mir zumindest
CrazyEddie

Übrigens: Die Messeexemplare des Buches waren noch vor Ende der PIEL Messe ausverkauft, laut Chefredaktion wird auch der gesamte Rest der limitierten Erstauflage noch im November ausverkauft sein, wenn die Verkäufe wie bisher weitergehen. Also schnell zugreifen!

Eine „normale“ Ausgabe ohne Wendecover und Silberschnitt wird erst ab Anfang 2011 verfüar sein.

Ebenfalls wichtig: In der MEPHISTO Nummer 50 gibt es ein vollständiges und vollfarbiges Abenteuer im neuen Berlin und außerdem einen Kampagnen- oder Story Arc Ansatz um die Übernahme einer Berliner Logistikfirma.

Frühere Version des Trollbiker-Bildes, damals noch am Wintergarten-Varieté vorbeirasend :)

Zurück von der SPIEL 2010

Als Nachbereitung der sehr arbeitssamen Messe in Essen poste ich hier mal zunächst alles an Skizzen, was ich in Auftrag diverser Besucher des Pegasus Standes angefertigt habe. Danke für die vielen Einsendungen und wer noch Skizzen von mir bekommen hat, möge mir diese gerne senden, damit ich sie hier ergänzen kann!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Was sonstige Messerückblicke angeht, übergebe ich einmal mehr an den viiiiel aktuelleren und schnelleren SirDoom, auf dessen Blog man sowohl ein Bild von der Mitarbeiter-Sicherheitskarte als auch ein Exklusiv-Foto vom Shadowrun Freelancer Meeting findet, das trotz Spontaneität natürlich spielgerecht atmosphärisch im dauernieselnden, leicht toxischen Regen vor einem Schwerlastaufzug stattfand.

Geklaut von SirDooms Blog: Das Freelancer-Meeting im Essener Säureregen.

Ebenfalls geklaut von SirDooms Blog: Signierstunde mit Klaus Scherwinski und dem AAS bei der SPIEL in Essen

AAS bei der SPIEL 2010

Auf der SPIEL Messe in Essen erscheint das Berlin-Quellenbuch, und neben Mitberlinillustrator und Art Legende Klaus Scherwinski gibt sich auch so ne Art Legende *hust*in Gestalt vom Raben-AAS die Ehre, am Pegasus-Stand 6/417 zu signieren, zu meeten und zu greeten. Außerdem werden die Pegasus-Künstler Laura aus dem Siepen und François Launet am Stand erwartet.

Lieblingssignierobjekt von Klaus und mir wird natürlich die limitierte, von vorne und hinten lesbare Ausgabe des Berlinbuches sein – auf die „reguläre“ Ausgabe wird man noch ein paar Tage länger warten müssen. Dem aktuellen Planungsstand nach werde ich am Pegasus Stand Interessierten neben meiner Signatur auf Wunsch auch eine schnell hingeschlud… ähm… eine rasche Skizze ins Buch oder auch auf ein separates Blatt machen, z.B. eine Charakterzeichnung. Wieviel Zeit ich mir dafür nehmen kann hängt vom Andrang am Stand ab, von dem ich ganz offen gesagt nicht die geringste Ahnung habe.

Meine Signierzeiten am Stand sind:

Donnerstag 11.00 –14.00 Uhr und 17.00–19.00 Uhr
Freitag 13.00–17.00 Uhr und
Samstag 11.00–15.00 Uhr

Leute, die mir zum Geburtstag gratulieren (Mittwoch 20.10.2010 – so ein Datum hat man auch nicht alle Tage) werden speziell was Zeichnungen angeht bevorzugt bedient :) Immerhin lasse ich für die Messe meine eigene Geburtstagsparty sausen …

Blog | Shadowrun Interview auf der SPIEL

DORP-TV hat auf der just vergangenen SPIEL in Essen Tobias „Tigger“ Hamelmann, Chef der deutschen Shadowrun-Redaktion, vor Flinte bzw. Mikro und Linse bekommen. Und der plaudert fast 10 Minuten über den Stand der Dinge und vor allem die Neuigkeiten bei Shadowrun, begonnen bei Arsenal und Bodytech über Vernetzt (Unwired) und Emergenz (Emergence) bis hin zu einem neuen Inplay-PDF-Tool (Novapuls) und einer neuen Inplay-Shadowrun Website:

Sollte das Video nicht spielen, einfach [hier] klicken.

Blog | Shadowrun: Die Wiedergeburt

Wir haben Oktober. Und stehen damit wenige Tage vor der SPIEL 2008 in Essen (23. bis 26. Oktober), auf der das neue deutsche SHADOWRUN sich aus der Asche erheben wird (dramatische Musik-Einspielung). Und was für eine Wiedergeburt wird das werden!

Neben dem neuen deutschen ARSENAL inklusive neuem Cover, neuen Innen-Illus, neuer Ausrüstung (ohne überpowerte Spinnereien) und Einsteigerrunden des Teams der AKTION ABENTEUER wartet eine starke PROMO-CD auf die Messebesucher. Und die hat es echt in sich!

Auf der CD befindet sich ein komplettes Shadowrun-Abenteuer mit dem Titel SCHATTENSPIELER inklusive völlig neuer, interaktiver digitaler Handouts, der das Spiel ins Jahr 2070 (und die Materialien ins Jahr 2008) holt – und einem eigens komponierten Inplay-Song, der in dem Abenteuer eine Rolle spielt.

Die Promo-CD soll für eine Schutzgebühr erhältlich sein – ob und wenn ja wie sie nach der Messe zu beziehen sein wird, ist noch nicht bekannt. Man darf gespannt sein!

Blog | Aktion Abenteuer für Shadowrun

Rollenspiele haben ein Nachwuchsproblem. Weil viele Regelwerke sich seit ihren zwar primitiven, dafür aber leicht zu lernenden Anfängen mit den Spielern der ersten Stunde(n) weiterentwickelt haben – und dabei in vielen Fällen Edition für Edition immer weiter verkompliziert wurden. Bis das Erstellen des ersten Charakters nur noch mit den Höllenqualen eines Lohnsteuerjahresausgleichsantrages vergleichbar ist.

Einen erfrischend neuen und vor allem grundrichtigen Weg gehen daher alle Systeme, deren Neuauflagen eine rigorose Entschlackung und Vereinfachung der Regeln beinhalten. D&D gehört ebenso wie Shadowrun mit ihrer jeweiligen neuen, vierten Inkarnation absolut zu diesem neuen Typ Rollenspiel, der endlich auch wieder für ein Neueinsteiger-Publikum interessant ist (obwohl es nach wie vor ein derart einfaches System wie DSA 1 oder D6 bräuchte, um an dünne Anleitungsheftchen gewöhnte Konsolenspieler … aber ich schweife ab).

Neben den Verlagen selbst widmen sich auch einige Initiativen der gezielten Ansprache der „vergessenen Zielgruppe“ der Neueinsteiger. Eine davon ist die Aktion Abenteuer der Blutschwerter, die von „Dr. Spiele“ Skar so erklärt wird:

„Die Aktion Abenteuer ist eine Aktion für Rollenspielneueinsteiger. Ein Flyer mit einer dynamischen Szene wird wird dazu auf breit ausgerichteten Spieleveranstaltungen unter die Leute gebracht. Die Szene vom Flyer kann dann innerhalb von ca. 20-30 Minuten am Stand zuende gespielt werden. Für Cthulhu haben wir so etwas bereits mit Erfolg durchgeführt (Link: Aktion Abenteuer zum Eintrag im RPG-Wiki wechseln). Ich habe diese Aktion für Shadowrun neu angeregt und Pegasus hat sich freundlicher Weise erneut bereit erklärt, die Aktion Abenteuer zu unterstützen. Stattfinden wird die erste Aktion Abenteuer Shadowrun auf der diesjährigen SPIEL in Essen„. (Link zum vollen Beitrag HIER).

Herzstück der diesjährigen Aktion ist wie zuvor der Flyer und die auf ihm dargestellte Einstiegsszene ins Abenteuer, das sofort auf der Messe durchgezockt werden kann. Das Motiv des Flyers stammt (tätää) aus meiner Rabenfeder und ist eines der Shadowrun-Motive, die mich in vergangenen Wochenenden und Nächten beschäftigt hielten. Und das ich – da bereits zuvor schon via Blutschwerter veröffentlicht – auch hier vorstellen darf:

Das Abenteuer basiert alle Aktion Abenteuer Module auf vereinfachten „Light“-Regeln des jeweiligen Spielsystems, die jedem Teilnehmer schnell am Stand zu vermitteln sind und das zentrale Spielgefühl sowie die Grundmechanismen des Spiels dennoch wiedergeben.

Direkt einsteigend bei der gezeigten Szene, ist für das komplette Abenteuer eine ungefähre Laufzeit von 20 Minuten angepeilt, um einer möglichst großen Zahl von Neugierigen ein Hineinschnuppern ins Rollenspiel und in Shadowrun zu ermöglichen.

Eine tolle Idee wie ich finde – und toll, dass sie von Pegasus voll unterstützt wird.