Shadowrun | KNARREN! Ceska Assault MP

Willkommen bei der aktuellen Ausgabe von Knarren! – dem Schattenmagazin für Knarren-Enthusiasten und solche, die sie verhaften wollen. Falls du die vorherigen Teile verpasst hast: Hier findest du KNARREN! Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 und noch viele, viele KNARREN! mehr. Das Bild oben ist nicht von mir, und ich habe leider auch keine Ahnung von wem es ist. Für Hinweise bin ich dankbar.

Ceska mag verschrien sein als das Waffenlabel des kleinen Mannes, aber nicht umsonst hat die Ostblock-Marke treue Fans nicht nur unter Gangmitgliedern, sondern auch unter Söldnern und Schattenläufern. Das heute vorgestellte Ceska Assault MP ist keine Neuentwicklung und hat insofern eigentlich in unserem Waffenmagazin nichts verloren – bei einem jüngst erfolgten Berlin-Besuch unseres Reporters Stonewall jedoch fiel ihm dieser Klassiker zunächst ins Auge und dann in die Hände, weswegen wir uns ihm in einer Retrospektive widmen.

Stonewall mal wieder. Verdamte fuck Retrospektiven. Wer rennt denn noch heute mit solchem Ostblockschrott rum?
Point_Blank_44

Zum Beispiel halb Berlin? Ohne Scheiß: In keiner Stadt wirst Du mehr Ostblock-Militärwaffen finden als da, und eine ganze Reihe Ceska-Waffen gammeln da seit dem Krieg rum. Die Dinger werden zerlegt, repariert, aufgebohrt, liebevoll instand gesetzt, gepflegt, abgesägt, verlängert, mit Sensoren aufgerüstet, glattgefeilt, gefinished, verchromt, mit Bajonetten ausgerüstet, in Koffer eingebaut, an Motorräder angeschraubt … praktisch alles außer zu Fritten serviert.
Silod Sneka

Und warum auch nicht? Ne Wumme ist ne Wumme ist ne Wumme. Ceska Waffen sind No Fuzz und waren es schon immer. Die Dinger sind wie eine Harley zum Ballern: Mit nem Schraubenzieher und etwas Verstand von jedem selbst zu reinigen und zu reparieren, widerstandsfähig, dreckresistent. Halt ne Waffe wie sie sein soll und wie sie Dir auch im Krieg was nutzt, fernab des Lagers, wenn Du Dich tagelang durch den Matsch der Pripjetsümpfe kämpfst (oder halt durch Oberschweineöde nach Sundown).
Bes_Moses

Ist ja schon gut ihr alten Säcke. Dann fightet doch mit euren Museumsstücken. Blas ich euch halt den Arsch weg. Mir doch egal.
Point_Blank_44

Die Ceska Assault MP ist eine robuste und gut verarbeitete Maschinenpistole, die in verschiedenen Varianten seit 2008 auf dem Markt ist. Damit gehört die Reihe zu den am Längsten produzierten Waffenserien, praktisch nur noch übertroffen von den Waffen der AK-Reihe, die ebenfalls aus dem Osten kommt. Im Design straightforward und ohne Schnörkel gebaut, wirkt die Assault MP auf den ersten Blick reichlich groß, ist aber dabei sehr handlich und hat ein angenehm geringes Gewicht. Schraubt man sie auf, entdeckt man sofort den Vorteil fehlender Miniaturisierung: Alle beweglichen Teile der rein mechanischen Waffe sind gut erreichbar und leicht zu zerlegen, was die Waffe zu dem Äquivalent einer Do-it-yourself MP für Bastler macht. In der Performance hat die Waffe schon ob ihres Alters natürlich leichte Nachteile gegenüber modernen und elektronisch aufgerüsteten Waffen – dafür aber ist die Ceska weltweit für geringes Geld verfügbar und tatsächlich so verbreitet, dass sie als fast schon anonyme Waffe gelten muss.

Ceska Assault MP Automatikpistole – 4K | PB – | SM/AM | RK 0 (1 mit Schulterstütze) | 36(s) | 7E (in Berlin 5) | 320,–

Die Waffe verfügt serienmäßig über einen Unterlauf-Granatwerfer für Minigranaten. Würfe zum Reparieren oder Modifizieren dieser Waffe sind um 1 erleichtert, sofern die Modifikation mechanischer Natur ist (z.B. Laufverlängerung, Blockade entfernen, Austausch der Griffschalen etc.). Elektronische Modifikationen (z.B. Anbau eines Smart Systems) sind um 1 erschwert.

Das Letzte: Rabenpicks 2009

Der letzte Blogpost im Jahr: Die beste Gelegenheit, auf 2009 zurückzublicken und nochmal auf die besten Artikel des Jahres („Director’s Choice Awards“) hinzuweisen:

Best of January: Das Vi3 Vampire Live Regelwerk

Auch wenn es sich dabei „nur“ um die Betaversion handelte (die finale Vi3 Version wurde zum Mai 2009 fertiggestellt und befindet sich seitdem bei MIDNIGHT DANCE – Vampire: Requiem LARP in Berlin im Einsatz) war der Sprung vom bisherigen ViE (Verdammt in Ewigkeit) Regelwerk Version zur „Third Edition“ der größte Quantensprung der von mir geschrieben Live-Regelwerke (und believe me: seit Start von MIDNIGHT DANCE im November 1993 habe ich EINIGE Regelwerke geschrieben).

Randnotiz: Innerhalb von 2009 hat selbst White Wolf Interesse an den Regeln bekundet. Sobald ich die Zeit und Muße habe, sie zu übersetzen (ha-ha) könnte es auch endlich mal bei MET einen Quantensprung geben. Gebrauchen könnte es WWs LARP-Regelwerk in jedem Fall…

Best of February: Hardwired

Und wieder setzt sich ein Exot unter den Artikeln durch, diesmal sogar gegen zwei meiner Lieblingsdesigns für neue SHADOWRUN Waffen (die stylische und dabei horrend unpraktische ARES Maschinenpistole im Armbrustdesign und die ebenso stylische und nicht minder unpraktische SAEDER-KRUPP Klingenpistole).

Im Hardwired Artikel nehme ich sowohl den exzellenten Roman von Walter Jon Williams als auch das zugehörige Setting Book für CYBERPUNK 2020 unter die Lupe – und finde z.T. Erstaunliches. Obwohl, bei genauerem Hinsehen ist die eigentliche „Sensation“ im Februar der Artikel über reale Weltuntergangspanik – und welche Hilfe Armaggeddon-Survivor bei Amazon und anderen Online Shops für „the Time After“ finden.

Best of March: 20 Jahre SHADOWRUN

Gut. Angesichts des Umstandes dass ich es im März nur geschafft habe einen einzigen Artikel zu schreiben ist die Nominierung nicht sehr überraschend. Aber  wenigstens war er schon damals ein Vorwand, eine meiner Lieblingsanimationen wieder mal zu posten.

Best of April: CYBERPUNK AFTERSHOCKS

Das größte Event im April war mit Sicherheit, dass ich meine Cyb3rpunk Kampagne einstampfte, um stattdessen auf ein „klassisches“ CP2020 Spiel im Night City des Jahres 2025 auf Onenighter-Basis umzusteigen. Zwar würde ich lügen wenn ich behauptete 2009 auch nur HALB so viel Cyberpunk gezockt zu haben wie ich gewollt hätte, aber die AFTERSHOCKS Reihe gibt mir zumindest die CHANCE, auf Spontannbasis mal CP zu zocken.

Schöner geschrieben als der oben verlinkte Artikel ist natürlich die Ministory DEFRAGMENTIERUNG und der Introtext zum ersten Abenteuer, ERSTKONTAKT.

Das Raben-AAS heiratet!

Am 23. Mai (ja, ihr Verschwörungstheoretiker, ihr habt das Datum richtig gelesen, und nein, wir haben es NICHT bewusst ausgesucht) heirate Andreas seine Jutta, und das zog eine Blogpause von Mitte Mai bis Mitte Juli nach sich – weswegen es aus der Zeit auch keine „Best of“ Artikel gibt.

Best of July: D&D 4E Ghoul Fleshhunter

Obwohl mir schon im Sommer erste Zweifel an D&D 4E kamen – die übrigens anhalten und 2010 eventuell zu einem Umstieg auf Pathfinder führen könnten – habe ich just im Juli mein erstes 4E Monster geschaffen. Nur so, als Test, um zu sehen wie es geht und wie die Regeln zum Bauen von Monstern funktionieren. Getroffen hat meine Gruppe diese Monstrosität zwar noch nicht, aber wer weiß…

Der zweifellos WICHTIGSTE Artikel im Juli war übrigens das Posten des deutschen Charakterbogens für D&D 4E – das sagen jedenfalls meine Hitstatistiken.

Best of August: Schluchtenstadt D6 & VOLLGAS Minikampagne

Jaa, tut mir leid. Aber der August war ein toller Monat. Und ich konnte mich nicht zwischen Schluchtenstadt und Vollgas entscheiden: Das eine ist – immerhin – ein komplettes Dieselpunk Rollenspiel. Das andere eine einfach … abgefahrene Idee die ich hatte, und das vor allem deshalb weil sie so irre naheliegend ist (und ich diese Kampagne echt gern spielen würde – als SPIELER). Von daher: Zwei beste Artikel. Deal with it.

Best of September: 09.09.09 SCHWA TIME

Ja, ich liebe das Design der Nike Fashion Gun und ja, ich bin mir bewusst dass es auf rsp-blogs.de Negativbewertungen hagelt sobald ich etwas über Schwa schreibe, aber das ist mir fuckegal – it’s MY blog. Im August/September ging für mich eine jahrelange Jagd zu Ende, wurde eines der größten Rätsel gelöst: Was zur Hölle wurde aus Bill Barker, dem genialen Designer kryptischer Alien-T-Shirts in den Neunzigern.

Zugegeben: Das hat nicht das geringste mit Rollenspiel zu tun. Höchstens mit Geek sein. Aber ich stehe nunmal auf „T-Shirts with a message“ – O Hell yes, und wie ich auf witzige Shirts stehe! –, und dass ich darauf stehe verdanke ich The Schwa Corporation. Thanks, Bill!

(Wo immer er jetzt schon wieder hin ist – die im September gestartete Website Total Media Blackout ist schon wieder off, auch die andere Schwa Seite ist weg – dafür habe ich diese gefunden, bin mir aber nicht sicher ob die von Bill bzw. von ihm abgesegnet ist oder überhaupt mit ihm zu tun hat).

Best of October: Weltbeschreibung JENGHE (Traveller)

Und wir bleiben im Weltall! Trotzdem es die Einführung der CYBERPUNK 2020 Fight Cards inklusive Veröffentlichung des ersten Kartensatzes: ARASAKA Police ebenso verdient hätte, zum Top-Post des Monats bestimmt zu werden, macht ultimativ die Rückkehr von TRAVELLER und die Weltbeschreibung von Jenghe (wo die Charaktere gerade starteten) das Rennen.

Best of November: SL Tipp für spontane NSC-Beschreibungen

Kurz vor Jahresschluss nochmal ein saftiger SL-Tipp, der einmal mehr auf einer fürchterlich einfachen Idee beruht. Und genau deshalb auch am Spieltisch funktioniert.

Best of December: Energieverlust durch Untote bei D&D

Man könnte zwar sagen: Wenn es etwas gibt, wovon es 2009 zu wenig gab, dann 36 Dinge Listen für Shadowrun. Trotzdem macht nicht die Songliste den besten Platz im Dezember, sondern die alternativen Regeln für bzw. anstelle von Stufenverlust durch Angriffe von Untoten bei D&D „Prä 4E“.

Und wer sich – ganz am Ende – fragt, was die 10 meistgelesenen Artikel der Rabenwelten 2009 waren, dem verrate ich das gerne:

Title Views
Moonlight | Alles über die 2. Staffel 8,801 More stats
Shadowrun 6,796 More stats
Shadowrun | KNARREN! 3,281 More stats
D&D 4E Charakterbogen deutsch 3,122 More stats
Art of AAS 1,809 More stats
Shadowrun | KNARREN! 2 1,554 More stats
Shadowrun | Abenteuer: Chipped! 1,273 More stats
Shadowrun | Der Lohn der Angst 1,051 More stats
Shadowrun | KNARREN! 4 994 More stats
Shadowrun | Karren (6) SPEZIAL 876 More stats

Und die 20 häufigsten Suchbegriffe 2009, die Leute hierher führten?

Search Views
moonlight staffel 2 2,049
moonlight serie 752
shadowrun 732
d&d charakterbogen 602
rabenwelten 531
dieselpunk 366
moonlight fortsetzung 365
moonlight 2. staffel 315
shadowrun waffen 307
moonlight 2 staffel 275
pistole 264
shadowrun abenteuer 245
d&d 4 charakterbogen 240
moonlight staffel 2 in deutschland 213
moonlight die serie 154
raben 151
sturmgewehr 146
raben aas 146
shadowrun berlin 139
serious games berlin 130

Shadowrun | SK Dragunov EX-10

dragunov

Willkommen bei der aktuellen Ausgabe von Knarren! – dem Schattenmagazin für Knarren-Enthusiasten und solche, die sie verhaften wollen. Falls du die vorherigen Teile verpasst hast: Hier findest du KNARREN! Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 und noch viele, viele KNARREN! mehr. Das Bild oben ist nicht von mir, sondern von McDougle.

Nachdem der russische Waffenhersteller Dragunov in den 2030ern von Saeder-Krupp aufgekauft wurde, arbeitete ein Team von Forschern unerbittlich daran, deren führende Scharfschützenwaffe an moderne Standards anzupassen. Die ersten Versuche scheiterten, da das neue Modell einfach nicht mit den Konkurrenzmodellen mithalten konnte, sodass das Projekt bis in die späten 60er eingestellt werden musste. Zu diesem Zeitpunkt jedoch beschloss Saeder-Krupp erneut, den legendären Namen wieder ins Leben zu rufen. Es war ein voller Erfolg.

Der neueste Schützling der Saeder-Krupp Waffenwerke ist die SK Dragunov EX-10, das „Ex“ steht hierbei für „Extermination“, das tödlichste Scharfschützengewehr auf dem Markt. Es kommt mit einem Smartgun-System, auf Wunsch mit eingebauter KI für 1.000 Euro extra, einem Bipod und eingebautem Rückstosskompensator. Die seltene Collector’s Edition(250 mal hergestellt) enthält zusätlich noch einen komfortablen Tragekoffer und eine Mütze im Stil des russischen Militärs aus dem zweiten Weltkrieg.

Hab mir das Baby 2 Wochen besorgen können, bevor es offiziell auf den Markt kam(Kontakte muss man haben ;) ). Ich kann euch nur sagen, das Ding is nicht nur zum Tontauben schiessen geeignet!
Siegfried_Jäger

Eingebaute KI für 1.000 Euro. Na klar. Und die Kinder bringt der Papst.
DrainBad

Der wer?!
Papa Pagan

Der Begriff „KI“ unterliegt keinem Marken- oder Warenrecht. Mit anderen Worten: Was den Begriff „KI“ tragen darf, ist sehr weit dehnbar. Hey, auch Dein AR-Boy Game „AR Missile Madness“ wirbt mit „Gegnern mit echter KI“. Und das kostet im Download grade mal ZWEI Euro. Soweit ich die Dragunov überschaue, ist deren „KI“ nix anderes als ein Expertensystem mit nettem AR Feature, dessen größter Nutzen für einen Jäger darin besteht Dir mitzuteilen wieviel Euro Du dafür ablatzen darfst grade eine geschützte Critterart abgeballert zu haben.
Elmour

SK Dragunov EX-10 Scharfschützengewehr – 9K | PB -4 | HM | RK (2) | 12(m) | 15V | 9.000,–

[Anmerkung: Die Waffe plus Beschreibung (außer die letzten drei Posts oben) wurden durch McDougle konzipiert und an mich geschickt. Im Original hat die Waffe einen Schaden von 10K – das aber widerspricht der Rabenwelten-Philosophie, dass hier keine „Uberwaffen“ präsentiert werden sollen, sondern nur solche die sich mit den SR4 Regeln plus Arsenal decken. Da der Schaden jetzt „nur“ 9K ist, wurde auch der Preis der Waffe (im Original 12.000,– angepasst und ihr ein Punkt Extra-Rückstoßkompensation geschenkt (im Original (1)). Danke für die Einsendung!]

Shadowrun | KNARREN! 6

KNARREN! Nummer 6 ist da (siehe auch Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5). Wieder geht es um eine Neuvorstellung, diesmal aber was Illustration ebenso wie die Idee angeht aus der Feder von Robert (Biometal79). Die Werte, die sich Robert für die Waffe ausgedacht hat, könnt ihr in der Vergrößerung unter der Waffe gelistet sehen (ich nehme an, diese beziehen sich auf die 3. Edition). Die nachfolgende Beschreibung hier ist zwar an Roberts Idee angelehnt, aber „neu“ und von mir.

Vor einigen Jahren entwickelte Saeder-Krupp den Prototyp einer Infanteriewaffe nach dem Prinzip der Railgun (Schienenkanone). Wie andere Entwickler davor, hatte SK bei der Entwicklung mit dem enormen Energiebedarf der Waffe zu kämpfen, die beim Feuern kurzfristig eine Energie von 1 Gigawatt benötigt – und eine entsprechend lange Aufladezeit erfordert.

Im Laufe der vergangenen Jahre sind verschiedene Railgun-Modelle unterschiedlicher Hersteller auf dem Markt und auf dem Schlachtfeld aufgetaucht, meist blieb der Einsatz aber dem Antifahrzeug-Einsatz oder Spezialeinheiten vorbehalten.

Inzwischen kann man – die richtigen Verbindungen vorausgesetzt – die aus dem SK Prototyp hervorgegange Railgun vom Typ AEscher tatsächlich erwerben – wenngleich natürlich nur über den Schwarzmarkt, oder indem man sie den toten Fingern eines SK-Scharfschützen entwendet.

SK AEscher Panzerkanone (Railgun, Schwere Waffe) – 10K | PB -4 | EM | RK (1) | 10(s)+Energie | 25V | 18.500,–

Anmerkungen: Die Waffe muss vor dem ersten Abschießen „Warmlaufen“, was mindestens 10 Minuten dauert. Trotz passabler Isolierung wird das Ding sehr warm und ist damit gut zu erfassen (sollte also im Einsatz besser von etwas Zusätzlichem abgedeckt/getarnt werden). Die Schussreichweite der Waffe ist zwar enorm – sie kann mehrere Kilometer weit schießen – das nützt dem Schützen aber im Extrembereich wenig, da das Projektil im Flug zuvielen Variablen (Seitenwinde, Trudelbewegung etc.) ausgesetzt ist. Das Geschoss fliegt mit Überschallgeschwindigkeit, es trifft also ein, ehe der Knall ertönt. Allerdings verursacht der Schuss eine deutlich wahrnehmbare Flammenwolke, die dadurch entsteht, dass sich hinter dem Geschoss die Luft entzündet bzw. feinste Abriebteilchen buchstäblich zu nichts verglühen:

Der Schütze sollte dringend eine Blitzkompensation und einen Gehörschutz haben – der Knall mag spät kommen, aber er ist GEWALTIG. Entgegen dem was man ggf. denkt entsteht trotz der enormen Feuerbildung und des verheerenden Schadens so gut wie kein Rückstoß, da das Geschoss eben NICHT durch eine Sprengwirkung, sondern durch elektromagnetische Kräfte beschleunigt wird.
SK hofft, innerhalb der nächsten 10 Jahre die Energieleistung der Waffe soweit zu verbessern, dass mehr Schaden und eine höhere Präzision, vor allem aber eine verbesserte Feuerfrequenz erzielt werden können. Einstweilen findet die Waffe wenn dann als „Erstschlagswaffe“ Verwendung, wenn ein gepanzertes Ziel auf größere Entferrnung ausgelöscht werden soll.
Die Waffe wiegt 10 Kilo.

Shadowrun | KNARREN! 5

KNARREN! geht in die 5. Runde (siehe auch Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4), dieses Mal wieder mit einer Neuvorstellung. Die Illustration dafür liefert Deviant Art Künstler Jim Svanberg (siehe auch seine Portfolio-Website), der das Waffendesign eigentlich für ein Arena-Style Videospiel gedacht hat).

Orks sind auch Menschen. Aber dennoch bewegen sie nach wie vor die Fantasie. Provozieren Bilder. Wecken Erwartungen. Was vielen Ork-Aktivisten zutiefst verhasst ist, macht selbst vor der Ork-Community nicht halt: Viele Orks nehmen das aus dem Bereich der Mythen und Legenden, mehr aber noch der Fantasy-Fiction und der Pop Art gewachsene „Bild“ des Orks und spielen mit den damit einhergehenden Stilen und Elementen.

Im Jahr 2071 existiert eine kleine Auswahl von Waffen- und Klingenherstellern, die sich fest im Markt der „Ork Waffen“ eingenistet haben. Während über die Jahre hinweg mittelalterlich anmutende „Ork-Schwerter“ das Höchste der Gefühle waren, haben spätestens seit dem unerwarteten Publikumserfolg der „Warhammer 40K“ Trid-Serie auch Hersteller von Feuerwaffen zumindest testweise „auf Ork gestylte“ Waffen im Angebot (meist aber als Nachrüstsatz).

Unter den Anbietern spezialisierter „modischer“ Waffen ist nun mit Orkhan ein Label entstanden, dass es innerhalb kurzer Zeit zumindest in Deutschland zu einiger Bekanntheit gebracht hat. Hervorgegangen aus einer tschechischen Klingenmanufaktur, die von einem bulgarischen Waffenschmiede aufgekauft wurde und dann bankrott ging, um sich 2067 als Orkhan neu zu gründen, hat das junge Label mit geschicktem Marketing und überzeugender Qualität einen festen, aber noch immer kleinen Kundenstamm.

Die Leute bei Orkhan betrachten sich selbst als „Überzeugungstäter“: Über 90% der Mitarbeiter sind Metamenschen, die meisten hiervon natürlich Orks, und der Vertrieb der in geringer Stückzahl produzierten, vom Wettbewerb als „minderwertige Produkte aus einer Fan-Schmiede“ deklassierten Waffen erfolgt überwiegend auf Messen und Waffen-Conventions oder per Web.

Die drei Hauptprodukte im Portfolio des Herstellers sind dabei seit Jahren unverändert das Orakhai Kampfschwert, die Orakhar Schwere Pistole und das Orakhon Sturmgewehr. Als Besonderheit speziell der Schusswaffen ist die im Vergleich zu Waffen desselben Typs erhöhte Größe zu nennen, die sowohl die im Schnitt höhere Stärke der Orks als auch deren oft größere Hände berücksichtigt (weswegen Orkhan Waffen auch bei Trollen beliebt sind).

Als nachteilig wird der durch die geringe Fertigungszahl bedingte Preis und eine den Waffen nachgesagte Unzuverlässigkeit betrachtet. Allerdings hat Orkhan schon aus rassischen Gründen eine extrem loyale Fanbase, die nichts auf „ihr“ Label kommen lassen. Völlig egal, was Norm-Medien oder Norm-Hersteller reden.

Orakhai Schwert (ohne Abb.) – RW 2 | (STR:2+3)K | PB – | 10E | 900,–

Orakhar Schwere Pistole – 7K(f) | PB +2 | HM | RS – | 10(m) | 8E | 750,–

Orakhon Sturmgewehr – 7K | PB -1 | HM/SM/AM | RK (1) | 40(s) | 10E | 2.500,–
– Unterlauf-Granatwerfer – Granate | PB – | EM | RK – | 8(s)

Shadowrun | KNARREN!

Ich bin einer von denen, die bei der Wahl der Wumme für ihren Charakter (inklusive chefiger Gegner) zunächst mal darauf achten, wie eine Waffe aussieht. Umso mehr freut es mich, bei meinen Streifzügen über die Deviant Art Website über Robert aka Biometal79 gestolpert zu sein, der netter Weise gleich mehrere Sammlungen cooler Shadowrun-Wummen wirklich sehr stylish illustriert und coloriert hat:

In dieser ersten Sammlung sind zu sehen:

1) Cavalier Scout (Halbautomatische Hold-Out-Pistole)
2) Walther Palm Pistol (Doppelläufige Hold-Out-Pistole)
3) Derringer (Doppelläufige Hold-Out-Pistole)
4) Reacor Sting (Hold-Out-„Spritzpistole“)
5/6) Glock 38C/Contura („Modische“ leichte Pistolen)
7) Ares Light Fire 70 (Super-leichte Halbautomatik)
8 Beretta 101-T (Leichte Pistole)
9) Colt Manhunter (Schwere Pistole mit Laser) – 5K | PB -1 | HM | RS – | 16(s) | 4E | 300,–
10) Savalette Guardian (Schwere Pistole)
11) Ares Predator (Schwere Pistole)
12) Ares Predator II (Schwere Pistole mit Smartlink)
13) Ruger Super Warhawk (Schwerer Revolver) – 6K | PB -2 | EM | RS – | 6(tr) | 3E | 250,–
14) Ceska Black Scorpion (Automatikpistole) – 4K | PB – | HM/SM | RS (1) | 35(s) | 8E | 550,–
15) Ares Crusader (Automatikpistole)
16) Ingram Smartgun (MP mit Smartlink) – 5K | PB – | SM/AM | RK 2(3) | 32(s) | 6E | 650,–
17) HK 225 TX (MP mit Lasermarkierer)
18) Winchester Witwenmacher (abgesägte Schrotflinte)
19) Remington Roomsweeper (Schwere Pistole) – 5K | PB -1 | HM | RS – | 8(m) | 6E | 250,–
20) Savalette Penetrator (großkalibrige, panzerbrechende Waffe für den Häuserkampf)
21) HK 227-S (schallgedämpfte MP mit Lasermarkierer)
22) HK 227 (rückstoßgedämpfte MP mit Lasermarkierer)

Die Werte derjenigen Waffen, die sich im Grundregelwerk 4.01D finden lassen, habe ich gleich dazu geschrieben. Wenn mir jemand die 4.01D Werte für die fehlenden Waffen ansagen kann, ergänze ich gerne auch die weiteren …

Stay tuned – weitere illustrierte Wummen von Biometal79 (der übrigens in Aachen hockt, Grüße an dieser Stelle!) und weiterer Knarrenzeichner werden im Laufe der Zeit folgen.

Darunter auch komplett neue Shadowrun-Waffen für das Arsenal 2071+!