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Schlüsselwort: ‘blade runner’

Shadowrun | HANJIN Kyorugi

Mittwoch 21.01.09 rabenaas 3 Kommentare

handgun02

Mit der rasanten Ausbreitung der RFID Technologie samt all ihrer Nachteile für die Schattengesellschaft haben vereinzelt Unternehmen und deren Produkte an Bedeutung gewonnen, die – bisher – auf die moderne Chiptechnologie verzichten.

HANJIN ist ein koreanisches Rüstungsunternehmen, das ursprünglich aus dem Werft- und Schiffahrtsbereich kommt. Irgendwann im Laufe der zunehmend gewalttätigen Begegnungen mit Piraten und Wettbewerbern hat HANJIN zunächst vereinzelte Rüstgüter für den Eigenbedarf hergestellt, die esmit der Zeit auch auf den freien (Schatten-)Markt geschafft haben.

Mittlerweile verkauft HANJIN zwar nicht offiziell, aber nicht minder erfolgreich „Bausatzwaffen“. Hierbei handelt es sich wie der Name andeutet um unmontierte Sets aller Bauteile, die dann zu einer kompletten Handfeuerwaffe zusammengesetzt werden können. Die rechtlich auch in Korea vorgeschriebene Kennzeichnung der Waffe erfolgt über einen ID Chip, den aber annähernd 100% der Anwender „vergessen“ einzubauen. Außerdem liegt jedem Set eine Laufreinigungsbürste bei, deren Stahlborsten hart genug sind, um selbst schlimmste Verkrustungen im Lauf zu entfernen – und diesem dabei „rein zufällig“ ein neues Schussprofil zu geben, so dass abgefeuerte Kugeln der Waffe nur fast unmöglich zuzuordnen sind.

Kritik von Seiten der Regierung und dem Megakonzern-Wettbewerb begegnet HANJIN gelassen mit dem Hinweis, dass die Bausets ohnehin nur für den Eigenbedarf der Haustruppen gedacht seien – geradezu tragisch sei es, wie oft solche Sets verschwänden, was eine kontinuierliche Nachlieferung an die Haussoldaten unumgänglich mache.

Und diese Art von Verarsche lassen die sich einfach gefallen?
Colt Hunter

Offenbar. Das Gebaren von HANJIN ist so etwas wie ein „running gag“ der Rüstkonzernbranche. Tatsächlich laufen viele Geschäfte in Asien auf diese Art und Weise. Man nimmt es allgemein gelassen – zudem HANJIN nun wirklich ein Rüstungszwerg ist, kaum der „Reede“ (ha-ha) wert.
Sneak Attaq

Hm. Mir will nicht in den Kopf warum es für mich als Runner sinnvoll sein soll eine hochseltene Waffe zu verwenden, nur weil die keinen RFID hat. Ich meine: Drei Handgriffe, und der ist bei meiner anonymen Ares Massenknarre genauso draußen. Dem gegenüber fällt die bullige Kyorugi echt auf. Und Scheiße versteckbar ist sie dank des aufgesetzten Laser Sights außerdem. Und dann dieses Plastik-Casing. Huh.
Bullpops

Ich mag meine Kyorugi. Weiß nicht warum, aber die erinnert mich an diese Kniften die zur Zeit des Re-Release von BLADE RUNNER 3 in der Tridversion mal kurzfristig „in“ waren. Das waren meine Teen Days. Außerdem – ich bin Troll, und die meisten Pussy Guns liegen mir zu mickrig in der Hand. Bei der Kyorugi haste das Gefühl was zu PACKEN. Und der Preis ist auch unbeatable.
DerKarl

HANJIN Kyorugi Pistole – 5K | PB –1 | HM | RS – | 6(s) | 8E | 300,–

Shadowrun | Runner’s Dirty Tricks: Einwegdrohnen

Donnerstag 30.10.08 rabenaas 2 Kommentare

Ausgehend von dem Artikel über das neue Märklin Spionage-Spielzeug habe ich mir ein paar Gedanken über ähnliches Spielzeug im Jahre 2070+ gemacht. Enjoy!

Hoi und willkommen zu RDT, dem Open Source Shadowzine für eure Überlebenstricks. „Warum der Konkurrenz beim Überleben helfen?“ fragt man sich. „Warum überhaupt Blogs?“ frag ich dagegen. Ich porne hier einfach mal ab. Meine Trix kommen direkt von der Straße. 100% Lowlife-Tested, Mann.

EINWEGDROHNEN :: Die billigste Seriendrohne die dir dein Schieber anbietet ist die BUST-A-MOVE für 350 Steine aufwärts. Ist der Scheiße? Du willst ne Drohne, um bei deinem genialen Run-Plan ein bestimmtes Gebiet zu überwachen, und du WEISST dass du die Drohne NICHT bergen können wirst. Hey, das ist keine Rarity, das ist STANDARD. Also was willst du? Jedesmal 350 Öcken abladen, wenn du wieder mal nix anderes als ne blöde Cam auf Rädern brauchst?

DER RTG TIPP: Hol dir die KAWAII Drohne von Shiawase Play. Groß wie ein Ei, 4 einzeln bewegliche Räder, recht flott unterwegs, mit Kamera und Mikrofon, 100% legales Kinderspielzeug (keine verschluckbaren Teile, frei ab 3 Jahre), erhältlich in einer großen Vielfalt von Designs. Stückpreis: 15,–

Kauf dir am Besten nen kleinen Vorrat. Drübersprühen für besseres Verstecken, oder in Geschenkpapier einpacken und ab durch die Sicherheitsschleuse.

Verwende die Dinger zum Scouten. Zum Überwachen deiner Bude wenn du weg bist. Leg eins unter deine Karre. Lass es für dich um die nächste Ecke schauen. „Vergiss“ eins im Büro des Schmidts. Lass eins an deinem Platz, während du Pissen gehst. Oder halte es über den Rand der Klokabine, um die Lage zu checken. Die Möglichkeiten sind endlos. Die Teile selbst untraceable, da Massenware und schon seit 10+ Jahren auf dem Markt – das heißt: Auch Second Hand erhältlich. Kein Buyer Trace zu dir – wenn die Secs das Ding am Tatort finden, tracen sie es bestenfalls zu dem Kid, dem du es abgekauft hast.

Leistungsdaten? Sind Drek. Klaro. Aber darum geht es ja nicht. Zoom nur elektronisch und nur bis x10. Keine Sichtverbesserung, kein Thermo, kein Shit. Mikros knacken und rauschen. Flüstern abhören? Vergiss es. Obwohl: Kann man nnachrüsten. Ist dann immer noch billiger als dieser BUST-A-MOVE Drek.

Batterieleistung? Beschissen – hält grade mal 3 Tage im Dauereinsatz. Mehr als genug für das, was du vorhast! Plus: Docking Station kostet nur 20,– extra, falls es doch mal sein muss. Autopilot? Keiner drin. Nur Fernlenke. Und ein E-Hirn, in das du feste Kurse und Routinen einladen kannst. Immerhin: Voll Wifi- und AR-kompatibel. Panzerung und Body? Vergiss es. Plastik-Casing, einmal drauftreten und knacks.

Shiawase Kawaii Spielzeug Minidrohne – Handling -1 | 5/10 | 15 | Pilot 0 | Rumpf 1 | Panz. 0 | Sensor 1 | 15,–

Im Hinterkopf sollte man aber behalten, dass die toys nur bedingt im freien geeignet sind weil sie a) schlecht geländegängig und b) störanfällig bei schlechter Witterung sind.
Aber für den Indoor Bereich eine clevere Lösung!

Heinzelmann

outdoor einsatz geht doch.. da gibt´s bestimmt die entsprechende mods zu..wie auch bei uns mit den RC 4v4 weehl monstertrucks etc. etc.
zottel

Cyberpunk NOW | Märklin Spielzeug überholt CP/SR & Co.

Sonntag 26.10.08 rabenaas 1 Kommentar

Märklin bringt Kinderspielzeug raus, das Rigger und Netrunner bei Cyberpunk, Shadowrun & Co. alt aussehen lässt. Zumindest wenn man die Ausrüstungsbücher der jeweiligen ersten Edition zu Rate zieht.

Schon eine Weile lang war absehbar, dass Drohnen schneller in den Massenmarkt kommen würden als gedacht. Und zwar als Toys. Auch hier im Blog wurde darüber schon berichtet – meist aber in Bezug auf einige Exoten, die just den Prototypenstadien entwachsen und ihren Weg auf irgendeine Messe oder eben diese britische Geek-Shop-Seite gefunden hatten.

Insofern hat es das Spielzeug, um das es hier geht, schon einige Zeit hier in diesem Shop gegeben. Aber eben noch nicht im Laden um die Ecke. Und nicht von einem in Deutschland führenden Spielwarenhersteller. Also freut euch und frohlocket, gerade auch all ihr CYBERPUNK- und ENDZEIT LARPer! Euer Arrsenal wurde gerade vergrößert um Cyberpunk Spielzeug von Märklin! Erkundet eure Umgebung mit der ferngelenkten 360° Video ATV Drohne, schreibt euch Spionage-SMS per Armband, sichert Schubladen und Räume mit Sicherheitssensoren und überwacht die Gegend mit dem GPS Alarm!

Future, here we come!

Shadowrun | BMW G-Serie G70

Dienstag 26.08.08 rabenaas Kommentieren

Falls das Video nicht spielen sollte: [HIER KLICKEN]

Viele Jahre lang lag das Konzept der veränderbaren Fahrzeughülle in den Design-Schubladen von BMW. Doch trotz viel Aufsehen auf Auto-Shows und ein paar in kleiner Auflage gefertigten Liebhaberstücken der so genannten „G-Serie“ blieb das Konzept eine Spielerei.

Erst auf der AAA 2070, in quasi sechster Generation, ist mit dem Modell G70 ein Auto entstanden, dass absolut das Zeug zum Erfolg am Massenmarkt hat. Das Prinzip ist dabei das Gleiche wie bei den vorangegangenen Modellen: Schaffe eine solides Fahrzeugskelett, dass auch Crashs überstehen kann, und ersetze die Fahrzeughülle aus Aluminium, Carbon oder Plastik durch einen metallähnlich aussehenden Kunststoff, dessen Form und Aussehen durch bewegliche Rumpfinnenteile verändert werden kann.

Neu ist an dem Konzept eigentlich weniger die Technik, sondern der Preis: Neue Herstellungs- und Steuerungsverfahren von Framework wie Bezug machen das „Morph-Auto“ der Gina-Serie erstmals preiswerter als vergleichbare Modelle mit Kunststoffkarosserie. Und das zu einem Bruchteil des Gewichtes, was Motorperformance und Beschleunigung in ungeahnte Höhen flitzen lassen.

Bevor hier irgendwelche Kiddos auf ihrem Sabber ausrutschen: Nein, diese Technik taugt nicht zum James Bond mäßigen 1-2-3-Verkleiden des Fluchtwagens. Weil eben allgemein bekannt ist, dass es diese Technik gibt, und Fluchtwagen heutzutage ohnehin eher via RFID und Gridlink als über Beschreibung zittriger alter Damen erfolgen. Dennoch: die Technik findet ihre Liebhaber, denn veränderbare Form plus beliebige Farbanpassung bringen Fashion Victims einen Schritt näher zum „Auto passend zur Handtasche“ Feeling.
Der Raser

Bei allem Lobpreisen und Schalmeien über die große Schadensresistenz des Materials darf man dabei nicht vergessen, dass die ganzen Crash-Studien natürlich auf Crashs basieren und nicht auf eher Runner-typischen Situationen wie Vindicator Beschuss. Nun bietet zwar die typische Plaste-Verkleidung auch nicht gerade Superschutz vor Minikanonen, aber durch diesen gespannten Stoff geht echt so ziemlich alles durch. Wenn dein Plan natürlich ist, WEG zu sein ehe die bösen Jungs anrücken wird dir das schnurz sein – und da der G70 den Motor eines fetten BMW zum Gewicht einer Leichtbaureisschüssel hat, kann dein Plan sogar aufgehen!
WerDieWeltKenntKenntTubOrk

BMW G70 – Handling +3 | 35/70 | 270 | Pilot 3 | Rumpf 6 | Panz. 1 | Sensor 2 | 22.500,–

Shadowrun | 36 Unterbrechungen

Montag 30.06.08 rabenaas 3 Kommentare

… die Runner beim Planen unterbrechen.

36dinge ist die Kategorie für Listen, die dir als Spielleiter das Leben einfacher machen können. Wann immer dir grade eine Idee fehlt, im Run die Action stockt, Downtime oder Wartezeit auf später eintreffende Spieler zu überbrücken oder eine Beschreibung “mal eben aus dem Ärmel geschüttelt” werden muss, helfen die Listen der 36dinge, den kleinen Denkanstoß zu geben.

Gewürfelt wird auf den Listen mit 2W6, wobei einer die “Zehnerstelle” und der andere die “Einerstelle” ist.

Jeder kennt die Situation: Die Runner haben ihren Auftrag abgeholt, haben sich zum Ziel ihres Runs schlau gemacht, nun sitzen sie über ihren Erkenntnissen und schmieden Pläne. Und machen den Spielleiter quasi erstmal überflüssig.

36 Unterbrechungen sind Dinge, die den Spielleiter wieder ins Spiel bringen können. Die er geschehen lassen kann, wenn er beginnt sich zu langweilen oder die Gespräche der Runner sich im Kreis drehen. Manche von ihnen sind Hindernisse, andere sogar aktive Hilfen, die meisten aber sind kleine Anlässe für kleine Szenen, die das Rollenspiel bereichern können.

36 Unterbrechungen

11 Hoppla! Alle Runner würfeln INT+Wahrnehmung. Derjenige mit den wenigsten Erfolgen (bei Gleichstand: der mit der geringeren GES) kommt beim Diskutieren versehentlich an (s)ein Getränk. Er kann noch schnell versuchen mit REA+GES (3) es zu packen, ansonsten kippt es um und kippt (W6): 1-2 auf die Planungsunterlagen (ggf. aufs Komlink), 3-4 einem anderen, zufällig bestimmten Anwesenden auf die Hose, 5 dem Runner selbst auf die Hose, 6 einfach um, aber es war Gottlob schon leer.
12 Genervt. Alle Runner würfeln Selbstbeherrschung (WIL+LOG). Charaktere mit nur 1 Erfolg sind genervt vom Herumsitzen und Reden (ausspielen). Charaktere ohne Erfolge sind zudem der Überzeugung, dass ihr eigener Plan der beste ist und die anderen Charaktere unvernünftig und stur (ausspielen). Wird ein kritischer Patzer gewürfelt, wird der Charakter regelrecht wütend, auch wenn es dafür rational betrachtet keinen Grund gibt (Anspannung, aufgestauter Frust, Angst) und wird sich mit den anderen Charakteren versuchen anzulegen.
13 Hunger. Alle Charaktere würfeln WIL+LOG. Je weniger Erfolge erzielt werden, desto hungriger ist der Charakter – und vor allem: desto dringender will er jetzt was zu essen haben. Sollten die Charaktere zum Essen die Planungslocation verlassen (müssen), ist das eine schöne Gelegenheit für eine Begegnung.
14 Stromausfall. Plötzlich setzt die Energieversorgung der Location aus. Grund ist (W6) 1-3: ein Systemausfall im Haus. 4-5: Randale/Sabotage eines wütenden Mobs auf der Straße, der Stromkästen zerdrischt. 6: Ein Ausfall im gesamten Gebiet (mündet in Plünderungen und massive Straßenschlachten mit Konkräften und Polizei, Charaktere sollten entweder das Gebiet verlassen oder sich im Haus verstecken, bis die heftigen Gefechte vorbei sind).
15 Lärm von der Straße. Draußen nimmt eine Motorradgang mit 3Wx5 Maschinen Aufstellung, um diesen Teil der Gegend zu erobern. Die örtliche Gang trifft wenig später ein. Randale ist vorprogrammiert.
16 Zeitverlust. Im Hintergrund der Besprechung läuft das Trid, oder jmd. entdeckt im Komlink einen wirklich interessanten/brüllend witzigen Broadcast. Alle Runner würfeln Selbstbeherrschung (WIL+LOG) gegen 3. Jeder der diesen nicht schafft, will lieber kurz Pause machen und die Tridsendung kurz zu Ende ansehen. 2 Stunden später ist die Sendung vorbei.

21 Igitt. Ein zufällig bestimmter Charakter nimmt sich während der Besprechung einen Snack, reißt ihn auf – und findet völlig ungenießbare, vergammelte oder verschimmelte Ware vor. INT+Wahrnehmung (2) würfeln, ob der Charakter es merkt ehe er reinbeißt – falls er es tut, Abwicklung wie Angriff durch Brechreiz-Gas (GRW S.246).
22 Familienstreit. Von der Wohnung nebenan/obendrüber/untendrunter dringt erst Lärm eines Streits, der sich während die Sitzung andauert zu einer handfesten Auseinandersetzung steigert. Der SL sollte den Streit erst langsam im Hintergrund abwickeln, dann das Geräusch zerbrechenden Glases einstreuen. Je nach Sinn für Dramatik kann am Ende des Streits sogar ein Gewaltverbrechen (schreiende Frau, Gewehrschuss) stehen.
23 Rassenhass. Irgendwo im Haus wohnt ein Metamensch, und diesem galt der Molli, der gerade draußen an der Scheibe des Raums in dem die Runner sitzen zerplatzt. Geworfen wurde er von einem Pulk von 3Wx2 Humanis Policlubbern, die sich draußen zusamengerottet und Rassenhass-Sprüche an dike Wände gesprüht haben.
24 Nervige Töle. Irgendwo im Haus kläfft eine Töle. Anhaltend. Enervierend. Alle Würfe im Zuge der weiteren Besprechung sind um +1 erschwert, es sei denn dem Runner gelingt es mit einem Wurf auf Selbstbeherrschung (WIL+LOG) gegen 2, ruhig zu bleiben.
25 In der Scheiße. Eine zufällig ermittelte Connection eines zufällig ermittelten Runners meldet sich per Komlink oder kommt direkt in die Location. Sie wird von einer passenden Gang/Mob/Krediteintreibern verfolgt und hat im PAN zufällig gesehen, dass der Charakter hier ist (bzw. es ist eine Stammlocation der Runner). Die Verfolger treffen wenig später ein und verlangen die Herausgabe der Connection.
26 Netzausfall. Aufgrund einer technischen Panne (oder Virus, oder Terroranschlag?) bricht das lokale Wifi-Netz zusammen (der Bereich in dem die Charaktere sind wird zu toten Zone). Umfang/Ausdehnung des Ausfalls und Folgen bleiben dem SL überlassen.

31 Angriff. Ein zufällig ermittelter Charakter mit eingeschaltetem Komlink bemerkt Fehlermeldungen und Warnhinweise seiner Firewall. Offenbar versucht jmd. sein Link zu hacken. Der Eindringling ist (W6) 1-3: Ein Kid in einer nahen Wohnung, 4-5: Ein Phisherman (Straßenhacker, der Komlinks durchsucht nnach verhökerbarer Info oder Codes), 6: Ein Profi-Agent der Gegenseite im letzten Shadowrun.
32 iSpy. Ein Hacker (GRW-Archetyp verwenden) versucht das am schlechtesten gesicherte Komlink des Teams zu hacken und als Wanze zum Belauschen des Teams zu verwenden. Gelingt dem Hacker der Zugriff, bleibt sein Einbruch unbemerkt. Nach Beendigung des Lauschangriffs löscht der Hacker seine Spuren. Was er mit den Daten anstellt, hängt natürlich davon ab was er erfahren hat (die Runner erpressen, an die Gegenseite verkaufen oder auf dem freien Markt anbieten sind wohl die drei Hauptoptionen)..
33 Hostage. Wie iSpy, nur dass der Hacker sich ein Admin-Account erstellt, eine Kopie des Komlink-Inhalts (Adressdaten, Zugriffsprotokolle etc.) zieht, das Komlink verschlüsselt und die Zugriffsrechte des Besitzers löscht. Für Zahlung einer Summe von 500,- entsperrt der Hacker das Komlink wieder. Außerdem verkauft er ggf. die Daten auf dem freien Markt.
34 Geistreich. Ein freier Geist erscheint. Seine Kraft wird mit 3W/3 bestimmt. Er ist (W6) 1: neugierig, freundlich, 2: hilfreich, 3: neutral, 4: gestört durch die Runner, 5: wütend, 6: toxisch.
35 Parkalarm. Sofern ein Runner ein Fahrzeug hat und in der Nähe abgestellt hat, erhält er per PAN eine Alarm-Meldung. Eine Gruppe Straßenkids versucht Radkappen zu klauen oder randaliert rum.
36 Wetter-Warnung. Über die Komlinks der Runner kommt eine Warnmeldung der Wetterwacht, dass ein Sturmtief auf das Gebiet zuhält. Das Gebiet wird in W6 Stunden eintreffen und schwere Verwüstungen anrichten (Wettertyp und Art der Verwüstungen hängt von der Gegend ab). Möglicher Weise wird dies direkte Auswirkung auf den anstehenden Run haben. 

41 Komlink-Ausfall. Das Komlink eines zufällig ermittelten Runners fährt runter, um Systemaktualisierungen zu installieren. Ebenso betroffen ist das Komlink jedes Runners, der das gleiche Betriebssystem hat. Beim Installieren kommt es zu Problemen beim Hersteller, so dass der Ausfall des Komlinks insgesamt W6 x W6 Stunden dauert.
42 Feuer. Im Raum beginnt es nach geschmolzenem Plastik zu riechen. Grund ist (W6) 1: Ein durch Kühlerausfall überhitztes Ausrüstungsteil eines Runners, 2: Ein defektes Kabel im Raum, 3: Ein Kabelbrand im Flur vor dem Zimmer (kleines Feuer, leicht zu löschen), 4: Ein Schwelbrand im Keller des Hauses, 5: Angezündeter Müll unten im Treppenhaus, 6: Eine in der Nachbarwohnung ausgebrochene + sich rasch ausbreitende Feuersbrunst.
43 Müdigkeit. Alle Charaktere würfeln WIL+LOG. Je weniger Erfolge erzielt werden, desto müder ist der Charakter. Jeder Charakter ohne Erfolg nimmt 1(G) Schaden. Hat er gepatzt, sind es 3(G) Schaden.
44 Razzia. Polizei oder Konzerntruppen führen in der näheren Umgebung eine Razzia durch, was übernervöse Charaktere leicht in Trouble bringen kann. Die Razzia involviert 1 Roadmaster + 2 Vans + 3 Flugdrohnen und insgesamt 3W6+6 Personen. Sie wird durchgeführt gegen (W6) 1: Einen Nachtclub an der nächsten Ecke, 2: Eine Wohnung zwei Häuser weiter, 3: Ein Geschäft schräg gegenüber, 4: Eine Wohnung direkt gegenüber, 5: Eine Wohnung im Haus, 6: ALLE Wohnungen des Hauses.
45 Ratte. Eine Ratte huscht durch den Raum in dem die Charaktere sitzen. Wie sehr das auffällt und den etwaigen Besitzer des Raumes aufregt, hängt natürlich von der Location ab. Sofern eine Ratte hier nix besonderes wäre, ist sie es aber trotzdem, denn diese Ratte ist mit Spyware aufgerüstet und wird von einem Rigger durch Kontrollimpulse ferngelenkt.
46 Falsche Wohnung. Es klingelt oder klopft am Raum. Draußen steht ein echt übel aussehender Troll. Wie sich herausstellt, ist er stockbesoffen und nicht davon abzubringen, dass er die falsche Tür erwischt hat: Er glaubt zu Hause bzw. in seinem Zimmer zu sein und will hier schlafen. JETZT. SOFORT!!

51 Werbeblip. Von draußen dringt das sonore Jingle-Klingeln und Reden eines Konzern-Werbeblips (wer Blade Runner gesehen hat weiß was ich meine).
52 Störung. Der Vermieter/Hausmeister/Blockwart/Barkeeper der Location kommt rein und will nicht mehr gehen. (Er hat grade nichts zu tun, glaubt nnett zu sein und hat gerade eine Droge eingepfiffen, die ihn in der Illusion lässt ein super interessanter Mensch zu sein, der extrem wichtiges zu sagen hat. Seine Sprache ist anfangs völlig klar, so dass es darauf keinen Hinweis gibt (auf Nachfrage kann gesagt werden, dass er deutlich erweiterte Pupillen hat)).
53 Schatten der Vergangenheit. Ein zufällig ermittelter Charakter (bzw. einer mit passender Story) erhält einen AR-Call einer ihm wichtigen Figur aus seiner Vergangenheit (Geliebte, Geschwister, Eltern, Freund, Arbeitskollege). Die Figur will sich mit ihm treffen, alleine, jetzt, es sei dringend. Die Figur steckt echt in Schwierigkeiten, wenngleich nicht unbedingt sofort erkennbar in welchen Schwierigkeiten (die Figur wird über Komlink keine Details nennen). Lehnt der Charakter ab, sich mit der Figur zu treffen, wird diese später tot aufgefunden (was nicht unbedingt mit ihrem Problem im Zusammenhang stehen muss). Stimmt der Charakter zu, sich mit der Figur zu treffen, bekommt er ggf. einen Nebenauftrag – hat der SL hierzu oder für ein intensives Gespräch mit dem Charakter grade keine Idee oder Lust, taucht die Figur einfach nicht auf, weil sie am Kommen gehindert wurde. Somit verschafft der SL sich Zeit, ggf. einen Plot zu bauen.
54 Splitterglas. Von der Straße her ist das Geräusch von Motoren und splitterndem Glas zu hören. Ein paar Kids auf Motorrädern fahren durch die Straße und schlagen dabei Autoscheiben ein. Sofern ein Fahrzeug des Teams vor der Location abgeparkt wurde, haben die Runner noch ziemlich genau 2 Runden Zeit, etwas zu tun.
55 Scare. Ein zufällig ermittelter Charakter bekommt eine AR-Message: „Ich weiß, wo du bist. Und ich werd dich alle machen für das, was du getan hast.“ Die Nachricht kommt über einen Anonymisierungsdienst, ist also nicht zurückzuverfolgen. Nimmt sich ein Hacker die Nachricht vor, entpuppt diese sich als Virus – genauer gesagt: Eine virale Werbekampagne, mit der die Anonymisierungs-Website auf ihren Dienst aufmerksam macht („Wenn Sie solche Ansagen rausmailen wollen, sorgen Sie am Besten dafür, dass diese keiner zurückverfolgen kann. Mit SPOOK-A-BOO, dem neuen Privacy-Service…“).
56 Würfelschreck. Blick besorgt drein. Würfele hinter dem Schirm. Frag nach ein paar Wahrnehmungsproben. Und danach, wo genau die Charaktere gerade im Raum sitzen und wo ihre Waffen sind. Dann würfele nochmal irgendwas und sage, dass die Charaktere nichts bemerken.Was stimmt. Denn es geschieht absolut nichts.

61 Paranoia (1). Ermittele zufällig einen Runner. Diesem schreib einen Zettel, auf dem steht, dass ihm etwas komisch vorkommt, hier in diesem Raum. Vermutlich wird der Spieler irgend etwas zurückschreiben und dabei Ideen aufwerfen, was es sein könnte, dass ihm komisch vorkommt. Diesen Ideen sollte der SL beipflichten. Überlass dem Spieler, in paranoide Wahnvorstellungen zu verfallen. Hilf ihm dabei :o)
62 Paranoia (2). Wie oben, nur dass diesmal auf dem Zettel steht: „Du wirst das Gefühl nicht los, dass ihr etwas Wesentliches übersehen habt“.
63 Gewonnen. Bestimme zufällig einen Charakter. Dieser hat sich gerade einen Snack (Schokoriegel, Soyburgerpackung, InstaCaf) geöffnet und bekommt vom Packungs-RFID eine Gewinnmitteilung ins AR gespielt, mit einer Matrixnummer, wo er sich als Gewinner melden und den Gewinn einlösen kann. Der Gewinn ist (W6) 1: ein (zufällig bestimmtes) Motorrad, 2: ein (zufällig bestimmter) Sportwagen, 3: eine Jahresmitgliedschaft in einem exklusiven Golf- oder Businessclub, 4: ein Gratismenü bei Aldiburger, 5: ein PayTrid-Abo (6 Monate, verlängert sich automatisch…), 6: eine Reise für (Anzahl der Teammitglieder) Personen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes (Deckpläne z.B. hier).  Natürlich hat die Sache irgendeinen Haken (W6) 1-3: der Gewinn existiert nicht, es ist ein Phishing-Trick eines Konlinkdatenvermarkters (Anwählen der Site führt zu einem +1 Modifikator für dieses Komlink durch ab jenem Zeitpunkt hereinflutenden SPAM), 4-5: der Gewinn ist an den Kauf von Produkten/Abos gekoppelt, die den Charakter zusammengerechnet wesentlich MEHR kosten als den Gewinn, 6: der Gewinn existiert nicht, die Aktion kommt von einem Feind des Charakters, der bei Anwählen des Gewinn-Links Malware (Spyware) auf das Komlink des Charakters spielt.
64 Sonderangebot. Bestimme zufällig einen Charakter und frage ihn möglichst beiläufig, ob sein Komlink eigentlich eingeschaltet ist. Im wahrscheinlichen Fall, dass der paranoide Spieler beteuert dass es natürlich ausgeschaltet oder hidden ist, sag „Schade“. Sollte es aktiv sein, pingt dem Charakter ein wirklich sensationelles Angebot eines Schiebers ins Konlink, der nur 1 Ecke weiter illegale Ware zum Discountpreis (= Preis wie im Buch angegeben, ohne Schwarzmarkt-Aufschlag) aus dem Kofferraum verkauft. Der Schieber bietet (W6) 1: Waffen, 2: Spezialmuni, 3: Rüstung, 4: Skillsofts, 5: Kampfdrogen, 6: einen Artikel nach Wahl des Spielers (aus dem Schwarzmarkt-Suchprofil von dessen Komlink)
65 Günstige Connection. Alle Charaktere würfeln CHA+INT. Demjenigen mit den meisten Erfolgen fällt ein, dass er vor Kurzem jemanden getroffen hat, der beim anstehenden Run nützlich sein könnte, z.B. weil er für den betreffenden Kon oder in der Zielgegend arbeitet. Die Bekanntschaft ist nur flüchtig (ein Plausch in einer Barr oder der Online-Austausch über ein gemeinsames Hobby) aber möglicher Weise nutzbar. Die Nummer der Bekanntschaft ist im Komlink-Speicher des Charakters.
66 Geistesblitz. Alle Charaktere würfeln INT+LOG. Demjenigen mit den meisten Erfolgen fällt etwas Entscheidendes zum bevorstehenden Run auf. Hier kann der SL einen Tipp geben oder auf ein Detail im Briefing hinweisen, das besonders wichtig ist oder vergessen wurde.

Shadowrun | 36 AR Ereignisse

Donnerstag 05.06.08 rabenaas 11 Kommentare

… die sich in der AR ereignen könnten.

Nahezu nonstop sind Charaktere bei Shadowrun in der 4. Edition von der kabellosen Wifi-Welt umgeben. Holoprojezierte und in das Gesichtsfeld oder die Cyberaugen eingeblendete Werbeeffekte, leise vor sich hin dudelnde Signaltöne, eintreffende Private Nachrichten, Wartungshinweise der Implantate und Ausrüstungsteile – all dies gehört für Shadowrunner der Ära 2071+ zum „Hintergrundrauschen“, das sie kaum je en detail wahrnehmen – und das der Spielleiter Gottlob nicht in jeder Sekunde einzeln beschreiben muss.

Die folgende Liste von AR Effekten und Beschreibungen ist für zwei besondere Anlässe gedacht: Erstens, wenn ein Shadowrunner gerade eine Aktion gepatzt hat, und zweitens, wenn der Spielleiter sich gerade langweilt oder ein „Flavor“-Element der Welt von 2071+ einbringen möchte, um Setting oder Szene lebendiger und greifbarerr zu machen.

Regel-Effekte

Die folgende Liste verzichtet ganz bewusst darauf, konkrete Regelauswirkungen für die einzelnen ARO- und sonstigen Effekte festzulegen. Und zwar deshalb nicht, weil jede Beschreibung nur eine Roh-Idee sein kann, die der Spielleiter dann auf die Situation und natürlich das System des Shadowrunners, der das Ereignis wahrnimmt, anpassen muss.

Generell gilt, dass die folgenden Effekte höchstens einen Wurfmodifikator von -1 bis -3 erzeugen sollten. Das bewegt sich dann voll innerhalb der Modifikatoren-Range, die das Shadowrun GRW für die Ablenkung des Nutzers in Spam-Zonen angibt.

Sollte aber auf der Liste gewürfelt werden bei einer Aktion, die einen Patzer verursacht hat (am Ende gar einen schweren) oder sollte ein unmittelbar folgender Wurf einen Patzer erzeugen, so ist der Spielleiter MEHR als nur dazu eingeladen, das Ergebnis als Ursache einer echten Komplikation zu nehmen.

So könnte ein Charakter, der eine Wahrnehmungsprobe verpatzt hat, durch eine eintreffende Spam-Einblendung so erschrocken sein, dass er aus Reflex nach der „halluzinierten“ Werbeeinblendung schlägt – womöglich mit dem gerade noch verstecktem illegalen Implantat.

Oder ein Charakter, der als Einblendung erhalten hat, dass sein Cyberware-Netzwerk gerade nach aktualisierter Software sucht, könnte bei einem folgenden Patzer feststellen, dass seine komplette oder auch nur ein Teil seiner Cyberware sich „aufgehängt“ hat. Hier gibt es echtes Potenzial für Dramatik, wenn der womöglich teilgelähmte Charakter wild weghumpelt und riesengroß sichtbehindernd vor seinen Augen die Nachricht „Ihr Cyberwaresystem verursacht einen Konflikt an Port 567334. Bitte setzen Sie sich mit dem Kundendienst in Verbindung“ flammt.

Oder man stelle sich das wilde Feuergefecht vor, bei dem der nervlich hochgezüchtete Straßensamurai auf die Initiative eines Normalsterblichen zurückgeworfen wird, während sich rechts in seinem Gesichtsfeld unendlich langsam der Ladebalken seiner Reflexsoftware-Aktualisierung aufbaut.

Handhabung

Zur Verwendung der Liste wählt der Spielleiter entweder ein passendes Ereignis oder er würfelt dieses zufällig aus, indem er zunächst einen Würfel für die Art des Effektes und dann einen Würfel für den genauen Effekt würfelt.

Ist der erwürfelte Effekt für den oder die betreffenden Charaktere nicht möglich (z.B. weil diese ihr PAN entsprechend modifiziert haben oder das genannte System oder Ausrüstungsteil nicht besitzen) so sollte der Spielleiter entweder ein angrenzendes, passendes Ereignis wählen, sich selbst ein Ereignis des passenden Typs ausdenken oder aber schlicht hinnehmen, dass, wer weniger Wifi-sensitive Ausrüstungsteile besitzt eben auch seltener von entsprechenden Effekten betroffen sein kann.

Viel Spaß bei der kreativen Anwendung der Liste!

36 AR Ereignisse

1 Cyberwaremeldungen

  1. Sinn-Ausfall. Ein vercyberter Sinn schaltet sich vorübergehend ab. Einblendung z.B. von „Sie verwenden eine veraltete Betriebssoftware für ihr [Name des Implantats]. Suche nach neuer Software gestartet.“ oder „Ihre Nutzungslizenz für Ihr xyz [eine "versehentlich" im Gesamtpaket nicht enthaltene Subroutine des Betriebssystems, z.B. Augen: Colormatic 455, Ohren: SoundmasterPro XLT] ist abgelaufen. Bitte besuchen Sie unseren Online Shop, um die Lizenz zu verlängern“ (kostet 25,– für die nächsten 24 Monate).
  2. Geänderte Lizenzbedingungen. Ein beliebiges, gerade benötigtes Cybersystem fällt aus. Eingeblendet werden seitenweise Geänderte Lizenz- und Nutzungsbedingungen, verbunden mit einem 60-Sekunden-Countdown, nach deren Ablauf die Bedingungen als gelesen bestätigt werden können. Erfolgt dies, ist alles wieder okay. Erfolgt dies nicht, schaltet sich das System ab und muss von einem Techniker neu initialisiert und hochgefahren werden.
  3. Systemtest. Das Autodiagnosesystem hat einen Glitch: In schneller Abfolge werden alle möglichen Settings durchgetestet [z.B. Augen: verstellen von Zoom, Farbsättigung, Kontrastgebung].
  4. Marktforschung. Unter Umgehung der üblichen PAN-Sperren greift der Hersteller eines Cybersystems direkt per Wifi-Verbindung „seines“ Implantats (als Backdoor) auf das PAN zu und ruft die persönlichen Nutzungsdaten ab. Angezeigt wird dies als Ladebalken mit Kennzeichnung „Persönliche Daten werden an die [Hersteller-Name] Marktforschungsabteilung übermittelt“. Aus den übermittelten Infos kann der Spielleiter schön einen Aufhänger für einen Nebenplot machen, z.B. wenn der Hersteller eine „Selbstverpflichtungserklärung“ (Ethik-Code) unterzeichnet hat, „verdächtige oder kriminelle Daten“ an die Behörden weiterzuleiten.
  5. Systemabsturz. Das gesamte Cybersystem setzt kurzfristig aus mit der Meldung: „Ihr Cyberwaresystem verursacht einen Konflikt an Port 567334. Bitte setzen Sie sich mit dem Kundendienst in Verbindung“. Der Defekt behebt sich binnen weniger Sekunden selbst, sobald der Charakter alle Cybersysteme einmal herunterfährt und neu startet.
  6. Design-Update. Mit einem Male verändert sich das Design (der Sound, das Gefühl, der Look) einer bestehenden Cyberanwendung. Nach ausführlicher Diagnose oder Datensuche im Internet stellt der Charakter fest, dass es sich um ein im Hintergrund heruntergeladenes Desin-Update (und nicht etwa einen Virus, wie er ggf. zunächst gedacht hat) handelt.

2 Ausrüstungsmeldungen

  1. Unautorisierte Waffensperre. Eine erschreckende Meldung flammt über das Sichtfeld: „Unautorisierter Waffenzugriff! Feuermodus wurde deaktiviert!“ Wenige Sekunden später folgt die Meldung: „Was, wenn es wahr wäre? Jetzt FireArms AntiVir von Code-X Software online ordern und sparen.“ Die Waffe ist übrigens während der ganzen Zeit voll feuerbereit.
  2. Ausrüstungsreport. Ohne dass der Charakter es gemerkt hat, hat sich im Hintergrund ein nützliches Feature installiert, das alle Teile des PAN überprüft und aus den Rückmeldungen einen Kurzreport erstellt. Abhängig von der Menge an Ausrüstung, die der Charakter mit sich herumschleppt, kann die scrollende Liste von „Schuss im Magazin, Ladestand der Batterien, letztes System Update, nächste planmäßige Wartung, Garantie abgelaufen am, neue Angebote des Herstellers, verbliebene Ampullen, Zahl der Heftpflaster im Medkit“ ziemlich LANG werden.
  3. ModeNews. Eines der modischen Kleidungsstücke des Charakters schickt eine ModeSpam: „Die [Name des Monats] Kollektion ist da! Erleben Sie neue Farben, frische Schnitte, kühne Designs von Jungstar-Designer [beliebiger Name] exklusiv bei [Name des Modelabels]. Jetzt exklusiv für Sie als Bestandskunden mit 17% Nachlass auf Einkäufe ab 300,–“ gefolgt von mehreren Seiten kleingedruckten Bedingungen für dieses Sonderangebot.
  4. Community Suche. Ein Hersteller eines der selteneren/teureren Ausrüstungsteile des Charakters hat eine virale Community-Kampagne gestartet, bei der Nutzer des Ausrüstungsteils sich finden und kennenlernen sollen. Die Einblendung lautet: „YOU, TOO? Jetzt andere Verwender von [Name des Ausrüstungsteils] kennenlernen und weitere Gemeinsamkeiten entdecken!“ unterstützt von einer vollflächig eingeblendeten (und immer wieder neu einblendenden) Umgebungskarte mit Anzeige der Position anderer Nutzer desselben Ausrüstungsteils. Die Karte blendet immer wieder neu ein, wann immer ein anderer Nutzer eine „Community Message“ schickt – am Besten „abschalten“ kann der Charakter dies, indem er das Areal verlässt oder zur Position dieses Spammers (in 9 von 10 Fällen ein gelangweilter Teenager) hingeht um ihm „ins Gewissen zu reden“.
  5. Mystery Lockanzeige. Ein Hersteller eines Ausrüstungsteils veranstaltet in der Nähe einen Sonderverkauf einer aktualisierten/verbesserten/modischeren Version des Produktes, das der Charakter hat. Ohne weitere Worte erscheint vor dem Charakter in der AR eingeblendet ein schwebender Pfeil. Folgt er diesem, wird er zu einem Shop mit Sonderverkauf geleitet, bei dem das alte Teil des Charakters für immerhin 50% von dessen Neuwert in Zahlung genommen wird bei Kauf des Neuproduktes.
  6. Nervig. Innerhalb des PAN verursachen die Wifi Knoten zweier gänzlich unwichtiger Ausrüstungsteile (z.B. Sportsocken und Regenschirm) einen Kommunikationskonflikt. Das hat überhaupt keine Auswirkungen außer der kontinuierlichen Einblendung einer kleinen, kühl weiß glimmenden Fehlermeldung: „PAN Systemhinweis: Die Artikel 566544-345543 und 987DF-452DF verursachen einen Kommunikationskonflikt an RFID Port 16″. Die Meldung verschwindet nach ein paar Sekunden, taucht aber in Zukunft immer wieder auf und nervt.

3 Kontaktemeldungen

  1. Twitter. Oh Scheiße. Ein weiterer der Kontakte des Charakters hat twitter oder das nächste Äquivalent eines inhaltlosen Mitteilungsservice für sich entdeckt und schickt eine bunt zwitschernde, vor den Augen animiert hopsende Textnachricht wie (W6) 1 „Putz mir grad die Zähne“, 2 „Musste an dich denken“, 3 „Hi. Was machst du?“, 4 „Bin in der Badewannne. Endlich mal wieder“, 5 „Seh grade die Wiederholung des Spiels, dass wir vor zwo Jahren geschaut haben“, 6 „Ich seh dich auf WifiWatch. Hihi“ und ähnlich geistreiches.
  2. Nekromantie-Pingback. Manchmal kommen sie wieder. Ein Troll hat in einem uralten Forum, in dem der Charakter seit Jahren nicht mehr drin war, einen Thread entdeckt, über den er sich tierisch aufregt. Unvermittelt flasht vor dem Charakter ein animierter AR-Avatar und ein mehrseitiger Forentroll-Post blendet ein, den der Troll so konfiguriert hat, dass er nicht sofort zu löschen ist.
  3. Gerade in der Nähe. Das PAN des Charakters meldet, dass einer seiner Kontakte zufällig in der Nähe ist. Ob das bemerkenswert ist, hängt etwas von seinen Kontakten und dem Ort auf, an dem er sich aufhält („Meine Freundin, hier im Black Ops Flügel von Renraku?“).
  4. Wie verabredet. Der Charakter hat sich vor Längerem schon für jetzt mit einem seiner Kontakte für eine Partie des Shooters „Paranoize“ verabredet. Der Spielleiter sollte einen Wurf LOG+WIL (3) gestatten, ob der Charakter daran gedacht hat das Spiel abzusagen – sonst blendet plötzlich ein schwebender Countdown ein, dann startet die Videospiel-Partie (in AR, bei Hackern auch ggf. im kalten Sim).
  5. Endlich. Einer der Kontakte des Charakters schickt eine Nachricht, auf die der Charakter schon lange gewartet oder gehofft hat. Kommt toll mitten im Feuergefecht. Beispiele: Schieber meldet, ein rares Stück Hardware endlich aufgetrieben zu haben, aber er habe jede Menge Interessenten und kann es nur kurz zurückhalten (Countdown), Sexy Kontakt meldet, an den Charakter denken zu müssen und lädt ihn zum privaten virtuellen Date ein. Jetzt oder never. Schmidt meldet, eine Jobofferte zu haben, die 25% mehr bringt als der aktuell laufende Run, aber für die der Charakter binnen einer Stunde bei ihm sein muss.
  6. Big Trouble. Ein Kontakt des Charakters hat gerade von einem seiner Kontakkte etwas erfahren, dass ihn voll sauer auf den Charakter werden lässt (z.B. etwas, was der Charrakter angeblich getan oder gesagt haben soll). Der Kontakt schreibt in etwa: „Krass du Arsch! Endlich weiß ich über dich Bescheid. Vergiss unsere Connection und wag’s ja nicht, mich nochmal zu kontakten. [Name des Kontaktes] hat dich gebannt.“ Der Kontakt weiß, dass die Nachricht übermittelt wurde – je länger der Charakter mit dem Versuch wartet, den Kontakt persönlich aufzusuchen (anrufen geht nicht, da gebannt) desto schwerer wird er es haben, das „Missverständnis“ (wenn es denn eines war!!) aufzuklären. Alternativ zu diesem Ergebnis kann auch ein Hilferuf des Kontaktes erfolgen: „Stecke in der Scheiße! Peil mein Komlink an! Hilf mir oder ich bin Asche!“ Der Kontakt kann von einer Gang gejagt, von der Polizei verhaftet worden oder auch nur auf Drogen sein.

4 Team-Meldungen (basieren darauf, dass Shadowrunner-Teammitglieder meist in Form eines gemeinsamen Wifi-Netzwerks zusammengeschlossen sind)

  1. Infektion. Ein Mitglied des Teams hatte einen Virus in einer seiner Anwendungen, aber selbst nicht das passende Ausrüstungsteil, auf das der Virus angepasst ist. Jetzt hat ein neuer Charakter über das Team-Link den Virus erhalten, und es entstehen Fehlfunktionen an 1 Cyber- oder Ausrüstungssystem.
  2. Zielkonflikt. Sofern ein bestimmtes Cybersystem (z.B. Smartgun-Link) mehrfach im Team präsent ist, erscheint die Meldung „Zieladressen-Konflikt an Port 778„. Das Signal wird unter denn Teammitgliedern vertauscht, d.h. kurzfristig hat Teammitglied A die Smaretgun-Zieldaten von Teammitglied B in der Anzeige.
  3. Musikbörse. Das Teamnetz beschließt, dies sei ein toller Zeitpunkt um die MP3-Archive der Komlinks der Teammitglider zu synchronisieren. Alle Teammitglieder erhalten die Meldung „Team-Musikdatenbank wird synchronisiert“ und einen laaangsam zunehmenden Ladebalken. Als Nebeneffekt erfahren die Teammitglieder von den peinlichen Musikvorlieben ihrer Partner.
  4. iTeam. Der umtriebige und sehr nervige Service iTeam von Horizon hat das Team-Netz entdeckt und versucht, das Team zur Nutzung des extrem praktischen und lustigen iTeam Service zu überreden. Die Meldung lautet: „Team-Netz wird auf Profildaten gescannt“, dann folgt „Zuweisung der Profildaten. Abgleich mit iTeam Profilseite“, dann erscheint: „Sie scheinen ein {Shadowrunner} Team zu sein! Werden Sie Teil von iGroups und lernen Sie in der iGroups Community über {7} andere {Shadowrunner} Teams weltweit kennen. Kostenlose AR Führung wird gestartet…“ usw.
  5. Wettbewerb. „Konkurrenz belebt das Geschäft“ dachten sich die Macher des Portals TeamRank: Per Teamnetz werden die Ausrüstungsteile der Teammitglieder miteinander verglichen. Diejenigen Charaktere mit schlechterer Ausrüstung erhalten betreffende verhöhnende Meldungen und das Angebot, sofort ein noch besseres Ausrüstungsteil als selbst der Beste im Team online zu ordern. Beispielmeldung: „DU BIST EIN LOSER! [Name des anderen Teammitglieds] hat bereits die Advance Optix-III Cyberaugen, während du Lusche nur die AldEyes-2 besitzt. Alle Mädchen lachen über dich! Tu was dagegen und bestelle jetzt online …“
  6. RateIt. Eine kleine Application startet, die kontinuierlich eine Prozentanzeige der Team-Performance einblendet. Wie bei allen Variationen von „Liebes-Testern“ ist völlig unklar, nach welchen Parametern das System entscheidet – aber es ist ein tolles Tool für den Spielleiter, obskure Hinweise einzustreuen (z.B. wenn die Charaktere gerade Scheiße bauen und sich in deren Rücken der Elitekiller anschleicht und der SL kommentarlos die Team-Performance von 88% auf 7% abrutschen lässt).

5 Umgebungsmeldungen

  1. Stayfriends. Ein Kontaktportal im Stil von Stayfriends oder Verwandt oder Lokalisten meldet sich ganz fröhlich, dass eine Person ganz in der Nähe ein Klassenkamerad, Jugendfreund, Verwandter, Kollege oder eine gute Chat-Bekanntschaft ist. Dumm nur, wenn es der Konzerngardist ist, mit dem man sich gerade beharkt (der andere bekommt natürlich die gleiche Meldung).
  2. Letterbox. In der AR gibt es versteckte Objekte, die nur aufgerufen werden können wenn man an der exakt richtigen Position steht. Der Charakter hat gerade eine solche „Letterbox“ gefunden und erhält mehrere Einblendungen von Avataren und Grußbotschaften anderer Besucher dieser Stelle.
  3. Local Art. An dieser Stelle der AR hat jemand ein aufwändiges AR-Kunstwerk geschaffen, z.B. (W6) 1: ein riesiger, über der Szenerie gleitender Wal, 2: ein aus Millionen Partikel bestehender, dichter Nebel aus schreienden Gesichtern, 3: ein an dieser Stelle zu Tode gekommener Musiker, 4: ein Obelisk mit Inschriften von Gedichten, 5: ein sich ewig bewegendes Moebiusband, 6: eine körperlos im Raum wandernde, spukig-schöne Melodie
  4. Gridflash. Eine weitere Kunstinstallation hat gerade ein detailgetreues Abbild des Charakters geschaffen. Nähert man sich der Charakterabbildung, öffnen sich Schubladen aus seinem Leib heraus, aus denen Details seines PAN Profils strömen. Der WifiKnoten der als Host des Bildes fungiert ist versteckt; das Abbild wird überschrieben, sobald ein anderer über exakt dieselbe Stelle geht.
  5. Overdone. An dieser Stelle hat der örtliche Betreiber (Gebäude oder Straßenzug) eine aufwändig gestaltete AR-Gestaltung installiert (besondere Licht- und Soundeffekte, nicht real vorhandene verschnörkelte Lampen, virtuelle Personen etc.). Der Effekt ist drastisch und stark verwirrend – es ist schwer, reale von AR-Eindrücken zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass die leistungsintensive Installation alle Prozessoren mitbenutzt, derer sie habhaft werden kann, was sich negativ auf die Leistung des Komlinks und anderer offener oder halboffener Knoten des Charakters auswirkt.
  6. Herausforderung. In dieser Gegend ist eine offene Demo-Anwendung eines AR-Spiels installiert. In den meisten Fällen wird dies nur ein Pop-Up-Fenster sein, das auf die Möglichkeit zum sofortigen AR-Spiel von VirtuaRace, ProfiPool, PokerAma, StraightShooter o.ä. hinweist – einige Spiele starten aber auch unangekündigt, was gerade bei Ego Shooter Spielen (Einblendung von hinter Ecken hervor rollenden virtuellen Gegnern) übel sein kann.

6 Werbeeinblendungen

  1. Food. Ein nahegelegenes Restaurant (Soyburgerstand, Betriebskantine, Getränkeautomat) preist seine Waren an. Es erscheint ein betreffendes Logo und ein Jingle sowie eine Art schwebendes Plakat.
  2. Musik. Eine Online Musikbörse preist neue Downloads des Lieblingskünstlers des Charakters an. Es erscheint der Künstler selbst als AR-Gestalt beim Abrocken, plus Musik und Werbetext.
  3. ShopWhisper. Ein nahegelegener Shop preist ein Sonderangebot an, das den Charakter tatsächlich interessieren könnte. Einblendung ist Text only.
  4. Falsches Profil. Ein Shop-Portal ist definitiv falsch konfiguriert und möchte den Charakter sehr nachdrücklich (Grafik, Animation, Sound und Text) von Angeboten überzeugen, die ihn ganz definitiv NICHT interessieren. Passender Weise spricht die Werbeeinblendung den Charakter auch mit falschem Namen an („Hallo, Petra! Entdecke jetzt die neuen Sims von My Little Unicorn! Erlebe spaßige Ausritte durch Auenland und neue Abenteuer mit Pixie, Pupu und dem Dodomann!“)
  5. Betrug. Es öffnet sich wie ach so oft ein Pop-Up AR Fenster irgendeines Shop-Angebotes. Fieser Weise ist aber dort, wo standardweise die „SCHLIESSEN“ Fläche ist, die „KAUFEN“ Fläche. Der Spielleiter sollte dem Charakter einen Wahrnehmungswurf zubilligen, ehe dieser sich einige Tage später wundert über die Lieferung seiner Bestellung von (W6) 1: einem dreijährigen DeMeKo Abo des SCHAUZU Blogs (3×55,–), 2: einer Kiste mit 40 Packungen KRAFT DURCH SOYA Frühstücksflocken (80,– wobei 1,– jeder Packung an den Deutschnationale Befreiungsfront Policlub gehen), 3: ein riesiger Plüsch-DODDLDRACHE (500,–), 4: eine Auto-Versicherung gegen Überflutungsschäden (nur für Berlin gültig) (150,– im Jahr, Mindestlaufzeit 20 Jahre), 5: ein SimSinn Jahresabo des MusikStadls, 6: eine Reservierung für den ersten Touristik-Flug zum Mars (50,–).
  6. Overload. Das Komlink wird von derart viel Spam getroffen, dass es sich aufhängt. Eventuell laufende Verbindungen werden eingefroren und bleiben geöffnet, können aber nicht benutzt werden. Es öffnen sich schneller Pop-Ups, als sie geschlossen werden können. Sollte der Charakter ein Hacker sein, erscheint eine Message: „I OWN YOU!“ von einem anderen Hacker.

Blog | Glowing Umbrellas

Freitag 15.02.08 rabenaas 2 Kommentare

Remember the futuristic „glowing“ umbrellas from BLADE RUNNER? Future’s here, kiddo! It’s not on their website (yet), but according to the ad below they can be bought here.

unbenannt-5.jpg

UPDATE!

Unfortunately, the umbrella STILL isn’t shown or listed on the above mentioned website, but as my readers began to suggest that this ad may be a fake I hunted down another address where YES you CAN order it directly, thanks to the guys at ThinkGeek.com. Here’s the link, and it costs 25$.

Meanwhile, I have found even weirder futuristic umbrella concepts – stuff that the makers of Blade Runner could never even have imagined …

(There’s also a variant to this theme: The Starlight Umbrella uses optic fibres to simulate a glimmering starfield above your head – with changing lights!)

RFID umbrella

Take the RFID umbrella, for instance. What’s that? Basically, it’s a „free to use“ umbrella you can just take away and use in case you need it. The RFID chip will monitor your movement (and make sure you don’t steal the umbrella). The Corp that came up with this idea is named „Dutch Umbrella“, and apparently it was a barkeeper who had the original idea. The tech is there and the umbrella seems to be in use already. Click here for a German article from the Stern magazine.

Satellite Link Umbrella

But wait! There’s more! Americans AND Japanese engineers bot had the idea to connect an umbrella with a weather forecasting service. While the American umbrella will display weather warnings and such by use of a small LED display, the Japanese umbrella uses the umbrella surface itself as a large projection surface, transforming the umbrella’s underside into a large computer monitor you can also use as a GPS screen or for video conference or whatever.

The main advantage of the US version is that it can already be ordered at – guess where – ThinkGeek.com. Here’s the direct link.

Here’s the website of the JAPANESE manufacturer, and here is an (older) video of the umbrella’s prototype test:

In case the video won’t play, try this link.

Cyb3rpunk | Altcults & Styles

Mittwoch 06.02.08 rabenaas Kommentieren

cyb3rpunklogo.png

Attitude stays everything – dies gilt in der von Marken und Ersatzkulturen beherrschten Welt von 2035+ noch mehr als je zuvor. Jeder cyb3rpunk Charakter wählt einen Cult als seine persönliche Identifikationsbasis. (Er kann sich natürlich auch dazu entschließen, keiner Szene anzugehören).

Jeder Spieler kann selbst bestimmen, wie stark seine Hingabe zu „seiner“ Szene ausgeprägt ist. Diese Hingabe wird in Form eines Rang (= REP innerhalb jener Szene) ausgedrückt und kann am Start 1 bis 3 Punkte betragen. Im Falle, dass der Spieler einen bevorzugten Cult seiner Role wählt, kann der Rang auch bis zur Höhe seiner Spezialfertigkeit betragen. Auf Würfe betreffs Wardrobe & Style des eigenen Cults hat jeder Charakter einen Bonus in Höhe seines Ranges (im Falle dass er auch durch seine Role schon einen Bonus erhält, zählt der jeweils höhere Bonus). Ohne betreffend hohe Skill-Würfe in Wardrobe&Style wird man von jedem Cult nur zu schnell als Outsider identifiziert, dem man nichts zu sagen, aber vielleicht ein paar Kugeln nachzujagen hat.

Adamianer. Verbindung mehrerer traditioneller, orthodoxer Glaubens-Splittergruppen zu einer pro-religiösen, ultrakonservativen Bewegung, hervorgegangen aus einer Mitte der 2020er populär gewordenen, technikfeindlichen Bewegung, die versuchte, alle auf der Bibel bzw. dem abrahamischen Momotheismus fundierenden Religionen in einer neuen „Über-Religion“ zu vereinen. Style: Nach Subcult, oder weitgehender bis völliger Verzicht auf Kunstprodukte und Implantate, Männer meist mit langem Bart und Hut, Frauen mit Haube oder Kopftuch, Kleidung immer alles verhüllend außer Gesicht und Hände. Subcults: Alle heute bekannten monotheistischen religiösen Splittergruppen. Bevorzugte Roles: Keine

Banger. In jüngeren Jahren wieder gewachsene Hardrock- und Heavy-Metal-Szene, die von der Abkehr von Cyberware und Flashstyle Kleidung profitiert. Im Kern unverändert geblieben. Style: American Militech Style Kleidung, Jeans oder Baggie Pants, Patronengürtel, lange Haare. Subcults: Analog heutiger Szene, plus einige Spin-Offs in Richtung Nihilismus und Grinder. Außerdem Nomads (an Stylings der Nomaden der Cyber20ies orientierte Bewegung mit hohem Motorradrocker-Anteil). Bevorzugte Roles: Ganger (Rocker), Rider (Chopper)

Burner. Aus Burning Man Bewegung hervorgegangene, stark von der Nomadenkultur inspirierte, pro-schamanistische Bewegung, die auf der Suche nach neuer Spiritualität ist. Style: Branding-Tribals, Nomad Style. Subcults: Howlers (im fernen Draußen der Ödnis angesiedelte Gruppe, die neue Gemeinden in Geisterstädten bildet), Radiats (Apokalyptische Bewegung, die den „Strahlenden Geist“ (Radioaktivität und andere Energie) anbetet), Malkalyptix (Post-Nihilistische Bewegung mit starkem Nouveau- und Emo-Einschlag, die gerade einige bei Konzernern sehr angesagte Künstler hervorgebracht hat), SINr (Crossover zwischen Burning Man Partybewegung und Hippie-Bewegung, stark auf Sex und Drogen und Musik der Band „Hypoxima Zero“ fokussiert). Bevorzugte Roles: Nomads

Celebs. Ein mehr oder weniger exclusiver Cult für alle, die dem Glamour und schönen Schein huldigen. Es ist jedoch nicht ganz einfach, Teil dieser Szene zu werden. So kann der Rang in dem Cult nicht über dem Wert in Wardrobe & Style und REP liegen. Wer jedoch das nötige Kleingeld besitzt, kann sich natürlich auch entsprechend professionell beraten lassen. Die Szene hat zudem, wie nicht anders zu erwarten, ein sehr breites queeres Spektrum. Style: High Fashion oder zumindest top aktuelle Kleidung, zuweilen aber auch ein besonderer eigener, jedoch nie unmodischer Style. Dazu die angesagtesten Mode Gimmicks, Schmuck, Make Up und Düfte. So gut wie niemals offene Cyberware. Bis auf Ausnahmen gerne Bio- oder Nanoware. Subcults: Bitches/Pimps (Du darfst alles machen und sein solange du vorallem a) Hot b) Sexy und c) Georgeous bist), GlamScouts (auch StyleGods genannt. Sehen sich selbst als Vorreiter des guten Geschmacks, und sind dabei so gefällig und ansehnlich das sie tatsächlich nicht selten einem neuen Trend auf die Sprünge helfen. Wahrscheinlich der Exklusivste Kreis der Szene, der von der Industrie entsprechend heiß umworben wird), Kinkys (Eine Szene die sich an verschiedenen Historischen Idealen orientiert und diese dann neumodisch adaptiert), Andys (Verrückt nach den von Warhole beschriebenen fünf Minuten. Meistens zu sehen im Umfeld von Macht, Bekanntheit und Geld. Sie treten nicht selten in sinnfreien Talk- oder Gameshows auf, oder verdingen sich als Komparsen, GoGos, Pornacts etc.. Ihr Ruf unter den anderen Celebs ist nicht gerade der beste). Bevorzugte Roles: Celebritys, Suits, Medias

CorpCults. Hier vermischen sich asiatische Ansätze der Mitarbeitermotivation mit Huxleys schöner neuer Welt. Als nach dem Steinbrockenkrieg die neue Weltordnung ihren triumphalen Einzug hielt, stellte sich schnell heraus, dass viele Mitarbeiter ernsthafte Identifikationsschwierigkeiten hatten. Was bedeutete es heute noch, Koreaner oder Peruanerin zu sein. Wenig. Mit dem Verlust der nationalen Identität begann sich auch die kulturelle Identität zu verwischen. Glücklicher Weise sahen die neuen IGs diese Situation realistisch und meisterten sie offensiv. Bald hieß es allenthalben: Du bist Avalon!, Du bist Genius! oder Du bist Helios! – eine Kunstkultur wurde geschaffen, die jährlich mit vielen Millionen PR- und Webspots, Events, Fashion Labels und CorpMusic am Leben erhalten wird. Man ging hier um einiges weiter als nur an die Leistungsoberfläche der Mitarbeiter. Das Private ist Corporate! Es wurden nicht nur konzerneigene Kleiderordnungen, Frisuren oder Inneneinrichtungen erdacht. Nein, von jetzt an ging es um mehr. Genaugenommen um alles. Der gesamte Livestyle, das Schönheitsideal, die Moral, die Sexualität, die Freundschaften und Beziehungen, die Kindererziehung und selbstverständlich auch die Gefühle sind nun Corporate. Die Folge sind Mitarbeiter, die Kredite aufnehmen um sich möglichst nah an das konzerneigene Schönheitsideal zu operieren oder sich von ihrem K.I. Psychologen Partnerschaften ab- oder anraten lassen. Der Ausschnitt ist nicht zu tief oder hoch um amoralisch zu sein, die Witze decken sich mit der corporate correctness, das Lachen orientiert sich an dem Status des Gegenübers, Licht und Temperatur entsprechen dem offiziellen Wohlfühl-Index, der Sex ist von allem ungesunden befreit, anhand der Blumen im Fenster ist der berufliche Status ablesbar, eine maß- und massengeschneiderte Spiritualität sorgt für zweifelsfreie Effizienz und jede Individualitat ist durch die In-Labels zur Gänze abgedeckt. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine komplette Kultur, die für Außenstehende (außer Facer) nur schwer nachzuvollziehen ist, und auch hier alle Systemfremden entsprechend schnell entlarvt. Bevorzugte Roles: Konzerner, Suits.

Cyber. Hauptsächlich aus der Club- und E-Musikszene hervorgegangene Bewegung(en) mit mehreren Unterkulten, die z,T. drastisch voneinander abweichende Denkhaltungen besitzen. Allen Cyber gemein ist der Rückgriff auf Modelabels und Stores, die auf ihre jeweilige Szene zugeschnitten sind und oft auch zentrale Distributoren ihrer Musik sind. Jede Cyberbewegung ist zudem stark unterteilt in Hardcore-, Real- und Poser-Anhänger. Style: Nach Subcult. Subcults: Cybergoths (Neogothics, schwarzer Kleidungsstil, nihilistisch-romantische Denkhaltung), Cyberflashs (Tanz- und Spaßszene mit ausgeprägtem Urban Flash Fetisch und Begeisterung für modernste Unterhaltungselektronik aller Art), Cyberpunk (Anhängerschaft der im Prinzip falsch verstandenen „verbotenen“ Rocker-Idole der Cyber20ies, von „echten“ Cyberpunks nur abfällig „Cyberfakes“ genannt), Cyberaves (aus Rivethead, Rave-Szene und EBM hervorgegangene Bewegung ohne das Gothic-Mindset. Kopf teilrasiert, Fokus auf schwere Kampfstiefel (gerne overknee), übergroße Schweißer- oder Pilotenbrillen, Band Shirts und kugelsichere Westen, auch gerne Flak Pants), Ultracybers (in der Basis Cyberivs, aber mit wesentlich stärkerem Fokus auf Cyberware und eine spezielle Musikrichtung namens „Noiz“, deren ultraschnelle Beats und Lautstärke fast nur mit Hilfe von Audio-Implantaten aushaltbar ist). Bevorzugte Roles: Old School Cyberpunk Roles (nur Cyberpunk)

Duster. Durch eine Vielzahl gewalttätiger Actionfilme und Videogames inspirierte, im übrigen nihilistisch geprägte und stark zergliederte Szene mit wenig Berührungspunkten zwischen ihren Anhängern. Style: Langer Duster oder Trenchcoat, oft brachial gepanzert, Faible für Schrotflinten oder überschwere Handfeuerwaffen. Starker eigener Soziolekt mit veralteten Kraftausdrücken. Hoher Anteil an Rauchern und Whiskeytrinkern. Subcults: Noirs (Verbindung aus Dusterbewegung und Film Noir Posern, meist mit deutlich nihilistischem Einschlag), Morgans (ebenfalls eher der Poserbewegung zuzurechnende „Morgan Blackhand“ Fans, vom Rest der Dusterbewegung zutiefst verabscheut). Bevorzugte Roles: Ronin, Rider

Eczo. Ökofaschismus ging aus der Hardline-Bewegung hervor hat sich mit islamiatischen und abrahamistischen Strömungen zu einer extremistisch-veganen Anti-Tabak-, Anti-Alkohol-, Anti-Urbanitäts-Bewegung fortentwickelt. Neu ist hierbei die aktive Aufnahme von Hass auf einzelne Verwender und Sünder gegen die Prinzipien des „Veganen Reiches“ sowie die zunehmende Vereinnahmung eugenischer Gedanken. Style: Kleidung nach strikt veganen Prinzipien, Glatze, Labels mit pro-veganen Sprüchen. Subcults: Verschiedene gemäßigtere oder umgekehrt noch gewalttätigere Gruppen (wie die Eden Bewegung, die zur Erreichung des „Letzten Paradises“ jedes Mittel als geeignet betrachtet inklusive Verwendung moderner Waffen und genetisch geschaffener Krankheitserreger). Bevorzugte Roles: keine

Facer. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Facer außerhalb des Cults gibt. Style: Facer sind verrückt nach sich anpassenden oder verändernden Kleidungs- und Ausrüstungsteilen. Außerdem stehen sie auf jene Massen-Labels, die derart omnipräsent sind, dass man mit ihnen geradezu unsichtbar wird. Auch Automodelle, die als uninspirierte Plagiate zahlloser etablierter Design Features und daher als „gesichtslos“ gelten, üben auf Facer eine große Anziehungskraft aus. Musikalisch stehen Facer hauptsächlich auf Synchropop und Emote sowie auf die Schlüsselband der Bewegung: Phase Dancer. Subcults: White Suits (Subgruppierung, die regelmäßige Meetings in eigenen Räumen abhält und überwiegend Corporate ist. Die White Suits tragen bei diesen Meetings nnur reines Weiß, auch die Räume sind vollständig weiß. Zweck der Treffen sind oft illegale Absprachen des „White Circle“ einer Domain, um Karrierevorteile zu erringen), Patternists (Anhänger der Mandelbaum-Gesellschaft, die sich über numerische Zusammenhänge komplexer Systeme austauscht. Zu erkennen an einem silbernen „Pi“ Zeichen).

Freaks. Sammelbegriff für verschiedene nihilistische Splittergrruppen, die sich in Ekel von Schönheits-Sculpting und den Schönheitsvorgaben der Konzernkultur abwenden und stattdessen Fashion, Implantate und Sculpting zur Selbstverstümmelung verwenden. Style: Vampires, Ripppers, Klauen und andere entstellende oder erschreckende Implantate, Selbstverstümmelung mit Messern oder Brandings, zerrissene oder verschmutzte Kleidung (oft mit Gothic Anleihen). Subcults: Vampires (geschlossene Subkultur, die tatsächlich rein nachtaktiv ist), Rats (im Untergrund und den Kanalsystemen beheimatete Freak Szene), Mansons (Freaks mit übermäßig vielen Klingenimplantaten), Spooks (Stalker, die versuchen Normalos in den Wahnsinn zu treiben, indem sie ihre heile Welt zerstören). Bevorzugte Roles: Keine

Gamer. Mitte der Neunziger entstandene und seitdem wachsende Community von heutzutage vor allem per G3N miteinander verlinkte Spielergemeinschaft. Organisiert in thematischen „Realms“ und kooperativen „Clans“ oder „Tribes“. Oft mit Poser-Anleihen (dressen sich oft in der Uniform ihrer Online Personae). Style: Shirts mit Game-Logos, übergroße V-Goggles, Cargopants und Sneaker, verchromte V-Plugs, Webgear mit verschiedenen Taschen und Ankerungen für Handhelds, Cellphones oder Game Chips. Subcults: Fanzeez (Fantasy Realm Anhänger), V-Champs (Sport Realm Anhänger), VideCom (Virtual Warfare Ream Anhänger). Bevorzugte Roles: Hacks, Teks

Gangsta. Verbindung aus der Gangszene der Nach-2000er und der zu jener Zeit boomenden Rap-Musikszene, die im Laufe der Jahre ihren Wurzeln recht treu geblieben ist. Style: Beste Marken mit Fokus auf Sportlabels, nachträgliches „Pimping“ von Warez und Kleidung durch Edelmetalle und Edelsteine (man zeigt was man hat und beweist damit, dass man hart genug ist es zu behalten). Subcults: Yakuzoku (auf Yakuza-Themen adaptierte Gangsta-Szene mit starken Verbindungen zur Bosozoku-Szene), Mafians (Crossbreed aus Gangsta-Szene und dem klassischen Look italienischer Mafiosi, allerdings „revamped“ auf topaktuelle italienische Modelabels (konzernsupportete Bewegung des Eurotheaters, in den ISA vor allem an der Ostküste etabliert, dort mit Preppy-Einflüssen)), Chav (Fashion Victim oder Gangsta Poser mit Konzernpop-Rap Anhängerschaft). Bevorzugte Roles: Ganger, Meddler, Suits, Ronin, Rider

Genomes. Die Gen-Fanatiker sind eine eugenische Bewegung, die mit Hilfe der modernen Gen- und Bio-Technik den perfekten Menschen in greifbarer Nähe wähnt und selbst Begründer jener neuen „Superrasse“ werden will. Style: Maximal mögliches Sculpting und Dressing für den perfektesten Model- (Menschenideal-) Look, offensive „Detached“ Haltung, mit der auf die Sorgen und Nöte „normaler Menschen“ hinabgesehen wird. Subcults: Spawns (konzentriert auf reine Genetik, sprich: Weitervererbung der besten Gene durch Zucht – damit auch offensiver GEGNER der Bio-/Gen-Tech), Spores (Umrüstung des menschlichen Körpers, um neue Lebennsräume zu erobern (starke Überlappung mit der Tides-Bewegung)), Brainiacs (Hochrüstung des Gehirns, um Supergehirn zu bilden und menschlichen Intellekt auf nächsthöhere Stufe zu heben), Hounds (Suche nach dem perfekten Duft durch Pheromondrüsen-Manipulation), Reaper (Suche nach dem perfekten Krieger und maximaler Aufrüstung des Körpers zur Waffe, OHNE zum Fullborg zu werden), Shepherds (züchten/verändern ANDERE, um perfekte Diener/Gespielinnen etc. zu bekommen) Bevorzugte Roles: Tek (alle), Ronin (nur Reaper), Hacks (nur Brainiacs)

Grinder. Aus der Skatepunk-Bewegung hervorgegangene Szene mit anhaltender Begeisterung für Skatebords, musikalisch/stylisch heute aber von Punk und selbst HipHop entfernt und zu Hassmetal übergegangen. Mit Übergang zu aggressiverer Musik auch Aufnahme von Kampfelementen in Dress und Style. Style: Skate- oder Flyboard, auch In- und Proliner, Teile von Hartschalenrüstung mit Klingen oder Nägeln, nagelbewehrter Bat oder Hockeyschläger. Subcults: Skatepunks (Gemäßigtere und tradierte „Retro“-Szene), Grunger (Grunge-beeinflusste Retro-Skater), Porngrind (medienfabrizierte Skaterbewegung mit extrem pornografischen Texten, dafür politisch inhaltlos), Parkour (geschlossene Runner-Szene innerhalb der Grinder-bewegung). Bevorzugte Roles: Sneaks, Runner

Hacks. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Hacks außerhalb des Cults gibt. Der Hack-Cult geht zwar weiterhin auf den „Hack the Planet“ Idealismus der Aufbruchzeit zurück, hat aber lernen müssen, bescheidener und vor allem gerissener zu sein. Folgerichtig sehen Hacks auch den größten Unterschied zwischen sich und anderen Computerusern (inkl. Netrunnern und Hacks außerrhalb der „Szene“) darin, dass die Hack-Szene ausschließlich aus der Elite, der Crème de la Crème besteht. Folgerichtig gilt es diesen Anspruch auch fortwährend zu Verteidigen, und zwar vor allem durch das Erbeuten, Knacken und Sharen von Daten und Warez. Style: Erkennungszeichen echter Hacks ist die Signatur „404“ (für „File not Found“, bezogen auf die eigene Central Registry). Musikalisch ist die Szene an der Vorderfront der E-Musik, die von der Szene auch zur Weitergabe verschlüsselter Botschaften verwendet wird (z.B. in Form von Schnarzern kurzer Tieftöner-Impulse oder kryptische Textpassagen und „Geräusch“-Effekte). Hacks tragen außerdem Haare und Kleidung so, dass man sehen kann, dass sie keine Interface Plugs haben (Hacks arbeiten nur mit modernen V-Trodes). Cyberaugen und andere umfassende Implantate gelten als „perv“ oder als Zeichen, dass man von einer Corporation „owned“ wurde. Subcults: Avatars (Poser-beeinflusste Bewegung, die sich nach dem Look ihres Online Icons stylt), C#ats (Multikommunikative Chatter/Blogger, die per Augen-, Ohren- und Hirnfeed ständig mit Dutzenden Hacks weltweit reden, unzählige Blogs verfolgen und eine Art „Hive Mind“ bzw. „Blur“-Zustand zu erlangen suchen, in dem sie aus dem rauschen tausender Signale tiefere Botschaften empfangen), Skimmer (Hacks die per G3N Goggles, Augenimplantaten oder Trodes nonstop „on“ sind, sich dabei aber ausschließlich im „iGo“ bewegen, dem von Webnachrichten und Linkpunkten überlagerten Realraum (eine Art Weiterentwicklung von Google Earth).

Hentai. Aus verschiedenen Szenen hervorgegangene Bewegung die versucht, mit als sexuell abnorm bewerteten Handlungen und Stylings zu schockieren und aufzufallen. Style: Verwendung freizügiger oder dem SM-, Latex- oder Gummi-Bereich entlehnter Kleidung, Verwendung von Biosculpting für abnorm übersteigerte Körperveränderrung. Subcults: Shibs (Bondage-Bewegung die nur mit Seilen bekleidet ist oder teilgefesselt das Haus verlässt), Furries (Playbeings und Exotics mit deutlich ausgeprägtem Tier- oder Fellfetisch). Bevorzugte Roles: Keine

in2out. Wörtlich: Two Inputs, Two Outputs. Moderne mediale Interpretation der Gay Community, zu der im Laufe der Jahre immer mehr Randszenen gekommen sind. Somit aktuell eine bunte Durchmischung Homosexueller mit Polyamorösen, Cross Dressern, BDSMlern, Kinkys, Drags, NonGenders, etc. darstellt. Insgesamt kann hier von vielen starken Subcults ausgegangen werden, die eher öffentlich als „großes Ganzes“ wahrgenommen bzw. in bestimmte Schubladen gesteckt werden (und viele Anhänger der Szene bemühen sich nach Kräften, ihrer Schublade gerecht zu werden). Style: Nach Subcult. Subcults: Gaide (von Gay Pride. Konservativ denkende Homosexuellen-Szene, die sich insbesondere von den sozialreformerischen Strömungen von in2out abgrenzen möchte. Eine starke Szene, die auch als etablierte Konsumentenzielgruppe gilt), Esquires (von Especial Queers. Der Name entstand vor allem als Abgrenzung zu Gaide und beschreibt die breite queere Szene. inzwischen reichlich nah am Mainstream ist. Diese Szene ist jedoch noch immer so kommunikativ, selbstverliebt, partysüchtig und zugleich extrem progressiv wie frueher. Queer Studies und Theorie sind angesichts der neuen Konzernkulturen so aktuell wie nie und laufen erneut Sturm gegen jede Form von aufoktruierter Norm, Sexualität und Geschlechtlichkeit. XLacer (Überbegriff für die Lack-, Rubber-, Latex-, Skin-, Bondage-, Spanking-, Toys- und Sportsware-Fetischszenen mit nicht Heterosexuellem Background. Eine Szene mit häufigen Überschneidungen zu anderen Subszenen, die zu großen Teilen gerne von Lace-Drogen Gebrauch macht), Awareness (Radikal Feministische Bewegung zumeist mit weiblichen/lesbischen Supporterinnen die sich der Antisexistischen Aktion widmen . Zu einem nicht geringen Anteil sind die Awareness Anhängerinnen selber Opfer von Vergewaltigung, sexueller/sexualisierter Gewalt oder Missbrauchs gewesen und somit entsprechend engagiert bei der Sache. Ihre Aktionsradi gehen von U-Kreisen für Opfer, über Einschreiten bei Alltagssexismen, bis hin zum gewaltsamen Täterumgang. Grundlage allen Handelns ist die Definitionsmacht der Betroffenen), TGP (Trans Gender People. Eine Szene, die sich mit der sozial vorgegebenen Zweigeschlechtlichkeit nicht abfinden will. In der Soft-Variante nur Crossdresser, in der Mehrzahl aber gehen sie tatsächlich in den körperlichen Transit. Dieser Subcult ist auch für diverse Facer interessant und ist sogar in Teilen indischer Konzerne in die CorpCulture eingegangen) Bevorzugte Roles: Keine

Kawaii. Aus Japan kommende und über Animes exportierter Style, der das „Süße“ bewusst überbetont. Style: schreiende Farben, bunte Perücken mit Plastik-Look, Kuscheltiere. Subcults: Kitties (Hello Kitty Fans), Lolita (Poser-Szene mit eigenen Idolen und Fokus auf Schulmädchen-Look, zuweilen auch in dunkler, persiflierender Form (Kinderwhore Bewegung). Vgl. auch Nouveau). Bevorzugte Roles: Keine

K.I.A. Know-It-Alls nennen sich zuweilen auch „Deities“, H.I.s (Human Intelligence) oder auch Nerds. Diese stark zergliederte Szene hat z.T. große Überschneidungen mit der Gamer Scene, ist aber anders als diese völlig auf das Sammeln und Compilen von weltweiten Infos konzentriert. K.I.A.s verstehen sich als eine Mischung aus modernen Medias und cyberpunkigen Online-Revoluzzern, gelten aber in anderen Szenen eher als langweilige Couch Potatoes, die ihr Leben versurfen. Style: Nach Subcult. Subcults: Agents (auf Matrix-Film basierendes Agent-Dress, tatsächlich oft fähige Info-Broker, die das Web nach „Fake“ Stories abgrasen und „Virals“ (Zeitungsenten, Medienlügen, Urban Legends, inkorrekte Wiki-Einträge) auslöschen), AllTubes (Online Video Junkies mit z.T. Ehrfurcht gebietenden Film- und Feed-Archiven), DP (Deviant Poets, stark Emo-beeinflusste Subszene, die sich der Archivierung und erstellung „künstlerischer“ Innhalte verschrieben hat), HAL2035 (Hostile Alien Lifeform 2035, geschlossene und gejagte „Terror“-Bewegung von Verschwörungstheoretikern), Little Sisters (All Girls Bewegung weiblicher Hacks gegen „Big Brother“, militaristisch-feministisch, mit Kawaii-Einschlägen (schwarze Schuluniformen, rotes Halstuch)), Bloogs (Wort ist Mischform aus Spooks und Bloggern, extrem miteinander vernetzte Bewegung von Vielbloggern (teilweise per V-TRode erstellte direkte Gedanken-Feeds), die zugleich andere Blogs verfolgen, kommentieren, bewerten), EBa$her (radikal antikapitalistische Szene, die gezielt die Reputation von Tradern und Usern durch Negativbewertungen und „Viral Mobbing“ betreibt, um User aus dem Netz zu vergraulen oder bestimmte Konzerne anzugreifen, werden von den Medien als sehr schädliche „Online Graffitti Schmierer“ gelabelt) Bevorzugte Roles: Hacks, Meddler, Facer

Nouveau. Europäisch beeinflusste, „post-bohemian“ Szene, die in vielen der schlechteren Stadtgegenden der ISA am Entstehen ist. Die Szene vereint eine barocke Lust an schönen Dingen mit einer pragmatischen Herangehensweise an Mangelsituationen (wie fehlender Strom). Style: Naturfaserstoffe, Kleidung europäischer Modehäuser mit schönen Details und gewisser Antiquiertheit, mechanische Uhren, dezente oder keine Implantate, Musik nonelektronisch, Faible für handgeschaffene traditionelle Kunst (Gemälde, Gesang, Poetry Slams). Subcults: Shabs (von shabby chic: Unterszene die schöne Kleider mit künstlich „gebrauchtem“ Look oder tatsächliche Vintage-Kleidung trägt), Jianghu (chinesische Bohemian-Spielweise mit Inszenierung eines teilfiktiven früheren China. Heute intellektuell geprägte Subszene mit z.T. aggressivem Obrigkeitsfeindlichkeit und Rückbesinnung auf traditionelle Kampfkünste und Zen-Lehren), Neboho (durch das europäische Topmodel der Nach-2030er Marielle Tabubeau begründeter Fashion Trend, der eine Renaissance von verspielten Fell-Applikationen begründete), Lolita (Poser/Kawaii-Bewegung mit einer deutlich ausgeprägten Subszene in Richtung Nouveau, die durch viktorianische Kinderkleidung geprägt ist (hier auch Überlagerung mit Gothic Bewegung). Bevorzugte Roles: Suits

Poser (Wota). Ursprünglich durch asiatische Comics und Filme inspirierte „Cosplay“ Bewegung, deren Mitglieder sich im Stile ihrer (Anime-)Helden kleiden. Cyberimplantate und Biosculpting haben der Bewegung bis zu den Cyber20ies eine anhaltende Blüte verschafft, die ebenso kontinuierlich seit der Carbonseuche und der mit ihr einhergehenden Cyberskepsis wieder im Abklingen begriffen ist. Heute eher eine Nischenbewegung. Style: Umfassendes Biosculpting und Dressing nach einer Persona aus TV, Net, Game oder Comic. Subcults: Trekkies, Cameko (Poser-Fans/Stalker), Reyazu (strikte Manga-Fans, in den Medien fälschlicher Weise als „Hentais“ diffamiert und auf Porno-Aspekte reduziert), Dolls (Betonung des Artifiziellen/Leblosen), Masques (nehmen sich historische Persönlichkeiten und Zeitperioden als Vorbild), Vickys (Virtual Vicky Poser, oft cross-dresser, noch öfter Prostituierte). Bevorzugte Roles: jede, sofern der betr. Subcult eine Persona verehrt/imitiert, die dieser Role zugeordnet werden kann.

Ronin. Die Vertreter dieser Role bilden eine eigene, geschlossene Szene, wenngleich es natürlich auch Ronin außerhalb des Cults gibt. Die „Solo-Szene“ sah sich im Nachbeben von Konzernkrieg und Carbonseuche samt aller Cyberparanoia einer umfassenden Anfeindung von allen Seiten ausgesetzt. Ein Druck, der durch die Verschärfung der Waffen-, Cybertech- und Panzerungsgesetze noch wesentlich verstärkt wurde. Während der größte Teil der Solo-Szene schlicht unterging oder in Rehabilitationszentren verschwand, etablierte sich eine eigene Subkultur der „smarten Solos“, die sich nach einem in 2028 populären G3N-Game „Ronin“ nannten (das Game Ronin war eine Art Killer-Spiel, das mit virtuellen Objekten und Fallen in der Realwelt spielte). Style: Keine oder ausschließlich legale Cyberware und leichte Rüstung im „Zivil-Look“. Faible für Kultur und Luxus und Hang zu Intellektualisierung (hohe Popularität von Chips mit Zitaten der Weltliteratur und rarre Chipware mit Aufzwichnungen historischer Schlachten oder dem „Weg des Schwertes“). Subcults: Euros (Elite-Ronin, die sich für etwas Besseres halten und nach traditionell europäischen Idealen leben (Leitbild: James Bond)), Samurai (Anhänger der überlieferten Lehre der mittelalterlichen Samurai, starke Yakuza-Anhängerschaft, verpflichten sich üblicher Weise einem Herren), Kreuzritter (bevorzugen martialische Hartschalenrüstungen und schwere Waffen, folgen einem persönlichen Kodex und geben sich den Nimbus mittelalterlicher Ideale. Überproportional viele Schützer, aber auch „schwarze Ritter“ dabei. Hang zur Selbstinszenierung und Dramatisierung).

Tides. Leute, die sich durch Implantate und/oder Bioanpassungen an ein Leben im Wasser angepasst haben. Style: Offensives Brandishing betreffender Cyber-/Bioware, starkes Aufgreifen von Stilelementen und Materialien aus dem Tauchbereich (z.B. Neopren-Longcoats oder Tauchergoggles). Sind Anhänger einer eigenen Musikrichtung, TideWave, verwandt mit Trance, aber sehr dumpf und tieftonlastig (mit exzellenten Hörreichweiten Unterwasser). Subcults: keine Nennenswerten (Szene ist noch sehr neu und weist in Teilen noch Parallelen zur Surf-Bewegung (Grinder) auf)

Val (von: Valley Girl). Aus der Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“ geborene Bewegung, deren Anhänger sich aus den in Medien transportierten Klischees zur US-Landbevölkerung des letzten Jahrhunderts stylen. Wird von manchen als Spin-Off der Poser-Bewegung betrachtet. Style: Starker eigener Soziolekt („Gosh“, „Fer sure“, „Barf me out“, „Totally radical“), Jeans, karierte Hemden oder Röcke. Subcults: Billys (auch: Pettycoats Movement, Verbindung aus der Elvis-Poserbewegung und den Rockabilly Movement), Reddie (Gewalttätige Übersteigerung von Redneck-Klischees), Yogis (Öko-Bewegung), sXe (Straight Edgers in ihrer mittlerweile fünften Generation, mit kaum wahrnehmbaren Dress-Eigenheiten (gewisse Grunge-Anleihen) und solider „Good, clean fun“ Haltung (Ablehnung von Cyber- und Bioware sowie Tabak, Alkohol und Dtogen aller Art). Bevorzugte Roles: Keine

WiSC. Von „Wolf in sheep’s clothing“ – jemand der nach außen hin das perfekte Ideal eines stinknormalen Bürgers lebt (inkl. Job und ggf. Familie), aber nur um vom System nicht beachtet zu werden und somit Freiräume für anders gelagerte (oppositionelle) Interessen zu haben. Style: Konzernmode des Vorjahres, gedeckte Farben. Subcults: Urbanerds (Personen die webgestützte Datenbanken dazu verwenden, den exakten numerischen Durchschnittsbürger zu ermitteln, um sich dann exakt diesem „Über-anzupassen“ und somit die Konzernkultur ironisch zu konterkarrieren). Bevorzugte Role: Facer. Hack

Zazoo. Aus der Fixerbewegung hervorgegangener Style, der stark auf Einflüsse der US-1920er (Zoot Suits) und Post-WWII-Frankreich (Zazous) zurückgreift. Style: Übergroße Jacken oder Longcoats mit vielen (versteckten) Taschen, gepolstere Schultern, auffallende Verwendung von Urban Flash (gerne mit Werbemotiven oder Video Feeds), Präferenz von Karomustern und großen Hüten. Subcults: Dandyswings (Poser die sich an alten Filmen und historischen Vorbildern orientieren), Ejazzix (Fans des extrem gewöhnungsbedürftig klingenden Crossstyles aus EBM und FreeJazz), Swashies (Spielweise unter stärkerer Einbeziehung klassischer (klischeehafter) Piraten- und Zigeunerkleidung, inspiriert durch den 2027er Film „Stargazer“. Bevorzugte Role: Meddler

Zoku. Überwiegend durch asiatische Kultur (Bands, Kultur, Kleidung, Technic, Biosculpting) beeinflusste, in Gangs oder Stämme organisierte Bewegung mit starkem Fokus auf schnelle (modifizierte) Autos und Rennmotorräder und illegale Straßenrennen. Style: Urban Flash Tattoos, hochwertige japanische und koreanische Marken, sichtbare Markenlabels, Manga-Einflüsse, hochklassige Fahrzeuge asiatischer Hersteller. Subcults: Bosozoku (Motorradganger), Dorifutozoku (Drift Racer), Vanningzoku (Van-Gang), Hotarozoku (Raucher Gang), Erekizoku (Cyberware Enthusiasten), Karasuzoku (Gothic Gang) Bevorzugte Roles: Rider, Tek

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Shadowrun

Dienstag 05.02.08 rabenaas 9 Kommentare
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SHADOWRUN ist ein Rollenspiel des amerikanischen Verlages Catalyst Game Labs, das sich mit seiner Mischung aus Hightech-, Cyberpunk- und Fantasy-Elementen gerade in Deutschland einer ungeheuren Popularität erfreut. Bis vor Kurzem lag die deutsche Lizenz bei Fantasy Productions, in Zukunft soll sie wohl bei Pegasus Games liegen.

Für das Spiel SHADOWRUN habe ich eine auf Version 4.01D des Spiels und das Jahr 2071 aktualisierte und (stark) modifizierte Version des Settings für BERLIN entwickelt, das erstmals im Buch DEUTSCHLAND IN DEN SCHATTEN beschrieben wurde. Die SHADOWRUN-Inhalte dieses Blogs beziehen sich sämtlichst auf dieses Setting BERLIN 2071.

Berlin 2071. Blick vom Monorail-Hochbahnhof „Jakob-Kaiser-Platz“ Richtung Westen. Im Hintergrund das neue Zentrum von Spandau (im Stadtjargon „Spree-Manhattan“). Im Vordergrund „Ralle“, ein Ork Schieber und Info Händler.

Berlin 2071

Am Ende wird jeder Krieg durch einen Faktor entschieden: Wer den längeren Atem hat. Nenn es eine Frage des Geldes. Nenn es Entschlossenheit zum Sieg. In Berlin war es eine Frage der Massenträgheit.

Sollte es je einen Zweifel gegeben haben, dass der Mensch – und ob er Hörner oder spitze Ohren hat oder nicht spielt nicht die geringste Rolle – gänzlich Unwillens ist, sein Leben selbst zu bestimmen: Das Ende der Anarchie in Berlin sollte ihn ausgeräumt haben.

Oh, na klar: Die Anarchie ist nicht tot. Wenn du auf die Schwätzer von den verschiedenen F-Komitees hörst. Oder auf die Hass-Ansagen der Freien Sender Berlins. Aber mal nüchtern betrachtet: Als die Konzerne den größten Teil der Westsektoren übernahmen und nach einigen wenigen, dafür aber heftigen Gefechten auch die Mitte einnahmen, war der Status F am Arsch. Völlig egal, wie viele Verluste Proteus und Co. später dazu veranlasst haben, den Endsieg über die Anarcho-Zone im Osten auf später zu verschieben.

Und wenn man mich fragt: Der Status F war vorher schon im Arsch.

Ich meine, was hatte man auch erwartet? Jahre voller Propaganda über Kannibalen-Restaurants und Pädophilen-Bordelle in Berlin, Jahre voller Unsicherheit, ob’s morgen Gas und Strom gibt oder nicht, Jahre des Wartens im Regen, weil wieder mal kein Bus kam, Jahre voller gebrochener Achsen, weil du mit deiner Lieblingskarre in ein Riesen-Schlagloch gefallen bist, all das musste ja zum langsamen Tod Anarcho-Berlins führen.

Der Konzernputsch 2056 war von daher kein Krieg, er war nur die Zustellung des offiziellen Todesbescheids. An alle, die es noch nicht begriffen hatten. Oder die sich schon zuvor wegen akuter Realitätsabneigung nach Berlin verirrt hatten.

Am Ende war nicht die Kriegs-, sondern die Chaos-Müdigkeit der Masse stärker als die flammenden, ismen-verseuchten Reden der elfenbeinsniffenden Studenten-Wirrköpfe. Erst kommt die Forderung nach beständiger Versorgung mit Trideo, Wifi-Netz und Pizzaservice, dann erst die Moral.

Was folgte, war ein Zustand des Aufwachens. Einige blinzelten verschlafen in die Sonne und fragten sich, wohin das Gebäude schräg gegenüber verschwunden war. Andere zogen die Decke über den Kopf, kuschelten sich an ihre Kettensäge und träumten weiter. Die meisten aber atmeten auf, wie befreit von einer Last, von der sie die ganzen Jahre nie genau sagen konnten, worin diese bestanden hätte: Die Last der Verantwortung. Für das Haus. Für die Nachbarschaft. Für die Mitmenschen. Den Kiez. Den Bezirk. Den Status F.

F. Wie „Fick dich“.

In den Straßen lagen noch Monate, teilweise Jahre später die Reste der Sperren. Und während der neue Westen eilends saniert und anhand modernster Erfordernisse an Verkehrsplanung, Netzempfang, Lebensqualität und natürlich Sicherheit neu geschaffen wurde, dokumentierte der äußere Osten mit seinen baufälligen Kiezen, den von Einschusslöchern übersääten Wänden und dem Müll in den Straßen nur zu deutlich, warum die Konzerne an der Macht sind.

Weil sie es verdammt nochmal einfach drauf haben, Dinge geregelt zu kriegen.

> Ahem. Ja. Und eines der Dinge, die sie „geregelt“ bekommen haben nach ihrer Übernahme ist, dem Osten den Saft endgültig abzudrehen.
> Fabian454

> Das ist Bullshit. Für die BEVAG ist jeder zahlende Kunde ein Kunde, die liefern Strom, Wasser, Gas und Entsorgung auch in die „Zone“. Wenn es mit der Versorgung nicht klappt, dann darum, weil irgendwer die Leitung anzapft oder in seinem Konzernhass zerstört, damit die Kunden dann hübsch sauer auf die Konz sind.
> Der_Ewige_Student

> Ja, zu dir hoch in den Wedding wird vielleicht geliefert. Aber auch nur weil das Randzone ist, wo genug Baustellen und Wohnsilos der Arbeiter existieren, die im Konzerninteresse versorgt werden müssen. Dem tiefen Osten hat man das Zeug abgedreht. Ganz einfach. Dabei mögen wirtschaftliche Erwägungen ne Rolle gespielt haben – klar wird ne Stromleitung umso öfter angezapft, je weiter sie in die Zone ragt – abern Chumski von mir hat neulich nen Lauf gehabt, dabei sind ihm Files von der Berlin Verwaltungs AG (BEVAG) in die Hände gefallen, die ganz klar ne politische Agenda haben.
> Fabian454

> Und was soll die sein, bitte?
> Dr.Zonk

> Den Widerstand gegen den Status F schüren, natürlich. Und die Leute dazu ermutigen, „heim ins Reich“ kommen zu wollen. Ich mein: Wedel denen lange genug mit dem Wessi-Lifestyle vor der Nase herum, dann werden die die Sonderpolizei förmlich darum anbetteln, ihren Block zu säubern und gleichzuschalten.
> Fabian454

> Hm. So gesehen …
> Dr.Zonk

Im folgenden File möchte ich euch Choombas und Chummskies da draußen den Status Quo von Berlin vorstellen. Denn Berlin ist entgegen allem Hochjubeln oder Niedermachen ein verdammt lebenswertes Pflaster, und wie den meisten Berlinern geht es mir tierisch auf den Sack, dass landauf landab Leute über Berlin quatschen, die nie nen Fuß hierher gesetzt haben, und Berlin nur aus irgendwelchen Actiontrids oder Schockermeldungen ihrer konzerngesponsorten Lügenpresse kennen.

> Ralle

Das Knochensplitter-Setting Berlin 2071 gibt es dank der Unterstützung des Bloglesers Dirk “Vokanix” Dankwart auch als PDF zum Download:

KNOCHENSPLITTER: Berlin 2071 – das PDF

Achtung – das PDF wird zwar in gewissen Abständen aktualisiert,
dennoch wird es auf der Rabenwelten-Seite immer auch Artikel geben,
die in der aktuellen Version des PDF nicht enthalten sind.

Letzte PDF-Aktualisierung: 07.05.2008

Berlin 2071+

■ Einleitung
■ Reality CheckDie Wahrheit zum Status F
■ Die MauerNichts im Leben ist von Dauer

■ Rein und raus aus BerlinÜbersicht über verschiedene Möglichkeiten
■ Innerstädtischer VerkehrWie man in Berlin von A nach F kommt.

■ Bezirke BerlinsStadtkarte und Kurzüberblick über Zonen und Sektoren.
■ GeschichtsstundeBerlin, wie es war. Und wurde, was es ist

■ Retro Shock Willkommen im 19. Jahrhundert
■ SonderpolizeiDie Berliner Eingreiftruppe in den Zonen

■ StadtspeakSo redet der Berliner 2071+

■ ZeitleisteDie Timeline der KNOCHENSPLITTER Chronik

Brennpunkte & Locations

■ City West – Rund um die Gedächtniskirche
■ Metropolis – Die Arkologie am Ende des Kurfürstendamms
■ Wedding – Ein Grenzbezirk zwischen Konzernwelt und Chaos

■ Arcanova – Kreuzberger Off-Destille & Runner Hangout

Cast

Spielercharaktere
■ Alex – Elfischer Ki Adept (by Jamal)
■ Paris – Elfischer Decker (by Eva)
■ November – Rigger (by Götz)
■ Lotte – Allrounder (by ?)
■ Jill – Straßenhexe (by Sue)
■ Jesse – Face (by Ascaso)

Kontakte
■ Batsche-Schmidt
– Weddinger Schieber und Job-Vermittler
■ Whoopie – Weddinger Taliskrämerin

■ Glinski – Orkischer Hausmeister
■ Sigorksy – Leiter der Sicherheit des SK-Flughafens Tempelhof
■ Nadjeska – Kopf der Weddinger Russenmafia
■ Onur – Anführer einer Kreuzberger Gang der Türkenmafia

Spielhilfen

Kampfbogen: PolizeiNSC-Bogen für Polizei-Begegnungen
36 Dinge die Runner beim Planen unterbrechen
36 Dinge die man in der Tasche eines NSC finden kann
36 Dinge die man auf einer Berliner Speisekarte finden kann
36 Dinge die man im Berliner Kiez sehen kann (Gossenlocations)
36 Dinge die man in der Gosse treffen kann (Random NSCs)

36 Dinge die sich in der AR ereignen können

Abenteuer

■ Chipped - Ein ganz mieser Chipdeal im DeMeKo Konzern

Berliner Straßenarsenal 71+

■ Knarren 1 - Waffensammlung: Pistolen & Co.
Knarren 2 - Waffensammlung: Gewehre & Co.
Knarren 3 - AN-88 Strigoj (Protz-Sturmgewehr)
Knarren 4 - Waffensammlung: Spec Ops
Knarren 5 - 3 Waffen von Orkhan (Schwert, schwere Pistole, Sturmgewehr)
Knarren 6 - SK Aescher (Railgun)
Knarren 7 - Logov-7 (Pistole)
Knarren 8 - Ares Para Digma (Automatikpistole)
Knarren 9 - Ruhrmetall Hammerschlag (ultraschwere MP bzw. Kompakt-Sturmgewehr)
Knarren 10 - Iawacek Drákulova dcera (Sturmgewehr mit XXL Muni-Vorrat)
Knarren 11 - Ares Para Critter (verbessertes Sturmgewehr)
Knarren 12 - Ares Para Glider (Lautloses Sturmgewehr)

■ Karren 1 - Pobeda Gorki (Allgeländefahrzeug)
■ Karren 2 - Taurus Scarabi (Sportwagen)
■ Karren 3 - AlmaVira Ferrez (Zweisitzer Coupé)
■ Karren 4 - Messerschmitt Grenzgänger (Schmuggler-Flugzeug)
■ Karren 5 - Harley Thunderblade I, II, III (3 Motorräder)
■ Karren 6 - SPEZIAL: Berliner Anarcho Karren (Car Wars)

■ Drohnen 1 - 2 zivile und 1 militärische Läuferdrohne

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